Industrie-Lexikon

Schleifen

Schleifen ist ein seit dem Altertum bekanntes spanendes Fertigungsverfahren zur Fein- und Fertigbearbeitung von Werkst√ľcken. Es l√§sst sich manuell oder auf Schleifmaschinen anwenden. Wie bei allen spanenden Verfahren wird dabei √ľbersch√ľssiges Material in Form von Sp√§nen abgetrennt. Als Schneiden fungieren dabei die Kanten der mikroskopisch kleinen, harten, mineralischen Kristalle im Schleifwerkzeug. Schleifwerkzeuge bestanden im Altertum aus geeigneten Steinsorten wie etwa M√ľhlsandstein. Heute werden Schleifwerkzeuge in der Regel industriell hergestellt, indem mineralisches Sch√ľttgut wie zum Beispiel Korund mit einem Bindemittel zu Schleifscheiben, -steinen oder -b√§ndern gef√ľgt wird.
Schleifen z√§hlt gemeinsam mit dem Honen zum Spanen mit gebundenem Korn, w√§hrend beim L√§ppen und Gleitspanen das Korn lose vorliegt. Da die Anzahl der im Eingriff befindlichen K√∂rner ebenso wenig bekannt ist wie ihre Geometrie oder Lage zum Werkst√ľck, z√§hlt das Schleifen, wie auch das Honen und L√§ppen zum Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide. Es ist jedoch bekannt, dass die meisten K√∂rner einen negativen Spanwinkel aufweisen.  Die beim Schleifen als Neben- bzw. Abfallprodukt entstehenden Sp√§ne werden als Schleifstaub bezeichnet.

Das Schleifen eignet sich auch f√ľr harte Werkstoffe wie geh√§rteten Stahl oder Keramik, die bis zum Ende des 20. Jahrhunderts durch Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide wie das Drehen, Fr√§sen oder Bohren nicht zu bearbeiten waren. Daher wurde und wird √ľblicherweise die gew√ľnschte Form der Werkst√ľcke zun√§chst im weichen Zustand durch diese Verfahren grob herausgearbeitet, um nach dem H√§rten durch Schleifen die Endform und Oberfl√§chenqualit√§t zu erreichen. Seit dem Hartzerspanen einerseits und immer leistungsf√§higeren Schleifprozessen andererseits verschwimmt diese Grenze zusehends.

Erreichbare Genauigkeiten
Das Schleifen ist genauer als spanende Verfahren mit geometrisch bestimmter Schneide. Erzielbare Ma√ü- und Formgenauigkeiten beim Schleifen liegen bei Toleranzklasse von IT6 bis IT8 f√ľr das Flachschleifen, IT4 bis IT5 f√ľr das Profilschleifen und IT4 bis IT6 f√ľr das spitzenlos Schleifen. Die erreichbaren Oberfl√§chenqualit√§ten liegen bei Oberfl√§chenrautiefen von Rz 1 bis 6,3 ¬Ķm f√ľr das Flachschleifen, 2,25 bis 4 ¬Ķm f√ľr das Profilschleifen und Spitzenlosschleifen.

Schleifverfahren

Merkmale

Schleifverfahren

Vorschubrichtung

LängsschleifenQuerschleifen

Wirkfläche des Schleifkörpers

UmfangsschleifenStirnschleifen

Zu erzeugende Fläche

Lage: Außenschleifen, Innenschleifen
ArtProfilschleifenFormschleifen
PlanschleifenRundschleifenWälzschleifen

Schnittgeschwindigkeit

Herk√∂mmliches Schleifen, Hochgeschwindigkeitsschleifen

Zustellung

PendelschleifenTiefschleifen

Rauheit

Schrupp- (Grob-), Schlicht-Feinschleifen

Einspannung des Werkst√ľcks

Schraubstockzwischen Spitzenspitzenlos



Quelle: Wikipedia

 

 

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