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DACHSER Spedition AG
Lieferketten neu gedacht

Die Weltkonjunktur zieht wieder an. Doch einer sprunghaft gestiegenen Nachfrage stehen nicht nur die weiter schwelende Pandemie, sondern zunehmend auch MaterialengpĂ€sse entgegen. FĂŒr die Lieferketten und globalen Netzwerke ist dies eine historische Herausforderung und BewĂ€hrungsprobe. Eine völlige Abkehr von der Globalisierung ist jedoch keine Alternative.

Dachser - Logistik hÀlt die Lieferketten in Gang
Logistik hÀlt die Lieferketten in Gang

Es ist ein bisschen so wie mit dem tĂ€glichen ZĂ€hneputzen – man muss nicht groß darĂŒber nachdenken, es erscheint selbstverstĂ€ndlich. Ähnlich verhĂ€lt es sich mit den Lieferketten in unserer umfassend globalisierten Wirtschaft. Wo bedarfsgerecht, idealerweise just-in-time produziert wird und Produkte und Vorprodukte zu den Abnehmern kommen mĂŒssen, leisten globale Logistiknetzwerke ihren Dienst mit einem ausgefeilten, umfassend digitalisierten Lieferketten-Management. Und mit Menschen, die GĂŒter aller Art dann auch fachgerecht physisch bewegen. In „normalen“ Zeiten geschieht dies weitestgehend gerĂ€usch- und reibungslos, den eigenen Steuerungsmechanismen und den Erwartungen der Kunden folgend. Eben so selbstverstĂ€ndlich wie das tĂ€gliche ZĂ€hneputzen.

In der Pandemie sind allerdings viele Gewissheiten ins Wanken geraten. Immer wieder kommt es zu Störungen bei den weltweiten Lieferketten, die Ursachen dafĂŒr sind vielfĂ€ltig. Wie beispielsweise die Havarie des Container-Riesen „Ever Given“ im Suez-Kanal, der einen gigantischen Container-Stau auf einer der wichtigsten globalen Verkehrsadern nach sich zog. Oder wenn WelthĂ€fen in China und SĂŒdamerika entweder corona- oder streikbedingt ihre KapazitĂ€t drosseln mĂŒssen. Oder als Unwetter in Sri Lanka und verstopfte HĂ€fen in Australien den Pulsschlag globaler Lieferketten im asiatisch-pazifischen Raum ins Stottern brachten. Und dann noch der aufgestaute Konsumhunger in den USA, der in Folge eines Billionen-schweren Konjunkturpakets zu Rekord-Importmengen und Knappheit an Lkw-KapazitĂ€ten zur Weiterverteilung fĂŒhrte.

Schließlich sorgt die „Chip-Krise“ fĂŒr Schlagzeilen. Corona erweist sich als Turbo der Digitalisierung und lĂ€sst die Hersteller von Halbleitern nicht mehr hinterherkommen. Die Auswirkungen sind gravierend: Produktionen in SchlĂŒsselindustrien wie im Automobil- oder im Maschinenbau stecken fest. Hersteller mĂŒssen ihre Kunden vertrösten und teilweise wieder ProduktionsbĂ€nder anhalten.

Aufschwung, der Mangel erzeugt
EngpĂ€sse und Materialmangel sind „die“ Reizthemen der Industrie im Jahr 2021. Die Ursachen dafĂŒr sind vielschichtig. Entscheidend fĂŒr die Akteure ist dabei jedoch, dass die EngpĂ€sse nicht Ausdruck einer Krise, sondern des heiß erwarteten Konjunkturaufschwungs sind. KapazitĂ€ts- und MaterialengpĂ€sse, so die ifo-Ökonomen, seien dabei nicht unnormal. Als es nach der Wirtschafts- und Finanzkrise 2011 wieder aufwĂ€rts ging, schlug der Materialmangel mit 19 Prozent zu Buche. In der aktuellen Corona-Krise hemmt ein Defizit von 64 Prozent die anspringende Konjunktur – fĂŒr Ökonomen ein sicheres Indiz fĂŒr die noch lange spĂŒrbaren Wirkungen der Pandemie.

„Die in der Pandemie mit hohem Aufwand und dem Engagement der Mitarbeiter aufrechterhaltene ZuverlĂ€ssigkeit und Performance zahlen sich jetzt aus. DACHSER wird als StabilitĂ€tsfaktor im Markt gesehen.“ Burkhard Eling, CEO DACHSER

„Problematisch sind auch die teilweise stark gestiegenen Einkaufspreise“, sagt Klaus Wohlrabe, vom ifo Zentrum fĂŒr Makroökonomik und Befragungen in MĂŒnchen. „Derzeit bedienen die Hersteller die Nachfrage noch aus ihren Lagern an Fertigwaren. Aber die leeren sich nun auch zusehends.“

FĂŒr die Logistik heißt all dies: Sie ist als Partner und Lösungsanbieter gefragter denn je. Denn ohne sie ist der Aufschwung unter den aktuell herrschenden Bedingungen nicht zu schaffen. Die Voraussetzung dafĂŒr ist ein robustes und ausbalanciertes Netzwerk, das wie bei DACHSER auch unter den Stressbedingungen der Pandemie jederzeit leistungs- und steuerungsfĂ€hig bleibt und so seine „Systemrelevanz“ Tag fĂŒr Tag unter Beweis stellen kann. DACHSER ist fĂŒr den Aufschwung gerĂŒstet: „Die Aufholeffekte der Wirtschaft spiegeln sich unmittelbar in der mengenmĂ€ĂŸigen Auslastung des DACHSER Netzes wider. Die in der Pandemie mit hohem Aufwand und dem Engagement der Mitarbeiter aufrechterhaltene ZuverlĂ€ssigkeit und Performance zahlen sich jetzt aus. DACHSER wird als StabilitĂ€tsfaktor im Markt gesehen“, stellt DACHSER CEO Burkhard Eling fest.

Dachser - Das DACHSER Netzwerk trotzt der Krise
Das DACHSER Netzwerk trotzt der Krise

Volle AuftragsbĂŒcher – hohe Frachtraten
Sinnbild fĂŒr globale Lieferketten ist der Seecontainer. In der Seefracht sind derzeit die fehlenden Container-KapazitĂ€ten in den europĂ€ischen HĂ€fen, wo VerspĂ€tungen mittlerweile die Regel sind, besonders schmerzhaft spĂŒrbar. Allerdings ist Licht am Horizont erkennbar. „Es bleibt abzuwarten, wie sich pandemiebedingte Abfertigungsprobleme auf den Meeren, den HĂ€fen oder im Hinterland entwickeln und wie lange es dauert, bis die Backlogs abgearbeitet werden können“, schĂ€tzt Edoardo PodestĂ , COO Air & Sea Logistics bei DACHSER. Die Reeder rechneten mit einer vollstĂ€ndigen Auslastung auf nahezu allen Handelsrouten bis mindestens Ende des Jahres. „Nach den Störungen der letzten Monate erleben wir eine extrem hohe Nachfrage nach GebrauchsgĂŒtern, die durch das US-Wirtschaftshilfepaket und den ökonomischen Aufschwung auch in Europa angekurbelt wird“, so PodestĂ . „Hinzu kommt eine starke Nachfrage nach Möbeln sowie Bau- und Renovierungsmaterial. Auch die Automobilindustrie kommt nach den tiefen RĂŒckschlĂ€gen der letzten beiden Jahre wieder in Gang – mit großer Transportnachfrage nach Automotive-Teilen.“

Hohe Seefrachtraten wirken sich zugleich auf eine gestiegene AttraktivitĂ€t der Luftfracht aus. War der Versand mit Flugzeugen vor der Krise etwa zwölfmal so teuer wie die Seefracht, so lag die Rate im Mai 2021 „nur“ sechsmal ĂŒber dem Seetransport. In der ersten HĂ€lfte des Jahres hatte DACHSER bereits mehr als 100 CharteraktivitĂ€ten durchgefĂŒhrt, wobei regelmĂ€ĂŸig zwölf verschiedene AbgangsflughĂ€fen und 15 verschiedene EmpfangsflughĂ€fen bedient wurden.

Angesichts knapper KapazitĂ€ten auf Containerschiffen wie auch im Bauch von Flugzeugen (die sogenannte „Belly Freight“ im Frachtraum von Passagierflugzeugen) erwartet DACHSER CEO Burkhard Eling auch in der zweiten JahreshĂ€lfte 2021 keine wesentliche Entspannung der Situation, was weiterhin hohe Frachtraten nach sich ziehe, die sich zwangslĂ€ufig auch in der Preisentwicklung von GĂŒtern und dann auch von Logistikdienstleistungen widerspiegeln mĂŒsste.

Die Aufholeffekte der Wirtschaft bilden sich unmittelbar in der mengenmĂ€ĂŸigen Auslastung des DACHSER Netzwerkes ab, insbesondere des Road-Logistics-Netzes. „Bei den Landverkehren hat der Bedarf an Laderaum und damit an Fahrpersonal stark zugenommen“, berichtet DACHSER COO Road Logistics Alexander Tonn. DACHSER habe auf EngpĂ€sse mit verschiedenen Maßnahmen reagiert, zum Beispiel den Fokus auf das Thema  Planbarkeit der Transporte sowie die Bildung einer ‚Task Force‘ mit eigenen hervorragend ausgebildeten Berufskraftfahrern gelegt. Dennoch bleibe die Situation in Europas Landverkehren angespannt. „Die Liegezeiten in den Umschlaglagern haben sich teilweise, aufgrund des gestiegenen B2C-Anteils, bedeutend verlĂ€ngert, das geht zu Lasten der Effizienz, macht die Avisierungsprozesse aufwĂ€ndiger und treibt die Kosten“, so Tonn. Sorgen bereiten ihm der derzeit hohe Holzpreis, der sich drastisch auf die Palettenpreise auswirkt und dazu fĂŒhrt, dass Packmitteldienstleister nicht mehr in der Lage sind, Paletten in ausreichender Menge und QualitĂ€t zur VerfĂŒgung zu stellen.

FĂŒr DACHSER CEO Burkhard Eling kommt in dieser sehr speziellen Aufschwungsituation einem robusten und ausbalancierten Netzwerk eine SchlĂŒsselrolle zu. „Alle Kunden haben mit einem enormen Warendruck aus der Pandemie zu kĂ€mpfen. Entweder sind die Waren fĂŒr einen spĂ€teren passenden Zeitpunkt eingelagert, oder es wird versucht, diese mit speziellen Rabattaktionen in den Markt zu bringen. FĂŒr die Logistik heißt dies, dass der Faktor QualitĂ€t noch wichtiger im Wettbewerb wird“, so Eling. DACHSER unterstĂŒtze seine Kunden ĂŒber eine flexible Steuerung in der eigenen Netzwerkorganisation dabei, die Time-to-Market weiter zu verkĂŒrzen und neue GeschĂ€ftsmodelle mit entsprechenden, maßgeschneiderten Lösungen mit voranzubringen.

Wenn sich GeschĂ€ftsmodelle Ă€ndern, stellt sich vielerorts auch die Frage, ob bei der Gelegenheit nicht auch das Rad der Globalisierung zurĂŒckgedreht und MĂ€rkte gegenĂŒber externen Risiken abgeschottet werden mĂŒssten. Ökonomen des ifo Instituts sprechen sich klar gegen eine allgemeine RĂŒckverlagerung von Produktionen und gegen staatliche Eingriffe in Lieferketten aus. „Eine RĂŒckverlagerung wĂŒrde zu enormen Einkommensverlusten fĂŒhren“, warnte die Leiterin des ifo Zentrums fĂŒr Außenwirtschaft, Professorin Lisandra Flach. Vielmehr sollten die Bezugsquellen der Wirtschaft international vielfĂ€ltiger werden. Freihandelsabkommen könnten Handelskosten senken und die AbhĂ€ngigkeit von einzelnen LĂ€ndern verringern. Der EU-Binnenmarkt sollte vertieft und die Welthandelsorganisation gestĂ€rkt werden, forderte die Expertin.

„Wir sehen auch bei vielen unserer Kunden, dass die zukĂŒnftige Ausgestaltung der Lieferketten in den Fokus gerĂŒckt ist“, erlĂ€utert  DACHSER CEO Burkhard Eling. „Ein großer Teil durchleuchtet die Supply Chains insbesondere unter dem Aspekt der Sicherheit und Resilienz und sucht flexiblere Transportoptionen.“ Burkhard Eling ist gleichzeitig ĂŒberzeugt, dass die weltweiten Lieferketten weiter bestehen bleiben werden. „Eine umfassende Verlagerung von Supply Chains oder gar die Abkehr von der Globalisierung steht nicht auf der Agenda unserer Kunden.“ Eine komplette Nationalisierung sei auch „suboptimal und risikoreich“, eine Vorkehrung fĂŒr Krisen könne vielmehr der „intelligente Mix an regionalen und globalen Produktionsstrukturen“ sein. Auch die Lagerhaltung werde auf lokaler Ebene ausgebaut, um bei Unterbrechungen der Lieferkette besser abgesichert zu sein.

Mehr denn je seien in Zukunft deswegen „flexibel strukturierte Logistiknetzwerke gefragt, die verschiedene VerkehrstrĂ€ger optimal auf den jeweiligen Kunden abgestimmt miteinander kombinieren können“, so Eling. DACHSER habe in der Pandemie gezeigt, dass der Logistikdienstleister und die Menschen, die das Netzwerk mit Leben erfĂŒllen, fĂŒr die Lieferketten der Zukunft bestens aufgestellt sind.


Firmenprofil
Die Dachser Spedition AG (Dachser Schweiz) ist eine Tochtergesellschaft des Transport- und Logistik- dienstleisters Dachser mit Hauptsitz in Kempten, Deutschland. Die erste Niederlassung in der Schweiz wurde 1967 eröffnet. Dachser Schweiz ist heute an elf Standorten prÀsent

Das 1930 gegrĂŒndete Familienunternehmen Dachser mit Hauptsitz in Kempten, Deutschland, zĂ€hlt zu den fĂŒhrenden Logistikdienstleistern Europas. Das Unternehmen bietet Transportlogistik, Warehousing und kundenindividuelle Services innerhalb von zwei grundlegenden Business Fields an: Dachser Air & Sea Logistics (Luft- und Seefracht) und Dachser Road Logistics (Landverkehr). Road Logistics wiederum teilt sich in die beiden Business Lines Dachser European Logistics (IndustriegĂŒter) und Dachser Food Logistics (Lebensmittel). Mit den Business Lines betont Dachser die drei SĂ€ulen, auf denen das GeschĂ€ftsmodell des Unternehmens ruht. Übergreifende Dienstleistungen wie Kontraktlogistik und Beratung sowie branchenspezifische Lösungen ergĂ€nzen das Angebot. Ein flĂ€chendeckendes europĂ€isches sowie internationales Transportnetzwerk und komplett in
tegrierte Informationstechnik sorgen fĂŒr weltweit anwendbare Logistiklösungen.

Dachser - LogoDACHSER Spedition AG
Althardstrasse 355
8105 Regensdorf

Tel. +41 44-872 11 00
Fax +41 44-872 11 98

dachser.regensdorf@dachser.com
www.dachser.ch

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