Industrie-Lexikon

Gesenkschmieden

Das Gesenkschmieden unterscheidet sich vom Freiformschmieden darin, dass das Schmiedest√ľck nahezu v√∂llig vom geschlossenen Werkzeug, dem Gesenk umschlossen wird. Die in das Gesenk vom Formenbauer eingebrachte Gravur bestimmt die Form des fertigen Schmiedest√ľcks. Durch Gesenkschmieden werden vor allem sicherheitsrelevante Teile, wie beispielsweise kleinere Kurbelwellen, Pleuel, Zahnr√§der oder Spurstangenk√∂pfe, Lenkungsteile, Getriebeteile und Verschlei√üteile f√ľr Baumaschinen hergestellt. Der Werkstoff erh√§lt durch das Schmieden einen g√ľnstigen Faserverlauf. Damit wird die Rissempfindlichkeit gesenkt und die Bauteilsicherheit erh√∂ht. Der Nachteil des Gesenkschmiedens ist, dass eine Mindestanzahl von gleichartigen Schmiedest√ľcken hergestellt werden muss, da die Kosten f√ľr ein Gesenk hoch sind. Die Herstellung der Gesenke erfolgt mittels Gravur- bzw. Ausfr√§sen und/oder durch Senkerodieren mit Originalformen im √Ėlbad. 

Der Verfahrensprozess des Gesenkschmiedens l√§sst sich in folgende f√ľnf Abschnitte einteilen: 

1. Erw√§rmen: In der Regel wird beim industriellen Schmieden ein Vierkant- oder Rund-Stahl induktiv oder mittels gasbeheiztem Sto√ü- oder Drehherdofen auf die erforderliche Umformtemperatur von 750 bis 950 Grad Celsius beim Halbwarm- und von 950–1.250 Grad Celsius beim Warmumformen erw√§rmt. 

2. Vorformen: Soll das geschmiedete Bauteil eine komplexe Gestalt mit stark unterschiedlicher Massenverteilung aufweisen, wird es vor dem eigentlichen Gesenkschmiedeprozess vorgeformt, d.h. es findet eine gezielte Massenverteilung statt, die dem endg√ľltigen Schmiedeteil schon relativ nahe kommt. So lassen sich Bauteilfehler durch lokal zu hohe Umformgrade vermeiden bzw. hohe Umformgrade werden √ľberhaupt erst erm√∂glicht. Gleichzeitig werden die Kosten durch geringeren Werkstoffverbrauch gesenkt. 

3. Fertigschmieden: Seine endg√ľltige Gestalt erh√§lt das Schmiedeteil beim Gesenkschmieden im Gesenk, bestehend aus zwei Gesenkh√§lften. Unter hohem Druck eines Schmiedehammers oder einer Schmiedepresse findet hier bei Schmiedetemperatur von rund 1.200 Grad Celsius die gezielte Massenverteilung und endg√ľltige Formgebung statt. 

4. Abgraten und Lochen: Man unterscheidet Kalt- und Warmabgraten. Der Prozess Warmabgraten und Lochen beim Gesenkschmiedeprozess ist direkt dem Gesenkschmiedevorgang nachgeschaltet. Beim Abgraten wird der au√üen am Teil befindliche Grat entfernt. Hierbei wird das Bauteil mittels eines Stempels durch eine Schnittplatte gedr√ľckt. Beim Lochen wird der Innengrat (Butzen) mit Hilfe eines Stempels entfernt. Beim Kaltabgraten wird nach dem Erkalten der Werkst√ľcke in einem Prozess abgegratet und gelocht. Dieses Verfahren wird haupts√§chlich bei sehr fein gliedrigen Schmiedest√ľcken verwendet, beispielsweise bei Schneidwaren. 

5. kontrolliertes Abk√ľhlen (W√§rmebehandlung aus der Schmiedew√§rme): Je nachdem wie schnell oder langsam der Abk√ľhlprozess erfolgt (an statischer Umgebungsluft, unter einem L√ľftergebl√§se oder in einem fl√ľssigen Medium (Wasser, √Ėl, Salzb√§der, w√§ssrige Polymer-L√∂sung)) oder ob dieser in einem oder mehreren Schritten (gestuftes Abk√ľhlen) stattfindet, k√∂nnen dadurch dem fertigen Bauteil zus√§tzliche Materialeigenschaften gegeben werden.

Quelle: Wikipedia

 

 

 

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