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Industrie-Schweiz - News-Corner 25.08.2026 Metall Zug: Ergebnis für das für das erste Halbjahr 2026
Metall Zug verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 sichtbare operative Fortschritte. Alle operativen Geschäftsbereiche verzeichneten eine positive Geschäftsentwicklung und erzielten Wachstum. Die Gruppe profitierte von den weitergeführten Massnahmen zur Ergebnisverbesserung. Dank höherer Effizienz und einer angepassten Kostenbasis kehrte das Operative Ergebnis (EBIT vor Ergebnis strategischer Beteiligungen) wieder in die Gewinnzone zurück. Dies trotz negativer Währungseffekte, US-Zöllen und weiterhin herausfordernden Marktbedingungen.
Besonders deutlich zeigte sich die Verbesserung bei Haag-Streit. Der Geschäftsbereich Medical Devices steigerte den Umsatz und profitierte dabei von höheren Stückzahlen im Kerngeschäft Spaltlampen. Dank struktureller Anpassungen sowie der zusätzlich reduzierten Kostenbasis, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung, kehrte der Geschäftsbereich in die Gewinnzone zurück. Nach umfangreichen Investitionen in Forschung und Entwicklung in den letzten Jahren erfolgt bei Haag-Streit eine deutliche Verjüngung des Produktportfolios als Basis für künftiges Wachstum.
Auch das Generationenprojekt Tech Cluster Zug erzielte wichtige Fortschritte. Mit SHL Medical ist der erste industrielle Drittnutzer neben V-ZUG auf das Areal gezogen. Die geplante ETH Learning Factory Zug steht weiterhin im politischen Prozess, dessen Abschluss im Januar 2027 erwartet wird. Ziel des Generationenprojekts ist es, auf dem Areal ein zukunftsorientiertes Umfeld zu schaffen, in dem Industrie, Forschung, Bildung, Gewerbe und Wohnen eng miteinander verbunden sind.
Der ausgewiesene Nettoerlös der Metall Zug Gruppe stieg leicht auf CHF 95.6 Mio. (Vorjahr: CHF 94.2 Mio.). Dieser wurde durch negative Währungseinflüsse - insbesondere den schwächeren US-Dollar - belastet. Währungsbereinigt resultierte ein organisches Wachstum von 5.5%. Das Operative Ergebnis der direkt geführten Geschäftsbereiche kehrte mit CHF 2.3 Mio. wieder in die Gewinnzone zurück und lag damit wesentlich über dem Vorjahreswert von CHF -7.4 Mio. Der EBIT verbesserte sich auf CHF -3.7 Mio. nach CHF -12.6 Mio. im Vorjahr. Darin enthalten sind die anteiligen Ergebnisse der strategischen Beteiligungen von CHF -6.0 Mio. (Vorjahr: CHF -5.1 Mio.).
Das Konzernergebnis betrug CHF -4.4 Mio. (Vorjahr: CHF -10.3 Mio.) und der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit überstieg mit CHF 7.4 Mio. deutlich das Vorjahresniveau von CHF -5.4 Mio. Die Metall Zug Gruppe weist per 30. Juni 2026 eine Eigenkapitalquote von 65.0% (31. Dezember 2025: 67.4%) aus und verfügt damit unverändert über eine solide Kapitalausstattung. Der leichte Rückgang hängt mit der Zunahme der Fremdfinanzierung für die laufenden Immobilienprojekte im Tech Cluster Zug zusammen.
Die WEMACO Invest AG hat als drittgrösste Aktionärin der Metall Zug AG infolge eines Generationenwechsels ihre Beteiligung an Metall Zug von rund 11% (Kapitalanteil) im Juni 2026 veräussert. Metall Zug unterstützte bei der Platzierung des Aktienpakets, wobei ein relevanter Anteil durch Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung der Metall Zug AG sowie durch Geschäftsleitungsmitglieder der Geschäftsbereiche übernommen wurde.
Ausblick Die Gruppe verfügt über eine solide Basis für attraktive Wachstumsmöglichkeiten und blickt zuversichtlich auf die mittel- und langfristigen Perspektiven ihrer Geschäftsbereiche und strategischen Beteiligungen. Gleichzeitig bleibt das wirtschaftliche Umfeld von einer erhöhten Dynamik und begrenzten Visibilität geprägt. Die Vielzahl globaler wirtschaftlicher, politischer und währungsbedingter Einflussfaktoren erschwert eine verlässliche Einschätzung der Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf.