Produkte-Nachricht

Elektror airsystems gmbh
Industrieventilatoren - optimierte Auslegung verschafft Anwendern klare Kostenvorteile

Um Energie einzusparen, ist der  Ventilator als Gesamtsystem einer lufttechnischen Anlage zu betrachten. Moderne Simulationstools und der 3D-Druck mobilisieren ein erhebliches Effizienz- potenzial. Mittelständler wie Elektror Airsystems heben dieses Potenzial mit Hilfe einer eigenen Forschungsabteilung. Auch der Einstieg ins Systemgeschäft beruht auf dieser Strategie.

Elektror - Produktionsstandort in Waghäusel
An den Produktionsstandorten in Waghäusel (im Bild) und im polnischen Chorzów fertigt Elektror jährlich weit mehr als 50 000 Ventilatoren. Dank One-Piece-Flow und Montageinseln sind die Fertigungs und Montageprozesse reibungslos aufeinander abgestimmt.

Die Parallele zur Automobilindustrie zieht Ulrich W. Kreher nicht, weil er sich als Autofan bekennt. Angetan ist der GeschäftsfĂĽhrer des Industrieventilatorenherstellers Elektror Airsystems vielmehr von der PS-Branche, da sie sich ĂĽber den bloĂźen Autoverkauf hinaus zunehmend als umfassender Mobilitätsanbieter versteht. „Auch wir verkaufen nicht den Ventilator, sondern Luft als Arbeitsmedium“, formuliert Kreher den Paradigmenwechsel.

Im Falle des mittelständischen Herstellers mit Headquarter in Ostfildern bei Stuttgart dominiert oft die  individuell an den Kundenwunsch angepasste Lösung. FĂĽr Kreher ist die Richtung der Reise klar: Ein ElektrorKunde, der zumeist Hersteller lufttechnischer Anlagen ist, „legt seine Rahmenbedingungen fest und wir liefern die passende Lösung“.

Noch wird das Kundenbedürfnis in der Breite so nicht formuliert. Doch wer wie der schwäbische Mittelständler vielzählige Branchen bedient, den spornt gerade diese Herausforderung an. Denn auf der einen Seite unterliegt das Standardprodukt Ventilator als Katalogware, die Elektror gleichsam bietet, einem massiven Wettbewerb. Masse und Kostendruck regieren hier. Auf der anderen Seite tummelt sich eine Vielzahl von Anbietern, die vornehmlich Großventilatoren in Losgröße eins projektieren.

Zwar bedient Elektror auch diese beiden Marktsegmente und vereint Standardprodukt mit Kundenwunsch. Im Vorteil sieht Kreher sein Unternehmen aber dort, wo die Individualisierung bei kleinen StĂĽckzahlen gefordert ist. Schon seit geraumer Zeit bietet der von Karl W. MĂĽller 1923 in Esslingen am Neckar als Elektro-Motoren-Handelsgesellschaft gegrĂĽndete heutige Ventilatorenspezialist vermehrt Serviceleistungen und ProjektunterstĂĽtzung an. Die Kunden goutieren dieses Angebot nicht nur, sie forcieren es auch, indem sie „vermehrt UnterstĂĽtzung bei der Projektierung einfordern“, schildert der GeschäftsfĂĽhrer den Trend. Konsequent wurden deshalb die Arbeitsgebiete samt der Organisation im Stammwerk und dem Produktionsstandort im nordbadischen Waghäusel darauf hin ausgerichtet. Dies geht so weit, dass Kreher heute die UnterstĂĽtzungsleistung als strategisches Instrument einsetzt, um sich im Wettbewerb zu differenzieren.

Elektror - Geschäftsführer Ulrich W. Kreher
Geschäftsführer Ulrich W. Kreher

Dieses Vorgehen ist gerade bei den anspruchsvollen industriellen Luftlösungen unumgänglich. Radial- und Axialventilatoren in Nieder-, Mittel- und Hochdruckausführungen sowie Seitenkanalverdichter bilden das Spektrum der Elektror-Industrieventilatoren. Der lufttechnische Einsatzbereich dieser Strömungsmaschinen ist durch die Branchenorientierung und den damit verbundenen Einsatzfeldern immens breit gefächert. So wird ein Luftstrom überall in der Industrie benötigt, wo

• zielgenau dosiert wird,
• Materialien an einer Stelle zu fixieren sind,
• Arbeitsprozesse beheizt und,
• Räume oder Behälter be- oder entlüftet werden,
• gefördert, gekĂĽhlt, getrocknet oder Unterdruck  erzeugt wird sowie
• in hochsensiblen Einsatzfällen Explosionsschutz nach Atex gefordert wird.

Bei alldem fertigt kein Anwenderunternehmen die gleichen Teile an oder hat identische Produktionsabläufe und Aufgabenstellungen. Rund 50 000 jährlich verkaufte Ventilatoren bei eher kleiner Losgröße, eine Klientel, die vom Kleinstbetrieb bis zum global agierenden Konzern reicht – solche Eckpunkte deuten das AusmaĂź des Feldes an, das der mittelständische Hersteller bespielt.


Elektror - Kleinskalierte Prototypen-Laufräder
Kleinskalierte Prototypen-Laufräder, hergestellt durch Selektives Lasersintern in Kunststoff, werden bei Elektror für Messungen mit bis zu 18 000 min-1 betrieben

Dabei bildet das Gebläse das Herzstück einer jeden lufttechnischen Anlage. Beim individuellen Zuschnitt geht es aber nicht um mehr oder weniger Technik. Im Fokus steht vielmehr das Zusammenspiel zwischen Ventilator und Anlage, das es zu optimieren gilt. Diese Aufgabe wird immer forschungsintensiver. Um technologisch am Ball zu bleiben, leistet sich das 320-Mitarbeiter-Unternehmen eine eigene anwendungsnahe Forschungsabteilung unter der Leitung von Stefan Recker. Der diplomierte Ingenieur kann sich durch seine Promotionsarbeit an der Universität Stuttgart auf ein fundiertes wissenschaftliches Know-how stützen.

Mit der neuen Abteilung „Technologieentwicklung und Simulation“ hat sich Elektror-Chef Ulrich W. Kreher den langgehegten Wunsch erfĂĽllt, den F+E-Bereich auszubauen. „Nur durch Investition in Forschung und wissenschaftliche Arbeit können wir sicherstellen, wichtige Trends nicht zu verpassen und unsere technischen Möglichkeiten und Produkte immer up to date zu halten“, formuliert Stefan Recker die Zielvorgabe an sich und sein Team. Damit verbunden ist auch, ständig Wissen und Kernkompetenzen im eigenen Haus auf- und auszubauen. Ein weiterer Doktorand hat seine Stelle bereits angetreten.

Elektror - Messungen
Um einen nennenswerten Einfluss des Materials auszuschließen, werden Messungen von identischen Laufrädern aus Aluminium und aus Kunststoff durchgeführt

Mit dieser vor zwei Jahren gestarteten Maßnahme liegt Elektror im Trend. Die Optimierung des Produktentwicklungsprozesses ist eine der Top-10-Aktivitäten, die der deutsche Maschinen- und Anlagenbau für 2017 plant. Dies hat der soeben veröffentliche Operations- Effizienz-Radar von Roland Berger und dem Internationalen Controller Verein (ICV) ergeben, der die diesjährigen Firmenplanungen analysiert. Service und ein optimiertes Produktportfolio gelten demnach als die TopHebel für die unternehmerische Agenda.

Massiv in die Kompetenzentwicklung investiert
Dass Ventilatorenhersteller wie Elektror massiv in die Kompetenzentwicklung investieren, liegt auf der Hand. Sie mĂĽssen von Grund auf verstehen, wie ein Ventilator im eingebauten Zustand wirkt, damit das Gebläse die definierte Luftmenge fĂĽr die vorgesehene Aufgabe stabil bereitstellt. Nur mit diesem Verständnis lässt sich das Optimum aus Laufrad, Motor, Gehäuse und gegebenenfalls Frequenzumrichter oder Ansteuerelektronik ökonomisch wie auch ökologisch erzielen. Ebenso mĂĽssen die luftfĂĽhrenden Anlagenteile betrachtet werden. „Ein an sich effizient gestalteter Ventilator bringt nicht die Leistung, wenn die Anlage durch schnelle Querschnittsänderungen oder zu enge Abschnitte den Ventilator ausbremst“, lenkt Stefan Recker den Fokus auf das Zusammenspiel von Ventilator und Anlage, um das es bei jeder Betrachtung gehe.

Grundsätzlich liegen die größten zu hebenden Potenziale im Bereich von Effizienz und Geräusch. Begriffe wie Energieeffizienz sind wichtige Kriterien für die Kaufentscheidung. Denn in einer lufttechnischen Anlage sind Ventilatoren die maßgeblichen Stromverbraucher. Der effiziente Einsatz von Energie sei in den letzten Jahren noch präsenter geworden, schildert Stefan Recker den Status quo. Nicht zuletzt die Ökodesign-Richtlinie ErP und verschiedene IE-Verordnungen mit Blick auf den Wirkungsgrad für Standard-Drehstrommotoren hätten zu Fortschritten geführt. Dazu beitragen würden auch Frequenzumrichter-betriebene Systeme, die die riemengetriebenen Lösungen weiter verdrängten.

Elektror - Simulation
Per Simulation untersucht Elektror das Strömungsverhalten im Ventilator bei verschiedenen Betriebs- zuständen. So können gezielt Maßnahmen entwickelt werden, etwa zur Reduzierung der Wirbelbildung, was der Effizienz wie auch der Schallreduzierung zu Gute kommt.

Ăśberdies spielt laut Recker die Schallemission eine wachsende Rolle, was „der Entwicklung schallreduzierter Systeme einen Schub verliehen hat“, fĂĽhrt der Entwicklungsteamleiter weiter aus. Ein Muss ist dies vor  allem bei Hochdruckventilatoren, die ein Schwerpunkt bei Elektror sind. Der Trend geht hier klar in Richtung höhere Drehzahlen, was wiederum zu effizienteren und kompakteren Systemen fĂĽhrt. Doch höhere Laufraddrehzahlen erfordern es, die Geräuschentwicklung zu optimieren. Vor allem bei der schnelldrehenden Hochdruckvariante gelingt es, durch entsprechenden Materialeinsatz die Eigenfrequenz der Gehäusestruktur gezielt zu verschieben und einen schwingungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Die Anforderung an die Geräuschentwicklung, aber auch an die Lebensdauer wĂĽrde seitens der Anlagenbauer immer größer, weiĂź Recker, da deren Kunden wiederum solche Lösungen wĂĽnschten.

Hier spielt Elektror vor allem der Trend in die Hände, ganze Anlagenteile bereitzustellen, in denen der eigentliche Ventilator nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. „Unsere Kunden fordern hier mehr Zukauflösungen und möchten sich weniger um die Entwicklung lufttechnischer Systeme im eigenen Haus kĂĽmmern“, sagt Recker. Damit nehme auch der Bedarf an Dienstleistungen wie Strömungs- und Festigkeitsberechnung zu. Mit solchen Werkzeugen und Optimierungsmethoden lassen sich Veränderungen in die gewĂĽnschte Richtung schneller herbeifĂĽhren. Hausintern entwickelte Vorauslegungsprogramme unterstĂĽtzen Recker und sein Team, bei Neuauslegungen die optimale Laufrad- und Gehäusegeometrie in Echtzeit ebenso zu bestimmen wie sämtliche auftretenden Systemkräfte, die vor allem bei den mit mehr als 6000 min-1 drehenden Ventilatoren immer wichtiger werden.

„Die letzten fĂĽnf Prozent holen wir per Simulation oder Rapid Prototyping heraus“, erläutert Stefan  Recker, während er ein 3D-gedrucktes Kunststoffmodell eines Laufrades in der Hand hält und mit der Kuppe des Zeigefingers ĂĽber eine konisch geformte LĂĽfterschaufel streicht. Ăśberhaupt ermöglicht der 3D-Druck Elektror deutlich mehr Optimierungsschleifen, was dazu beiträgt, hochwertigere und effizientere Produkte zu entwickeln. Während ein konventionell erstelltes Muster fĂĽr die Vorentwicklung rund drei Wochen benötigt, liegt die gedruckte Version bereits nach wenigen Tagen im Messraum bereit.

Dieser inzwischen im Hause etablierte Entwicklungsweg fĂĽhrt nicht nur zum gewĂĽnschten Qualitätsergebnis. Auch die Durchlaufzeit eines kundenindividuellen Projektes lässt sich dadurch auf wenige Wochen verkĂĽrzen. Und selbst die Entwicklung einer völlig neuen Baureihe mit derlei Optimierungsschritten scheint im  Turbogang möglich zu sein – auch wenn „dafĂĽr etliche Laufräder zu drucken waren, um die Feinheiten abzubilden und das Optimum herauszuholen,“ erläutert Recker diesen Teil des Entwicklungsprozess des brandneuen Radialventilators A-HP.

Was im FrĂĽhjahr 2016 mit ersten Gesprächen begann, feiert auf der diesjährigen Hannover Messe  Premiere. Zwei erste serienreife Geräte mit einem  Gehäuse aus Aluminiumguss werden dort erstmals dem Fachpublikum präsentiert. „In einem Jahr von der Grundidee zur fertigen Baureihe – hätten wir das vor fĂĽnf Jahren behauptet, wären wir ausgelacht worden“, sagt GeschäftsfĂĽhrer Kreher schmunzelnd. Neben der Schnelligkeit kommen zudem die in den letzten Jahren geschaffenen Optimierungsentwicklungen zum Tragen. „Hier konnten wir bei Effizienz, Kompaktheit, Geräuschentwicklung und Preis einiges verbessern, was dieser Baureihe zugutekommt“, ergänzt Entwicklungsspezialist Recker.

Elektror - Komplettsystem
Ein Komplettsystem in Form eines Luftschranks legt bei Elektror den Grundstein für ein neues Geschäftsfeld. Die Containerlösung lässt sich auf jede Anforderung hin modifizieren

Elektror krempelte bei diesem Projekt das Procedere radikal um und hat sich damit Effizienzreserven erschlossen. Die Methode, die hinter dem Innovationsprozess steckt, lässt sich so zusammenfassen: Aufbau der Forschungsabteilung und deren Zusammenspiel mit der Konstruktionsabteilung, gepaart mit Tools fĂĽr Vorentwicklung und -auslegung sowie Optimierungsstrategien wie Simulation und Rapid Prototyping. Erstmals sei ein Projekt quer ĂĽber alle Abteilungen hinweg, bis hin zu Produktmanagement und Vertrieb, mit definierten Schnittstellen sukzessive durchgezogen worden, lobt  Ulrich W. Kreher das ressortĂĽbergreifende Teamwork, und fĂĽgt hinzu, dass „das A-HP-Projekt fĂĽr sein Haus wegbereitend war“.

Auch die zweite Neuheit, die Elektror auf der Hannover Messe im April vorstellen wird, ist kein kreatives Zufallsprodukt. Sie legt sogar den Grundstein fĂĽr ein neues Geschäftsfeld: ein Komplettsystem in Form eines Luftschrankes, dessen Komponenten sich dezentral steuern lassen. Diese Lösung macht es obsolet, Venti- latoren an unterschiedlichen Stellen einer Anlage verbauen zu mĂĽssen. „Der Kunde erhält nicht nur einen Ventilator, sondern eine ganze Lösung“, kĂĽndigt der GeschäftsfĂĽhrer den Einstieg ins Systemgeschäft an. Das Rundum-Sorglospaket soll den Kunden vom Aufwand des Projektierens einzelner Ventilatoren entlasten und einen groĂźen Effizienzvorteil verschaffen, betont  Kreher, der auf einen erfolgreichen Einsatz des Luftschranks im Kundeneinsatz verweist. Per Plug&Blow, also hinstellen und los bläst’s, habe der Anwender einen Qualitätssprung verzeichnet. FĂĽr die an vielen Stationen benötigte Luft waren zuvor zahlreiche AnschlĂĽsse nötig, was auch zu Druckverlusten fĂĽhrte. Nun ist alles in einem komplett ausgestatteten und geräuschgedämmten Container integriert. „Der Luftschrank ist individuell auf den Kundenbedarf abgestimmt, die Vorgehensweise aber ist standardisiert“, sieht Stefan Recker den doppelten Nutzen. Einerseits profitieren auch andere Abnehmer davon, weil sich die Container-Lösung auf jede Anforderungen hin modifizieren lässt. Andererseits kann Elektror zĂĽgig liefern, da die Organisation wie auch die Prozesse im Haus derzeit aufgebaut werden.

„Wenn man uns von Anfang an in die Entwicklung mit einbindet“, appelliert GeschäftsfĂĽhrer Kreher an die Entscheider in den Unternehmen, „fĂĽhrt dies zu besseren Lösungen, die oftmals viel Geld sparen“. Den Kunden im Systemgedanken zu unterstĂĽtzen, ist das eine bei Elektror. Das andere ist der Fokus auf die Anspruchsvollen unter den Kunden. „Wir brauchen die kleinen und mittleren Anwender, aber die groĂźen sind unsere Treiber“, sagt Ulrich W. Kreher. Deren Anspruchsdenken verändere die Technologie auf dem Markt. Indem sein Unternehmen diese Entwicklungen aufgreife, bringe dies auch andere Anwender weiter. •

 
Stefan Recker: „Den intelligenten Ventilator gibt es bereits“

Antriebe kommunizieren immer intelligenter – Ventilatoren auch?
Noch nicht in dem MaĂźe wie bei den Antrieben. Positiv ist es, dass unsere Ventilatoren zunehmend mit Frequenzumrichtern betrieben werden – auch solche, die direkt am Netz laufen wĂĽrden. GrĂĽnde sind hierfĂĽr die niedrigeren Preisen bei der Elektronik und die Möglichkeiten der Drehzahlregelung, um den Ventilator bedarfsgerecht in der Anlage betreiben zu können. Gestiegen ist auch die Nachfrage an Lösungen zur Schwingungs- und TemperaturĂĽberwachung. Intelligente Lösungen wie etwa zur selbstständigen Nachregelung der Luftkennlinie bieten wir ebenfalls. Doch hier ist die Nachfrage noch verhalten, da der finanzielle Aufwand fĂĽr unsere Kunden noch zu hoch ist.

Braucht es ĂĽberhaupt den Ventilator 4.0?
Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten, da auch hier der Kostenaspekt vorrangig ist. Wir untersuchen bereits die Einsatzmöglichkeiten integrierter kostengünstiger Sensorik im Ventilatorgehäuse. So haben wir bereits Ventilatoren damit ausgerüstet, um beispielsweise die Kräfte an den Lagern zu ermitteln. Letztendlich gibt es den intelligenten Ventilator heute schon. Die Module dafür sind ja nicht teuer, aber sie müssen intelligent integriert werden. Diese Entwicklungsarbeit leisten wir, indem wir über Auswertungen sehr viele Erfahrungen sammeln. Kunden werden allerdings nur einen Mehrwert sehen, wenn die Sensorik einen Bruchteil des Ventilators kostet. Diese Frage wird uns noch eine Weile beschäftigen. Jedenfalls setzen wir uns jetzt schon damit auseinander und versuchen, kostengünstige und einfache Lösungen anzubieten.

Welchen Ansatz verfolgt Ihr Unternehmen hier?
Aktuell prüfen wir, welchen Mehrwert wir mit kostengünstigen Sensoren erzielen können und wie es mit der Industrietauglichkeit aussieht.

Sehen Sie Einsatzbereiche, die aus heutiger Sicht noch als unerreichbar gelten?
Wir sehen, dass die Ventilatoren immer mehr in Bereiche vorstoßen, die bisher anderen Verdichtertechnologien vorbehalten waren. So konkurrieren kompakte schnelldrehende Hochdruckventilatoren mit ihrer vergleichsweise deutlich höheren Energieeffizienz beispielsweise mehr und mehr mit klassischen Seitenkanalverdichtern. Auch der gezielte Einsatz mehrerer Ventilatoren im Verbund wird hier noch interessanter werden, um den Bedarf an höheren Drücken und Volumenströmen zu decken.

Stefan Recker leitet den Bereich Technologieentwicklung und Simulation bei Elektror.

Elektror - Stefan Recker 


Bei Elektror bricht die Ă„ra der Systeme an
Wer als Komponentenlieferant vornehmlich Anlagenbauer bedient, fĂĽr den gehört die passgenaue Individuallösung zum Tagesgeschäft. Elektror nutzt dafĂĽr sein Domain-Knowhow rund um den Industrieventilator  Das zukĂĽnftige Kern-Knowhow schlieĂźt Komplettlösungen ein. Sicher kein umwälzender Innovationsprozess, aber einer, der Wertschöpfung generiert – intern bei Elektror, extern bei den Kunden.

Dietmar Kieser
Stv. Chefredakteur Industrieanzeiger

Elektror - Dietmar Kieser


Quelle
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 03/2017 der Zeitschrift Industrieanzeiger.
Website: http://industrieanzeiger.industrie.de


Ăśber die Elektror airsystems gmbh
Elektror ist ein international führender Hersteller auf dem Gebiet der Radialventilatoren, Axialventilatoren und Seitenkanalverdichter. Das Unternehmen verbindet Produktinnovationen, Produktqualität und kundenorientierte Dienstleistungen zu- kunftsweisend miteinander und die Unternehmensphilosophie ist durch eine ganz außergewöhnlich starke Kundenorientierung geprägt.

Elektror beschäftigt heute im Stammhaus in Ostfildern (Landkreis Esslingen), an zahlreichen internationalen Vertriebsstandorten sowie an den Produktionsstandorten Waghäusel (D) und Zabrze (PL) rund 190 Mitarbeiter. Am Stammsitz Ostfildern sind die Geschäftsleitung sowie die Bereiche Vertrieb, Technik & Konstruktion, Forschung & Entwicklung, Einkauf, Verwaltung, Marketing und die Leitung des Qualitäts- und Umweltmanagements angesiedelt.

Aufgrund der umfassenden Einsatzmöglichkeiten von Luft ist Elektror in nahezu allen Branchen der Industrie sowie des verarbeitenden Gewerbes vertreten. Schwerpunkte der Tätigkeit liegen in folgenden Branchen: Absaugungs-, Trocknungstechnik, Nahrungs-/Genussmittelindustrie, Kälte-/Klima-/Wärme- und Wassertechnik, Umwelttechnik, Fördertechnik, Textilindustrie, Verpackungstechnik und Druckindustrie.

Durch die exakt aufeinander abgestimmten Prozesse ist Elektror in der Lage, alle Standardprodukte innerhalb von 5 Tagen nach Auftragseingang auszuliefern. Kundenspezifische Ausprägungen werden innerhalb von 15 Tagen geliefert. Damit setzt Elektror Maßstäbe innerhalb seiner Branche.

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