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27.08.2020 Ford, Bedrock und Bosch: Testen fahrerloses Parken in Nordamerika

Beim Parken in engen Parkhäusern hört für viele der Spaß am Autofahren schnell auf. Ford, Bedrock und Bosch zeigen nun, wie Ford Escape Entwicklungsfahrzeuge das oft lästige Einparken dank moderner Infrastrukturtechnik von Bosch vollautomatisiert und komplett fahrerlos meistern. Gemeinsam testen die Unternehmen Automated Valet Parking erstmals in den USA im Parkhaus des "The Assembly" genannten Gebäudekomplexes im Detroiter Stadtteil Corktown. Dieses Viertel rund um die Michigan Central Station, den alten Detroiter Bahnhof, soll künftig zur Keimzelle für die urbane Mobilität auch weit über die Grenzen der Stadt hinaus werden. Hier entsteht zudem Fords neuer Campus für automobile Innovationen. Betrieben wird das Parkhaus vom US-Immobilienunternehmen Bedrock. Der dort aufgebaute fahrerlose Parkservice gilt somit als die erste infrastrukturgestützte Lösung für einen automatisierten Vorfahr- und Einpark-Service im realen Mischbetrieb in den USA. "Automatisiertes Valet Parking hat großes Potenzial. Wir erweitern ständig unser Angebot an Fahrerassistenzsystemen, die wir unter dem globalen Oberbegriff Ford Co-Pilot360 zusammenfassen. Autofahrer fahren damit noch sicherer und komfortabler," sagt Ken Washington, Chief Technology Officer der Ford Motor Company. "Die Zusammenarbeit mit Bosch und Bedrock ist ein perfektes Beispiel für unseren neuen Ansatz, Innovationen gemeinsam mit Partnern zu entwickeln und im realen Straßenverkehr zu zeigen."

Immobilienentwicklung und Mobilität verbinden
Automatisiert fahrende Fahrzeuge, die mehr und mehr Details ihrer Umgebung wahrnehmen können, bezahlbar sind und weniger Rechenleistung im Fahrzeug selbst benötigen – so sieht Fords Vision zukünftiger Mobilität aus. Zu diesem Ziel soll neben dem neuen Innovations-Campus des Automobilbauers auch das gemeinsame Projekt mit Bosch und Bedrock beitragen. Der Immobilienentwickler hat bereits erfolgreich Immobilien neu gebaut oder saniert, in denen moderne Mobilitäts- und Einparktechnologien eingesetzt wurden. "Mobilität und Immobilienentwicklung müssen künftig stärker verzahnt werden. In und um Detroit möchte Bedrock in diesem Bereich führend sein", sagt Heather Wilberger, Chief Information Officer bei Bedrock. "Mit Automated Valet Parking reduzieren wir die sonst zum Parken benötigte Zeit, weil nun die Technik das Auto fahrerlos zum Stellplatz führt. Das bedeutet für unsere Mieter, Bewohner, Besucher und die Nachbarschaft einen deutlichen Komfortgewinn, den wir nun erstmals in Detroit zeigen."

Fahrerlos Parken dank intelligenter Infrastruktur
Ins Parkhaus fahren, aussteigen und das Auto per Klick auf dem Smartphone zum Parken schicken – der automatisierte Parkservice mit den Ford Entwicklungsfahrzeugen kommt ganz ohne den Fahrer aus. Schlüssel dazu ist die intelligente Parkhaus-Infrastruktur von Bosch. Die im Parkhaus verbauten Sensoren überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und liefern die Informationen für die zuverlässige Steuerung des Fahrzeugs. Erkennen die Sensoren Fußgänger oder andere Hindernisse, stoppt das Fahrzeug unverzüglich. "Mit Automated Valet Parking bringt Bosch sein Know-how aus der Automobil- und Gebäudetechnik zusammen. Durch den Einsatz intelligenter Infrastrukturtechnik und ihrer Vernetzung mit Fahrzeugen entwickeln wir fahrerloses Parken und verbessern so ein alltägliches Problem vieler Menschen", sagt Mike Mansuetti, Nordamerika-Chef von Bosch.

Mit Automated Valet Parking hat Bosch das erste vollautomatisierte System entwickelt, das dem Fahrer nicht nur die lästige Parkplatzsuche, sondern auch den Parkvorgang im Parkhaus abnimmt. Das Auto wird einfach in einem eigens dafür ausgewiesenen Bereich im Parkhaus abgestellt. Anschließend verlässt der Fahrer das Fahrzeug und aktiviert per Smartphone-App den Parkvorgang. Die intelligente Parkhaus-Infrastruktur von Bosch übernimmt nun im Zusammenspiel mit der Fahrzeugtechnik die Fahrt zum freien Parkplatz und das Parken. Genauso kommt das Auto per App-Befehl auch wieder vorgefahren. Lästiges Suchen nach dem Auto in den Gängen des Parkhauses entfällt und der Parkvorgang wird zu einem neuen Erlebnis. "Mit dem automatisierten Parkservice per Smartphone-App erleben Autofahrer die Vorteile des automatisierten Fahrens dank intelligenter Infrastrukturtechnik von Bosch”, so Mansuetti weiter.

Gemeinsam die Mobilität der Zukunft entwickeln
Für die Tests von Automated Valet Parking in Detroit kommen drei starke Partner zusammen. Sie zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit von Unternehmen mit sich ergänzenden Kompetenzen für die Entwicklung neuer Mobilitätslösungen ist. Die Unternehmen sammeln damit wertvolle Erfahrungen mit dem System, dem Erlebnis der Benutzer und dem Design der Fahrzeuge. Zudem lassen sich wichtige Erkenntnisse für die Gestaltung des Parkhauses ableiten. Denn das fahrerlose Parken per Smartphone-App lässt nicht nur Autofahrer das Parken vollkommen neu erleben, es hat auch für Parkraumbetreiber und Immobilienunternehmen viele Vorteile, beispielsweise durch eine effizientere Parkraumnutzung und neue Serviceangebote. Die Infrastrukturtechnik von Bosch kann sowohl in Neubauten integriert als auch in Bestandsparkhäusern nachgerüstet werden, wie im Assembly-Parkhaus von Bedrock. Werden in den Parkhäusern künftig einzelne Bereiche nur für automatisiert parkende Autos ausgewiesen, passen bis zu 20 Prozent mehr Fahrzeuge auf die gleiche Fläche, weil sie dichter parken. Services mit Mehrwert sorgen dafür, dass Autofahrer wiederkommen. Zudem können Autos beispielsweise fahrerlos zum Laden oder zur Autowäsche fahren. Das zeigen auch Ford, Bedrock und Bosch in ihrer Demonstration. Fahrzeuge fahren hier zunächst zu einem Service-Bereich, bevor sie fahrerlos einparken. Damit kann dank Automated Valet Parking die Parkzeit besser genutzt werden.

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