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06.08.2018 Swiss Centers China (SCC): Chinas Nachfrage nach Schweizer Maschinen wächst weiter

In den ersten sechs Monaten 2018 exportierte die Schweiz Waren im Wert von 8,9 Milliarden Schweizer Franken nach China und Hongkong, wie aktuelle Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung belegen.[1] Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 ist das ein Anstieg um 6,9 Prozent.

Eine der Triebfedern für das Schweizer Exportwachstum war die Maschinenindustrie. In den ersten sechs Monaten 2018 wuchsen die Exporte nach China und Hongkong in diesem Bereich um 10,2 Prozent im Vergleich zu Vorjahr. «Die Maschinenbranche exportierte Waren im Wert von 1,45 Milliarden Schweizer Franken nach China und Hongkong», berichtet Nicolas Musy, Mitbegründer und Delegierter des Verwaltungsrats des Swiss Centers China, einer Nonprofit-Organisation, die Markteintrittshürden für Schweizer Unternehmen in Asien beseitigt.

Hochwertige Maschinen für Automation
Der Hauptgrund für die wachsende Nachfrage, analysiert Musy, sei die Weiterentwicklung der chinesischen Produktionslandschaft: «Chinesische Hersteller rüsten ihr Equipment auf, denn Automatisierung wird immer wichtiger. Der Bedarf an qualitativ hochwertige Maschinen nimmt zu – daher wird China auch in den kommenden Jahren ein bedeutender Markt für Schweizer Unternehmen der Maschinenbranche bleiben.»

Mikron Tool: starkes Wachstum
Alex Loke, China-Geschäftsführer des Schweizer Unternehmens Mikron Tool SA mit Sitz in Agno im Tessin, stimmt zu: «Wir sind ein Anbieter von High-End-Werkzeugen mit Fokus auf Hochpräzisions-Anwendungen. Viele lokale Maschinen im Markt sind nicht in der Lage, unsere Werkzeuge wirklich vollständig auszunutzen. Aus diesem Grund wächst in China die Nachfrage nach hochwertigen Maschinen.» Durch den Fokus auf Automation und qualitativ hochwertige Produkte wird zwangsläufig auch die Nachfrage nach High-End-Werkzeugen steigen, sagt Loke. Schon jetzt berichtet Mikron Tool SA von starkem Ertragswachstum in China. «Im ersten Halbjahr 2018 wuchsen die Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent – konservativ gerechnet», so Loke. Mikron Tool, ein Mitglied des Swiss Centers China, ist ein weltweit tätiger Anbieter von Werkzeugen mit 200 Beschäftigten.

Seit 2016 befinden sich die Schweizer Maschinenexporte nach China und Hongkong kontinuierlich im Aufwind. Mit einem Exportvolumen von 1,45 Milliarden Schweizer Franken in den ersten sechs Monaten 2018 ist China der weltweit drittgrösste Markt für Produkte der Schweizer Maschinenbranche. Der grösste Markt ist weiterhin Deutschland (4,1 Mrd. CHF), gefolgt von den Vereinigten Staaten (1,8 Mrd. CHF). Hinter China (inkl. Hongkong) folgen Frankreich (841 Mio. CHF) und Italien (834 Mio. CHF).

Handelsüberschuss von 1,5 Mrd. CHF
Während die Schweiz Waren im Wert von 8,9 Milliarden Schweizer Franken nach China (inkl. Hongkong) exportierte, umfassten die Importe Waren im Wert von 7,4 Milliarden Schweizer Franken. Das ergibt einen Handelsbilanzüberschuss von knapp 1,5 Milliarden Schweizer Franken. Nicolas Musy: «Die Schweiz bleibt eines von sehr wenigen Ländern, die eine positive Handelsbilanz mit China und Hongkong aufweisen können, ohne Bodenschätze zu exportieren.» Hinter Deutschland und den USA bleibt China und Hongkong der drittgrösste Markt für Schweizer Waren.

Uhren & Präzisionsinstrumente: +17%
Das Segment der Uhren und Präzisionsinstrumente hatte einen besonders grossen Anteil am Schweizer Exportwachstum nach China und Hongkong. Im ersten Halbjahr 2018 wurden Uhren und Präzisionsinstrumente im Wert von 3,9 Milliarden Schweizer Franken in diesen Markt ausgeführt – ein Plus von beeindruckenden 17,5 Prozent. Zhen Xiao, Geschäftsführer des Swiss Centers China, erklärt: «Nachdem die Schweizer Uhrenexporte aufgrund einer chinesischen Anti-Korruptionskampagne stark zurückgingen, wird der jetzige Anstieg von einer gesunden Nachfrage der schnell wachsenden chinesischen Mittelschicht und von wachsenden Ansprüchen der Konsumenten angetrieben.»

Konfrontiert mit dieser verstärkten Nachfrage der wachsenden Mittelschicht, drängt auch die chinesische Regierung für eine weitere Öffnung der Wirtschaft, um Import und Konsum anzukurbeln. «Der chinesische Präsident Xi Jinping hat die erste China International Import Expo – CIIE – angekündigt, die im November dieses Jahres in Shanghai stattfinden wird. Das sechstägige Event, veranstaltet vom Wirtschaftsministerium, soll eine Plattform sein, um den 150.000 eingeladenen Einkäufern aus ganz China Produkte und Services zu präsentieren», berichtet Xiao. «Während die unvorhersehbare US-Handelspolitik ein Herausforderung für China darstellt, setzt die Regierung dennoch auf die Förderung von Importen – das kann eine grosse Chance für wachsende Schweizer Exporte sein.»

Über Swiss Centers China (SCC):
Im Jahr 2000 als gemeinnützige schweizerisch-chinesische Public Private Partnership gegründet, ist Swiss Centers China heute bei weitem das grösste Cluster von Schweizer Unternehmen in Asien. Mit fünf strategisch positionierten Standorten an Chinas dynamischer Ostküste (Shanghai, Peking und Tianjin) bietet das SCC nicht nur Büro-, Werkstatt- und Ausstellungsflächen, sondern unterstützt seine Mitgliedsfirmen auch mit Government Relations, Technologietransfer und mit einem breiten Netzwerk an Experten. Das SCC hat in China mehr als 300 Unternehmen unterstützt – sowohl KMU als auch Grossunternehmen. Unter anderem haben die Experten des Swiss Centers 30 Produktionsbetriebe und mehr als 50 Büros und Vertriebsfirmen aufgebaut. Zudem veröffentlicht das SCC umfassende Studien und Analysen über Chinas wirtschaftliche Chancen und Herausforderungen und fördert die Marke «Swiss Made» sowie die Sichtbarkeit der Schweiz als Land der Innovation und führender Wirtschaftsstandort. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: www.swisscenters.org.

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