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19.02.2020 Phoenix Mecano-Gruppe: Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz in 2019

Der vorläufige konsolidierte Bruttoumsatz der Phoenix Mecano-Gruppe erhöhte sich von €650,8 Mio. auf €680,0 Mio. (+4,5%). Organisch und in Lokalwährungen reduzierte sich der Bruttoumsatz um 2,2 %. Der ungeprüfte Nettoumsatz wuchs von €645,0 Mio. auf €674,0 Mio. (+4,5%). Der Auftragseingang stieg von €659,4 Mio. auf €691,6 Mio. (+4,9%).

Umsatz und Auftragseingang stiegen im 4. Quartal zweistellig. Das stärkste Wachstum erreichte die Sparte Mechanische Komponenten im Bereich Antriebs- und Beschlagstechnik für Komfortmöbel in Amerika und Asien (DewertOkin). Auch die Sparten Gehäusetechnik und ELCOM/EMS konnten im 4. Quartal ihre Umsätze ausweiten. Die Book-to-bill ratio von 101,7% zum Jahresende deutet auf eine Fortsetzung der Dynamik im weiteren Geschäftsverlauf hin.

Aufgrund der Umstellung des Rechnungslegungsstandards auf Swiss GAAP FER (Medienmitteilung vom 24. Mai 2019) wurden zur besseren Vergleichbarkeit die Vorjahreszahlen angepasst.

Das Programm zur Performancesteigerung, mit Schwerpunkten in den Sparten Mechanische Komponenten und ELCOM/EMS (siehe Medienmitteilung 15. August 2019), liegt voll im Plan. Daraus resultierten Einmalaufwendungen in 2019 von rund €16 Mio. Bereinigt um diese Einmalaufwendungen und einen Sonderertrag im Vorjahr von €1,9 Mio. sank das Betriebsergebnis um 21% von €49,5 Mio. auf rund €39 Mio. und der betriebliche Cashflow um 14% von €72,1 Mio. auf rund €62 Mio. Durch die anziehende Dynamik und die Massnahmen zur Performancesteigerung erreichte die Gruppe im zweiten Halbjahr bereits ein bereinigtes Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau. Auf Jahresbasis reduzierten sich das Betriebsergebnis 2019 einschliesslich der Einmaleffekte um 55% von €51,3 Mio. auf rund €23 Mio. und der betriebliche Cashflow um 34% von €74,0 Mio. auf rund €49 Mio.

Gemäss den noch nicht auditierten Zahlen resultierte ein Periodenergebnis von rund €14 Mio. (VJ €36,1 Mio.).

Entwicklung der Sparten
In der Sparte Gehäusetechnik stieg der Umsatz um 1,4% auf €189,3 Mio. Akquisitionsbereinigt und in Lokalwährungen resultierte ein Rückgang von 1,3%. Sowohl in Nordamerika wie in Europa (akquisitionsbedingt) erhöhten sich die Umsätze leicht. Industriekunden halten sich bei Investitionen weiterhin zurück. In Südostasien, geprägt vom Projektgeschäft, gingen die Umsätze mit explosionsgeschützten Gehäusen leicht zurück.

In der Sparte Mechanische Komponenten stieg der Bruttoumsatz um 10,0% auf €360,6 Mio. Organisch und in Lokalwährungen gingen die Umsätze um 2,3% zurück. Der per 1. April 2019 akquirierte Hersteller von Funktionsbeschlägen für Möbel (MyHome, China) leistete einen Umsatzbeitrag von €37,5 Mio. Das Unternehmen arbeitet profitabel und die Integration in den Geschäftsbereich verläuft planmässig. In Europa mussten aufgrund einer schwachen Marktverfassung Umsatzrückgänge in Kauf genommen werden. Das Industriesegment von Rose & Krieger verzeichnete in einem weiterhin wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld einen leicht rückläufigen Umsatz.

In der Sparte ELCOM/EMS reduzierte sich der Bruttoumsatz um 4,6% auf €130,1 Mio., organisch und in Lokalwährungen um 3,3%. Der Geschäftsbereich Electronic Packaging steigerte seinen Umsatz zweistellig. Dagegen litten die im allgemeinen Industriesegment positionierten Geschäftsbereiche Elektrotechnische Komponenten und Power Quality unter einer tieferen Nachfrage.

Aussichten
Die weltweite Konjunkturlage ergibt Anfang 2020 ein gemischtes Bild. Positive Faktoren wie die weiter lockere Geldpolitik, eine erste Teileinigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie nachlassende Sorgen vor einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU sorgten für steigende Werte bei den globalen Einkaufsmanagerindizes (IHS Markit) im Januar.

Wirtschaftsexperten (The Economist Intelligence Unit; Capital Economics, CEIC) gehen aktuell aber davon aus, dass die Covid-19-Epidemie Chinas Wirtschaft erheblich belasten wird. Das globale Wachstum könnte sich dadurch in den kommenden Monaten verlangsamen, die Konjukturdaten auf breiter Front wiederum unter Druck kommen.

Kurzfristig erwarten Management und Verwaltungsrat der Phoenix Mecano eine Abschwächung, nicht zuletzt bedingt durch den von der Epidemie ausgelösten Schock auf die Produktionskapazitäten und Logistikketten.

Davon ist auch die Unternehmensgruppe betroffen. Die chinesischen Fertigungsstätten werden in den kommenden Wochen ihre Tätigkeit aufgrund eingeschränkter Transport- und Reisemöglichkeiten sowie der strikten Auflagen zur Einschränkung der Ansteckungsgefahr nur schrittweise wieder aufnehmen können. Dabei steht die Gesundheit der Mitarbeitenden an erster Stelle. Auf globaler Ebene läuft das Programm zur Performancesteigerung plangemäss.

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