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Industrie Lexikon

Abrichthobelmaschine

Die Abrichthobelmaschine besteht aus einer in der Mitte des Abrichttisches montierten Hobelwelle, in der zwei oder mehr Hobelmesser eingesetzt sind. Der Abrichttisch ist zweigeteilt in einen zu- und einen abführenden Tisch. Die Fläche des abführenden Tisches befindet sich auf Höhe des Flugkreises der Hobel- messer, während der zuführende Tisch mittels einer Verstellvorrichtung unter die Höhe des Flugkreises eingestellt werden kann. Der Höhenunterschied zwischen  zu- und abführendem Tisch bestimmt die Spanabnahme am Werkstück. Das Abrichtlineal dient als Anschlag, um die Flächen des Werkstückes in einen definierten Winkel bringen zu können (meist von 90° - 45° einstellbar). Als Sicherheitseinrichtung dient ein Hobelwellenschutz, d.h. eine einstellbare Abdek- kung der Hobelwelle, die gegen unbeabsichtigten Kontakt des Benutzers mit der rotierenden Hobelwelle schützen soll.
Oft können Abrichthobelmaschinen um eine Horizontal- oder Langlochbohr- einrichtung erweitert werden. Dazu wird auf das zugängliche Ende der Hobelwelle ein Bohrfutter und vor die Maschine eine verstellbare Werkstückauflage montiert.

Gebräuchlich sind auch sogenannte Abricht- und Dicktenhobelmaschinen, d.h. kombinierte Maschinen, die sich durch das Hochklappen der Abrichttische in eine Dicktenhobelmaschine umrüsten lassen.

Die Abrichthobelmaschine dient zum Abrichten von Holz, z.B. zur Verleimung zu Leimholzplatten. Dazu wird ein meist auf einer Formatkreissäge zugeschnittenes Kantholz an zwei nebeneinanderliegenden Seiten glattgehobelt (abgerichtet) und in einen rechten Winkel (90°) gebracht. Dazu geht man wie folgt vor:
- zuerst wird eine Seite des Kantholzes abgerichtet (ohne den Abrichtanschlag zu benutzen) - damit entsteht eine eben Fläche, die als Ausgangsfläche für die weiteren Bearbeitungsschritte dient.
- danach wird eine zweite, an die erste anstoßende Fläche abgerichtet, indem die erste bereits gehobelte Fläche am Abrichtlineal angelegt wird und das Werkstück (meist in mehreren Durchgängen) über die Hobelwelle geführt und damit gehobelt wird.

Das Ergebnis ist ein zweiseitig gehobeltes Kantholz mit sauber rechtwinklig zueinander stehenden Flächen. Die weitere Bearbeitung erfolgt auf der Dickten- hobelmaschine.

Quelle: Wikipedia

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