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Industrie-Schweiz - News-Corner 11.11.2025 Siemens und Airbus: Dekarbonisieren große Industriestandorte in den USA und UK
Siemens und Airbus vertiefen ihre langjährige Partnerschaft mit einer neuen strategischen Vereinbarung, die darauf abzielt, wichtige Airbus-Standorte in den USA und Großbritannien zu dekarbonisieren. Die Initiative ist ein entscheidender Schritt im Rahmen des Airbus-Programms, den operativen CO2-Fußabdruck des Unternehmens weiter zu minimieren. Im Zuge dessen gilt es, - neben weiteren Maßnahmen - sowohl Emissionen als auch den Energieverbrauch zu verringern.
Als Teil der Vereinbarung wird Siemens seine skalierbaren und bewährten Dekarbonisierungslösungen einsetzen, die auf die ausgewählten Standorte zugeschnitten sind, um so Airbus dabei zu unterstützen, ab 2030 jährlich 80 kt CO2 einzusparen.
Das Projekt wird vom Siemens´ Buildings-Geschäft geleitet und von Capgemini unterstützt. Beide Unternehmen bringen ihre umfangreiche Expertise in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung ein, um das Projekt fristgerecht umzusetzen und damit dessen Erfolg sicherzustellen.
Dekarbonisierung in großem Maßstab: skalierbare Lösungen für messbare Wirkung Siemens wird die ausgewählten Standorte bewerten und einen übergreifenden Masterplan für deren Dekarbonisierung entwickeln und umsetzen. So entstehen skalierbare Lösungen zur Senkung des Energiebedarfs und der CO2-Emissionen. Um geeignete Maßnahmen schneller auswählen zu können, werden Energiesystem-Zwillinge eingesetzt. Diese führen Simulationen durch, um die besten Dekarbonisierungsfahrpläne für die Standorte zu ermitteln. Wesentliche Elemente, die dies ermöglichen, sind u.a. die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung durch Wärmepumpen, Energieeffizienzoptimierungen, intelligente Messsysteme, die intelligente Integration erneuerbarer Energien vor Ort sowie intelligente Energiemanagementsysteme zur Überwachung, Steuerung und Optimierung des Verbrauchs an den Standorten. Diese Maßnahmen sollen Airbus helfen, den Energieverbrauch bis 2030 um 20 Prozent und die Treibhausgasemissionen nach Scope 1 und 2 um 85 Prozent im Vergleich zu 2015 zu senken.
Capgemini wurde von Siemens mit der Durchführung der ersten Phase der Beratungsaktivitäten, der Festlegung der Governance sowie der Unterstützung beim Projektmanagement und der Planung beauftragt. Capgemini bringt außerdem seine Expertise in der Digitalisierung und Automatisierung von Energieüberwachungs- und Messsystemen ein.
"Unsere Zusammenarbeit mit Airbus basiert auf jahrelangem gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamen Zielen. Dies unterstreicht die Kompetenz von Siemens, intelligente und skalierbare Technologien und Services bereitzustellen, die die CO2-Bilanz von Airbus reduzieren. Bei Siemens setzen wir uns dafür ein, die Energiewende nicht nur nachhaltig, sondern auch realisierbar und skalierbar zu gestalten. So können Airbus und andere führende Industrieunternehmen die Herausforderungen des Klimawandels meistern und gleichzeitig ihre betriebliche Resilienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit steigern", sagt Susanne Seitz, CEO Buildings bei Siemens Smart Infrastructure.
"Wir sind stolz darauf, diesen wichtigen Schritt zu gehen, um unsere Betriebsabläufe energieeffizienter und zukunftssicherer zu gestalten. Die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Partnern ist der Schlüssel für den Aufbau eines resilienteren industriellen Fußabdrucks. Das standortspezifische Fachwissen unserer Airbus-Kollegen in Großbritannien und den USA in Verbindung mit der technischen Expertise von Siemens wird uns auf dem Weg zur Erreichung unserer Ziele in Sachen Energieverbrauch und Emissionsreduzierung weiter voranbringen", sagt Florent Massou dit Labaquère, EVP Operations bei Airbus Commercial Aircraft.
Der Fahrplan bis 2030 Die erste Phase startete im Sommer 2025 mit der Entwicklung von Dekarbonisierungsfahrplänen für die einzelnen Standorte. Die Umsetzung wird durch technische Studien begleitet, der Ausbau der Infrastruktur soll 2026 beginnen. Siemens kann außerdem die neue Infrastruktur betreiben und warten, um so langfristige Effizienz und Resilienz sicherzustellen.
Siemens und Airbus arbeiten seit mehr als einem halben Jahrhundert zusammen. Zu den wichtigsten gemeinsamen Projekten zählen unter anderem die Fabrikautomatisierung, Industrie-Software, Sicherheits- und Schutzlösungen sowie Gebäudeautomatisierungstechnologien. Die neue Vereinbarung baut auf dieser erfolgreichen Zusammenarbeit auf und unterstützt die Nachhaltigkeitsziele von Airbus, seinen betrieblichen ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren.
Von links nach rechts: Sabrina Herrmann - Head of Buildings Germany, Siemens Smart Infrastructure; Benoit Shultz - Chief Procurement Officer, Airbus; Herbert Klipp - Corporate Account Manager, Siemens; Carl Ennis - CEO Siemens UK & Ireland; Jan Schwarz - Vice President Real Estate & Facility Management Procurement, Airbus; Florent Massou dit Labaquère, EVP Operations Commercial Aircraft, Airbus; Carsten Liesener - Global Head Sales & Operations, Siemens Smart Infrastructure; Charles Huguet - Senior Vice President General Procurement, Airbus