Als Chromelektrolyte bezeichnet man wässrige Lösungen auf Chromsäurebasis (H2CrO4). Sie dienen in der Galvanotechnik zum Verchromem von Metallober- flächen. Sie sind stark ätzend und haben einen schlechten Wirkungsgrad von meist etwa 25, höchstens aber 50 Prozent, da mit dem größten Teil des zugeführten Stroms Wasserstoff entwickelt wird. Bisherige Versuche den Wirkungsgrad zu erhöhen waren nur mäßig erfolgreich. Des Weiteren sind für die Abscheidung von metallischem Chrom Fremdsäuren nötig, meist Schwefelsäure oder Sulfonsäuren.
Wegen der hohen Krebsgefahr die von Chrom-(VI) ausgeht müssen die Dämpfe abgesaugt oder unterdrückt werden, was mit speziellen Tensiden möglich ist. Chromelektrolyte auf Basis des ungiftigen Chrom-(III) werden derzeit erforscht, sie sind für die Produktion derzeit jedoch kaum geeignet oder auf Spezialfälle beschränkt. Neuerdings gibt es vor allem in England Lohngalvaniken die Chrom-(III)-Elektrolyte verwenden. Das Einsatzgebiet bildet dabei vorwiegend die Armatu- renindustrie, da Chrom-(III)-Elektrolyte das Grundmaterial weniger angreifen und besser Streuen. Eine gute Streuung bedeutet, dass auch an strombenachteiligten Stellen Metall abgeschieden wird