Eine Stoßmaschine, oft auch Schnellhobler genannt, ist eine Werkzeugmaschine zur spanabhebenden Metallbearbeitung mit linearer Hauptbewegung. Die englische Bezeichnung ist Shaping Machine oder nur Shaper , woraus eine andere Bezeichnung in Deutsch sprechenden Ländern abgeleitet wurde: Shaping.
Im Gegensatz zur Hobelmaschine ist das Werkstück eingespannt und das Werkzeug bewegt sich darüber hinweg.
Stoßmaschinen waren bis in die 1960er Jahre weit verbreitet, da sie für die sich nicht wiederholende Aufgaben des Werkzeug- und Formenbaus und Kleinserien hervorragend geeignet sind. Das Erzeugen von Ebenen, Vielecken und vor allem Führungen war eine Domäne der Stoßmaschine. Weiterhin zu nennen sind Innenverzahnungen, Stoßen von Keilwellen und Zahnrädern. Auch das erste Formgeben von Gußstücken und das Abtrennen der Gußhaut, die das Werkzeug schnell verschleißt (Sandeinschlüsse, harte Stellen im Guß) waren Anwendungen für die Stoßmaschine. Das Oberflächenfinish, das ein Schnellhobler erzeugt, lässt gefräste Oberflächen zu Teilen weit hinter sich, z.B. müssen Zahnradflanken nicht mehr zur Endbearbeitung geschliffen werden. Bedingt durch den Einsatz von CNC- gesteuerten Maschinen und Hartmetallwerkzeugen ging die Bedeutung im industriellen Einsatz immer weiter zurück. Stoßmaschinen sind heute weitgehend verschwunden, da sie durch Fräsmaschinen ersetzt werden. Bearbeitbare Werkstückgrößen bewegten sich von 200 x 200 x 400 bis zu 750 x 750 x 1500 (mm), darüber finden Hobelmaschinen, bei denen das Werkstück verfahren wird und die Schneide steht, Verwendung.