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Industrie-Schweiz - News-Corner
 
28.01.2026
 
  
Meier Tobler: Umsatz stabil - EBITDA und Konzerngewinn unter Vorjahr
    
Meier Tobler veröffentlicht heute vorläufige, ungeprüfte Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025. Das Unternehmen behauptete sich in einem anspruchsvollen Umfeld und baute seine Marktposition weiter aus.

Umsatzentwicklung und Marktanteile
Der Nettoumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf CHF 496.6 Mio., was einem leichten Anstieg von 0.1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während der Schweizer Wärmepumpenmarkt weiterhin rückläufig war, konnte Meier Tobler auch im Jahr 2025 Marktanteile gewinnen. Der Geschäftsverlauf zeigte sich volatil: Nachdem das dritte Quartal erfreulich verlief, schwächte sich diese Dynamik zum Jahresende ab. Die Monate November und Dezember fielen bezüglich Umsatz und Marge schwächer aus als erwartet.

Operatives Ergebnis (EBITDA)
Der EBITDA liegt mit CHF 37.9 Mio. 8.2 Prozent unter dem Vorjahreswert (CHF 41.3 Mio.). Diese Reduktion ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Bruttomarge zurückzuführen, der durch belastende Preis- und Produktemix-Effekte verursacht wurde. Ein wichtiger Faktor war hierbei der regulatorisch bedingte Rückgang des Geschäfts mit Elektroboilern. Zusätzlich belasteten im Vergleich zum Vorjahr höhere IT-Ausgaben den EBITDA. Diese entstanden durch Zusatzaufwände für die Inbetriebnahme und die Optimierung des neuen ERP-Systems sowie durch Ausgaben für die Entwicklung des neuen e-Shops.

Bereinigter Konzerngewinn im Fokus
Um die operative Ertragskraft unverzerrt abzubilden, stellt Meier Tobler den bereinigten Konzerngewinn (vor Goodwill-Amortisationen) in den Vordergrund. Dieser beläuft sich auf CHF 25.6 Mio. (Vorjahr: CHF 31.6 Mio.) bzw. CHF 2.32 pro Aktie und unterstreicht die solide Ertragskraft des Unternehmens.

Der nach Swiss GAAP FER ausgewiesene Konzerngewinn (nach Goodwill-Abschreibungen) beträgt CHF 15.3 Mio. (Vorjahr: CHF 21.3 Mio.). Der Konzerngewinn wurde im Berichtsjahr durch zwei Faktoren gedämpft:
- Anstieg der Abschreibungen: Durch die Inbetriebnahme des neuen ERP-Systems (SAP S/4HANA) stiegen die Abschreibungen. Die mit dem neuen System angestrebten Effizienzgewinne und Einsparungen konnten im Einführungsjahr 2025 noch nicht vollumfänglich realisiert werden.

- Steuern: Das Ergebnis wurde durch einen überproportionalen Anstieg des Steueraufwands belastet (höherer latenter Steueraufwand sowie Wegfall positiver Einmaleffekte aus dem Vorjahr).

Ausschüttung und Kapitalallokation
Die geplante Ausschüttung einer Dividende mindestens auf Vorjahresniveau (CHF 1.60 pro Aktie) ist durch den bereinigten Konzerngewinn und den operativen Cashflow komfortabel gedeckt und somit ungefährdet (Ausschüttungsquote 69 Prozent auf Basis des bereinigten Gewinns). Vor dem Hintergrund des volatilen Marktumfelds priorisiert der Verwaltungsrat die Sicherheit der Dividende und die Bilanzstabilität. Auf die für März 2026 geplante erste Tranche des üblicherweise zwei Mal im Jahr durchgeführten Aktienrückkaufprogramms wird daher verzichtet. Über eine mögliche Wiederaufnahme im dritten Quartal wird der Verwaltungsrat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Ausblick
Aus heutiger Sicht sollte es im Geschäftsjahr 2026 möglich sein, die Margensituation wieder zu verbessern. Mit dem Launch des neuen e-Shops werden die Grossinvestitionen in Logistik und IT im Geschäftsjahr 2026 abgeschlossen sein. Damit ist eine solide Basis gelegt, um künftig operative Effizienzgewinne zu realisieren. Der Sanierungsbedarf in der Schweiz bleibt hoch. Um die Klimaziele zu erreichen, ist eine Rückkehr auf den Wachstumspfad im Wärmepumpenmarkt unumgänglich. Ob diese Markterholung bereits im Jahr 2026 eintreten wird, lässt sich aktuell nicht abschätzen.


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