Eine Rundschleifmaschine ist eine Werkzeugmaschine zum Bearbeiten runder, meist metallischer Werkstücke durch Schleifen.
Der generelle Aufbau einer Rundschleifmaschine ist: Hauptständer (Träger aller Komponenten), Werkstückspindelstock (dreht das Werkstück), Schleifspindelstock (Werkzeug: Schleifscheibe) und meist noch Reitstock.
Es gibt Außen- und Innenrundschleifmaschinen. Bei Außenrundschleifmaschinen befinden sich in der Regel der Werkstückspindelstock und der Reitstock auf einem verfahrbaren Schlitten (Z-Achse), die Schleifscheibe bewegt sich auf einem Support(X-Achse), der meist im rechten Winkel zur Z-Achse angeordnet ist.
Innenrundschleifmaschinen sind zum Schleifen von Bohrungen und haben oft unter- schiedliche einschwenkbare Schleifspindeln.
Je nach Art der Steuerung unterscheidet man konventionelle und CNC-gesteuerte Rundschleifmaschinen. Konventionelle Rundschleifmaschinen erfordern den Ein- satz eines Bedieners und sind unflexibel. Mit CNC-gesteuerten Rundschleif- maschinen lassen sich komplexe, programmierte Bearbeitungsabläufe auto- matisch abarbeiten. Das Schärfen und Kalibrieren des Schleifwerkzeuges nennt man „Abrichten“. Dies erfolgt in der Regel mit einem Abrichtdiamenten oder einem ähnlichen Abrichtwerkzeug. Beim Abrichten der Schleifscheibe wird die Schleif- scheibe im Durchmesser kleiner. Moderne Rundschleifmaschinen verrechnen diese Durchmesserdifferenz. Mit Abrichtwerkzeugen können auch Profile auf Schleifscheiben erzeugt werden.
Namhafte europäische Hersteller von Rundschleifmaschinen sind zum Beispiel: Geibel+Hotz, Kellenberger, Studer, Schaudt.
Rundschleifmaschinen werden immer dort eingesetzt, wo eine Werkstück - bearbeitung mit einer Drehmaschine nicht oder nur schwer möglich ist. Beispiel: extrem schwer zerspanbare Werkstoffe (z. B. Hartmetall), hohe Anforderungen an die Oberfläche, hohe Anforderungen an Genauigkeit und Maßhaltigkeit.