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14.02.2018 Swiss Centers China: China und die USA sind die Wachstumsmotoren der Schweizer Exportwirtschaft

Während China das Jahr des Hundes willkommen heisst, blicken die Schweizer Manager in Fernost auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück – und ebenso zuversichtlich in die Zukunft: 72 Prozent erwarten 2018 «höhere» oder «erheblich höhere» Umsätze im Vergleich zum Vorjahr, nur fünf Prozent erwarten einen Rückgang. Das ergibt die aktuelle Umfrage «2018 Swiss Business in China», umgesetzt von der China Europe International Business School (CEIBS, eine führende Wirtschaftsschule Asiens), Swiss Centers China (SCC), der Schweizer Botschaft in China, Swissnex, SwissCham, Switzerland Global Enterprise und China Integrated. Die umfassende Befragung – die kompletten Ergebnisse werden im März 2018 veröffentlicht – beinhaltet Antworten von 108 Schweizer Unternehmen. Damit gilt die Umfrage als repräsentativ für die ungefähr 600 Schweizer Firmen, die in China den Betrieb aufgenommen haben. Neben Schweizer Unternehmen nahmen auch chinesische (440) und andere ausländische (70) Firmen teil.

Ein Blick auf die Exportzahlen zeigt den Grund für diesen starken Schweizer Optimismus: 2017 exportierte die Schweiz Waren im Wert von 16,7 Milliarden Schweizer Franken nach China und Hongkong – ein Plus von 13,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ein neuer Rekordwert. China (inkl. Hongkong) bleibt damit der drittgrösste Markt für Schweizer Waren. 2017 sorgten China und Hongkong für ein absolutes Exportwachstum von mehr als zwei Milliarden Schweizer Franken – mehr als Deutschland und nur knapp weniger als die USA.

Die drei wichtigsten Exportsektoren im Handel mit China und Hongkong konnten allesamt zulegen: Ausfuhren von Uhren- und Präzisionsinstrumenten wuchsen um 14 Prozent auf 7,2 Milliarden Schweizer Franken; Exporte von pharmazeutischen und chemischen Produkten wuchsen um 13 Prozent auf 5,3 Milliarden Schweizer Franken; die Maschinenexporte legten um 12,8% auf 2,7 Milliarden Schweizer Franken zu.

«Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre wuchsen die Exporte von pharmazeutischen und chemischen Produkten nach China und Hongkong am stärksten. Das Exportvolumen in diesem Bereich war 2017 dreimal so gross wie vor der Finanzkrise 2008», analysiert Nicolas Musy, Mitbegründer und Delegierter des Verwaltungsrats des Swiss Centers China, einer Nonprofit-Organisation, die Markteintrittshürden für Schweizer Unternehmen in Asien beseitigt.

Ein Blick auf das vergangene Jahrzehnt zeigt den beeindruckenden Aufstieg Chinas zu einem wichtigen Motor für das Schweizer Exportwachstum, sagt Musy. «Während die Schweizer Ausfuhren in Kernmärkte wie Deutschland, Italien und Frankreich im Jahr 2017 noch immer nicht das Niveau von vor der Krise 2008 erreicht haben, wuchsen die Schweizer Exporte nach China und Hongkong im selben Zeitraum um 66 Prozent», erklärt Musy. Der zweite grosse Exportmotor war die USA: Schweizer Exporte in die USA stiegen in den vergangenen zehn Jahren sogar um 73 Prozent.

Seit 2008 wuchsen die Schweizer Gesamtexporte von 206 auf 220 Milliarden Schweizer Franken – ein Anstieg von nur 6,8 Prozent in zehn Jahren. Dabei haben China und die USA Rückgänge von Schweizer Exporten in EU-Märkte kompensiert.

China ist bei weitem der bedeutendste asiatische Markt für die Schweiz: Das Volumen von Schweizer Exporten nach China und Hongkong ist doppelt so gross wie nach Japan und zehnmal so gross wie nach Indien.

Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre hat China (inkl. Hongkong) die USA und Deutschland überholt und wurde zum grössten Markt für Schweizer Uhren und Präzisionsinstrumente: 2017 wurden in diesem Segment Waren im Wert von 7,2 Milliarden Schweizer Franken nach China und Hongkong verkauft, mehr als in die USA (6,9) und nach Deutschland (4,9).

Über Swiss Centers China (SCC):
Im Jahr 2000 als gemeinnützige schweizerisch-chinesische Public Private Partnership gegründet, ist Swiss Centers China heute bei weitem das grösste Cluster von Schweizer Unternehmen in Asien. Mit fünf strategisch positionierten Standorten an Chinas dynamischer Ostküste (Shanghai, Peking und Tianjin) bietet das SCC nicht nur Büro-, Werkstatt- und Ausstellungsflächen, sondern unterstützt seine Mitgliedsfirmen auch mit Government Relations, Technologietransfer und mit einem breiten Netzwerk an Experten. Das SCC hat in China mehr als 300 Unternehmen unterstützt – sowohl KMU als auch Grossunternehmen. Unter anderem haben die Experten des Swiss Centers 30 Produktionsbetriebe und mehr als 50 Büros und Vertriebsfirmen aufgebaut. Zudem veröffentlicht das SCC umfassende Studien und Analysen über Chinas wirtschaftliche Chancen und Herausforderungen und fördert die Marke «Swiss Made» sowie die Sichtbarkeit der Schweiz als Land der Innovation und führender Wirtschaftsstandort.

www.swisscenters.orgwww.swisscenters.org
 

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