06.09.2010 Dätwyler Gruppe: Mit zurückgewonnener Ertragskraft
Die Dätwyler Gruppe hat im ersten Halbjahr 2010 den Nettoumsatz um 19.5% auf CHF 677.0 Mio. gesteigert. Dazu haben die Erholung der wichtigen Märkte sowie die erstmalige Konsolidierung von Reichelt Elektronik beigetragen. Durch die bessere Kapazitätsauslastung und die tieferen Kostenstrukturen hat die Gruppe mit einer EBIT-Marge von 10.4% nahezu wieder die Ertragskraft früherer Jahre erreicht. Das Nettoergebnis hat sich mit CHF 51.0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Für das Gesamtjahr ist Dätwyler optimistisch und rechnet mit einer weiterhin stabilen Entwicklung der Nachfrage.

Im ersten Halbjahr 2010 haben sich die für Dätwyler relevanten Märkte wieder stabilisiert. Während sich die Industrie- und Baukonjunktur langsam und uneinheitlich erholten, entwickelte sich die Automobilindustrie dynamischer als allgemein erwartet. Unverändert stabil präsentierte sich die Nachfrage der Pharmaindustrie. Insgesamt steigerte die Dätwyler Gruppe im ersten Halbjahr den Nettoumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 19.5% auf CHF 677.0 Mio. (VJ CHF 566.4 Mio.). Dabei trug die seit Anfang 2010 erstmals konsolidierte Reichelt Elektronik CHF 74.8 Mio. oder 13.2% zum Umsatzwachstum bei. Der negative Währungseffekt belief sich auf -2.0%. Bereinigt um diese beiden Faktoren ergab sich ein organisches Wachstum von 8.3%.

Verdoppelung der Ertragskraft
Durch die bessere Kapazitätsauslastung und die tieferen Kostenstrukturen hat die Gruppe nahezu wieder die Ertragskraft früherer Jahre erreicht. Die konsequente Fokussierung auf attraktive Marktnischen hat sich auch im ersten Halbjahr 2010 in allen vier Konzernbereichen ausbezahlt. Sowohl das Betriebsergebnis (EBIT) als auch das Nettoergebnis haben sich mit CHF 70.7 Mio. (VJ CHF 33.1 Mio.) und CHF 51.0 Mio. (VJ CHF 26.3 Mio.) im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Im EBIT enthalten ist ein Währungsverlust von CHF 1.9 Mio. (VJ Währungsgewinn von CHF 0.1 Mio.). Die EBIT-Marge stellte sich bei 10.4% (VJ 5.8%) ein und lag damit über der Mitte des Zielbands von 8% bis 12%. Die Konsolidierung von Reichelt Elektronik hat die EBIT-Marge positiv beeinflusst. In den Ergebniszahlen enthalten sind auch die anteilmässigen Einmalkosten und Abgrenzungen von CHF 3.5 Mio. für die Überführung der bestehenden ICT-Infrastruktur in die angekündigte Outsourcinglösung sowie Sonderabschreibungen auf Hardware und Netzwerke von CHF 1.4 Mio.

Ausblick
Für das Gesamtjahr ist Dätwyler optimistisch und rechnet mit einer weiterhin stabilen Entwicklung der Nachfrage. Inklusive der erstmaligen Konsolidierung von Reichelt Elektronik sollte die Gruppe trotz einem traditionell schwächeren zweiten Halbjahr einen Nettoumsatz von mindestens CHF 1'300 Mio. erreichen. Tendenziell steigende Rohstoffpreise und ein anhaltend schwacher Euro werden sich im zweiten Halbjahr negativ auf die Bruttomarge auswirken. Das Management ist aber zuversichtlich, dass die Dätwyler Gruppe aufgrund der starken Marktpositionen und den wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen auch im Gesamtjahr im früher definierten Zielband für die EBIT-Marge von 8% bis 12% liegen wird.
Link:  www.daetwyler.ch
 
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