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29.10.2020 Phoenix Mecano: Rekordmarken bei Umsatz, Auftragseingang und Cashflow im 3. Quartal

Im dritten Quartal 2020 erreichte die Phoenix Mecano-Gruppe neue Höchstmarken.

Alle Sparten haben die Talsohle durchschritten und konnten sich gegenüber dem Covid-19-bedingt schwachen zweiten Quartal deutlich verbessern. Die grösste Sparte, Mechanische Komponenten, generierte das stärkste Wachstum und übertraf das Vorjahresergebnis deutlich.

Damit ist es der Phoenix Mecano-Gruppe gelungen, den Bruttoumsatz der ersten neun Monate 2020 trotz der Covid-19-Pandemie wieder auf Vorjahresniveau zu bringen und den Auftragseingang zu steigern.

Der Produktbereich DewertOkin bedient einen strukturellen Wachstumsmarkt im Bereich elektrisch verstellbarer Möbel in Asien und Nordamerika. Phoenix Mecano will diese Chance nutzen und treibt die strategischen Investitionen der DewertOkin Technology Group in China weiter voran.

Im dritten Quartal stieg der konsolidierte Bruttoumsatz der Gruppe um 12,8% von EUR 173,9 Mio. auf EUR 196,2 Mio. Das organische Wachstum in Lokalwährung betrug 15.5%. Der Nettoumsatz belief sich auf EUR 195,2 Mio. (Vorjahr EUR 172,5 Mio.). Phoenix Mecano konnte den Auftragseingang im Quartal um 22,4% von EUR 176,3 Mio. auf EUR 215,7 Mio. steigern. Die Book-to-bill Ratio für das 3. Quartal betrug 110,0% (im Vorjahr 101,4%).

Das Quartalsbetriebsergebnis erhöhte sich um 58,5% von EUR 9,5 Mio. auf EUR 14,9 Mio. und der betriebliche Cashflow um 43,1% von EUR 15,7 Mio. auf EUR 22,4 Mio. Das kumulierte Betriebsergebnis betrug EUR 21,3 Mio. und lag damit noch um 18,1 % unter Vorjahr (nach -61,5 % per Halbjahr). Darin sind nachlaufende Einmaleffekte aus dem Massnahmenpaket aus 2019 in Höhe von EUR 2,3 Mio. enthalten.

Das Periodenergebnis nach Steuern lag im Quartal mit EUR 10,2 Mio. um 116,1% über dem Vorjahr (EUR 4,7 Mio.) und kumuliert mit EUR 11,4 Mio. um 29,8 % unter Vorjahr (EUR 16,3 Mio.).

Entwicklung der Sparten
In der Sparte Gehäusetechnik sank der Umsatz im dritten Quartal gegenüber Vorjahr um 9,6% auf EUR 44,4 Mio. Akquisitionsbereinigt und in Lokalwährung resultierte ein Rückgang von 10,1%. Das Betriebsergebnis reduzierte sich um 11,0% auf EUR 5,0 Mio. Die Betriebsergebnismarge blieb mit 11,3% zweistellig (11,5% im Vorjahr).

Im Segment Mensch-Maschine-Schnittstellen erfolgten neue Projektanfragen und im Markt für Industriekunden zeichnete sich eine Belebung des Bahngeschäfts ab. Das Projektgeschäft mit Gehäusen erhöhter IP-Schutzart zum Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen entwickelte sich aufgrund der gegenwärtig zurückhaltenden Investitionstätigkeit im Öl&Gas-Bereich seitwärts.

Die Sparte Mechanische Komponenten erzielte im dritten Quartal ein Rekordergebnis. Der Bruttoumsatz legte um 31,2% auf EUR 122,7 Mio. zu (Vorjahr: EUR 93,5 Mio.) und der Auftragseingang erhöhte sich um 36,1% auf EUR 142,7 Mio. (Vorjahr: EUR 104,8 Mio.). Organisch und in Lokalwährung nahm der Bruttoumsatz um 35,6% zu. Der betriebliche Cashflow stieg um 55,3% auf EUR 12,8 Mio. und das Betriebsergebnis fiel mit EUR 9,6 Mio. 68,8% höher aus.

Im Industriesegment von Rose & Krieger erholte sich die Situation nach dem Einbruch im zweiten Quartal zögerlich. Je nach Anwendungsbereich und Region zeigte sich die Lage unterschiedlich. Die Reisebeschränkungen behinderten den exportorientierten Maschinen- und Anlagenbau. In den Bereichen Medizintechnik, Pharmazeutik und der Halbleiterbranche war die Investitionsbereitschaft hingegen hoch.

Für DewertOkin war die Nachfragedelle im nordamerikanischen Möbelmarkt, dem grössten Endmarkt, nur von kurzer Dauer. Der strukturelle Wachstumstrend nahm im dritten Quartal wieder voll Fahrt auf und wurde infolge der Covid-19-Pandemie gar verstärkt. Die Menschen verbrachten mehr Zeit zuhause, investierten in ihre Wohnräume und werteten ihr Homeoffice auf. In der Folge stieg die Nachfrage nach elektrisch verstellbaren Komfortmöbeln und höhenverstellbaren Bürotischen stark an, sodass DewertOkin mit der Fertigung von Beschlägen und Aktuatoren in Asien kaum Schritt halten konnte.

In der Sparte ELCOM/EMS reduzierte sich im dritten Quartal der Bruttoumsatz um 7,0% auf EUR 29,1 Mio., organisch und in Lokalwährung um 6,3%. Der Auftragseingang stieg dagegen um 20,1% auf EUR 29,3 Mio. und erreichte fast wieder das Niveau des ersten Quartals 2020. Der betriebliche Cashflow lag bei EUR 1,8 Mio. (Vorjahresquartal EUR 0,1 Mio.). Der Betriebsverlust reduzierte sich von EUR -1,6 Mio. auf EUR -0,6 Mio.

Im Projektgeschäft des Produktbereichs Electronic Packaging zogen die Aktivitäten wieder an während die Geschäftstätigkeit bei den elektrotechnischen Komponenten und den Transformatoren weiter von der Rezession beeinträchtigt blieb.

Ausblick
Trotz der stetigen Erholung im dritten Quartal hat die globale wirtschaftliche Aktivität das Niveau vor der Covid-19-Krise noch nicht wieder erreicht. In den nächsten Monaten könnte sich, basierend auf konjunkturellen Frühindikatoren, die Aufhellung in den Hauptmärkten der Phoenix Mecano-Gruppe fortsetzen. Vieles hängt dabei vom Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA und deren Auswirkungen auf den sino-amerikanischen Handelskonflikt sowie vom weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie ab.

Die dynamische Entwicklung der Sparte Mechanische Komponenten im dritten Quartal, die sequenzielle Verbesserung aller Sparten sowie die Book-to-bill Ratio der Phoenix Mecano-Gruppe von 107% (12 Monate) deuten auf eine fortgesetzte Verbesserung des Geschäftsganges hin.

Auf strategischer Ebene steht klar die Nutzung des Wachstumsfensters im Produktbereich DewertOkin im Fokus. Im Hinblick darauf haben der Kapazitätsausbau durch den neuen Industriepark sowie die Option eines Teilbörsengangs Priorität. Phoenix Mecano wird diese Aktivitäten weiterhin konsequent vorantreiben.

Die Visibilität bezüglich Umsatz und Profitabilität bleibt für das zweite Halbjahr 2020 wegen der bestehenden Unsicherheiten nach wie vor gering. Management und Verwaltungsrat sind überzeugt, dass die Gruppe mit den Chancen und Risiken des anhaltend volatilen wirtschaftlichen Umfeldes nur auf Basis flexibel angepasster Strukturen optimal umgehen kann. Im Vordergrund stehen dabei die Vorbereitungen zur Reorganisation des Geschäftsbereiches DewertOkin sowie weitere Optimierungsmassnahmen in den übrigen Geschäftsbereichen. Die Gruppe rechnet in diesem Zusammenhang mit möglichen Einmalaufwendungen von rund 6 Mio. Euro im vierten Quartal.

Einschliesslich dieser möglichen Einmalaufwendungen erwarten Management und Verwaltungsrat von Phoenix Mecano für das Gesamtjahr 2020 ein Betriebsergebnis in der Zielbandbreite von EUR 21 Mio. bis EUR 26 Mio.

Über Phoenix Mecano
Phoenix Mecano ist ein global aufgestelltes Technologieunternehmen in den Bereichen der Gehäusetechnik und industriellen Komponenten und in vielen Märkten führend. Die Gruppe mit Hauptsitz in Stein am Rhein beschäftigt weltweit rund 7’000 Mitarbeitende und erwirtschaftete im Jahr 2019 einen Umsatz von EUR 680 Mio. Das Unternehmen ist fokussiert auf die professionelle und kostengünstige Herstellung von Nischen-produkten für Kunden aus Maschinen- und Anlagenbau, Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, alternative Energien sowie aus dem Wohn- und Pflegebereich. Phoenix Mecano wurde 1975 gegründet und ist seit 1988 an der Schweizer Börse kotiert.

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