Industrie-Lexikon

Teilapparat

Ein Teilapparat ist ein besonderes Spannfutter, um Werkstücke zur Bearbeitung in, sowie wiederholt um, genaue Winkelmaße zu drehen und darin zu fixieren.

Verwendung
Ein Teilapparat wird in der zerspanenden Fertigung verwendet, um ein Werkstück an bestimmten Winkelpositionen zu bearbeiten. Mit Hilfe eines Teilapparates können Bearbeitungen wie Bohrbilder vorgenommen werden, beispielsweise Bohrungen auf einem Vollkreis auch ungleichmäßig, jedoch reproduzierbar verteilt.

Ebenso können radiale Bearbeitungen wie Mehrfachnuten an einer Welle gefertigt werden (Beispiel: Zwei Passfedernuten an einer Welle um 120° versetzt).

Ein weiterer Anwendungsbereich ist das Fertigen von regelmäßigen Profilen wie Keilwellenprofilen und Verzahnungen.

Aufbau[
Ein Teilapparat kann von Hand angetrieben sein und wird dann meist auf konventionellen Werkzeugmaschinen eingesetzt.

Bei elektromotorischem Antrieb lässt sich der Teilapparat in der Regel gut in die CNC-Steuerung einer Maschine einbinden, so dass automatische Abläufe möglich sind. Insbesondere bei der Fertigung von Profilen mit vielen Teilungen ist dies von großem Vorteil.

Einfache Teilapparate bestehen aus einer Grundplatte und einer darauf drehbaren Teilplatte, die durch einfache Rastungen in bestimmten Winkelpositionen positioniert wird. Dabei sind üblicherweise nur wenige, fest vorgegebene Rastungen möglich.

Bei den meisten Teilapparaten zur Einstellung (fast) beliebiger Winkel ist die Teilplatte an einem Schneckenrad angebracht. Dieses wird von einer Schnecke angetrieben (Schneckengetriebe), welche wiederum manuell mittels einer Handkurbel oder auch über einen Elektromotor gedreht wird.

Da direktes Teilen nicht mehr so oft verwendet wird.

Zur Herstellung von Teilungen mit einem Handteilapparat wird die Handkurbel in den Vertiefungen einer Lochscheibe gerastet. Die Lochscheiben besitzen eine bestimmte Anzahl an äquidistanten Bohrungen, die kreisförmig angeordnet sind. Je nach deren Anzahl können verschiedene, nicht nur regelmäßige Teilungen gefertigt werden. Üblicherweise besitzen Lochscheiben mehrere Teilkreise, die durch unterschiedliche Radien auf derselben Scheibe verwirklicht werden können.

Wenn die Kurbel zum Erreichen einer Teilposition keine ganze Umdrehung gedreht werden muss, sondern zum Beispiel jeweils 2 ganze Umdrehungen und 20 Löcher auf dem 30er-Lochkreis, nimmt man die sogenannte "Schere" zur Hilfe. Diese besteht aus zwei um die Kurbel drehbaren Zeigern, die so eingestellt werden, dass der erste Zeiger an der Flanke des eingerasteten Indexstifts anliegt. Der zweite Schenkel wird dann auf 20 Rastlöcher in Drehrichtung eingestellt. Dieses Hilfsmittel vermeidet das fehlerträchtige Abzählen der Indexlöcher und dient somit der Prozesssicherheit.

Häufig weisen Teilschneckengetriebe etwas Spiel auf. Zur Minderung verfügen Teilapparate über eine Klemmvorrichtung.

Quelle: Wikipedia

 

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