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06.11.2017 Phoenix Mecano: Wachstumstrend bei Auftragseingang und Umsatz setzt sich fort

Phoenix Mecano, der Spezialist für Gehäusetechnik und Industriekomponenten, erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 bei Umsatz und Auftragseingang Zuwächse im hohen einstelligen Bereich. Das Betriebsergebnis legte, bereinigt um Einmaleffekte, überproportional zu.

Die Gruppe konnte in Deutschland, ihrem wichtigsten europäischen Industriemarkt, vom anhaltend hohen Investitionsvolumen profitieren. In Asien und Nordamerika führte die dynamische Nachfrage im Bereich Antriebstechnik für Komfort- und Pflegemöbel zu attraktiven Zuwachsraten. In der Sparte ELCOM/EMS konnten Umsatz und der um Einmaleffekte bereinigte betriebliche Cashflow gesteigert werden. Die Umsetzung des kommunizierten Massnahmenpaketes zur Kostenoptimierung ist bereits weit fortgeschritten.

Der konsolidierte Bruttoumsatz stieg um 9,4% von €434,5 Mio. auf €475,2 Mio. Bereinigt um Währungseffekte ergab sich eine Umsatzsteigerung von 10,1%. Das organische Wachstum betrug 7,8%. Der Nettoumsatz belief sich auf €470,8 Mio. (Vorjahr €430,5 Mio.). Der Auftragseingang nahm um 8,3% von €432,6 Mio. auf €468,4 Mio. zu, entsprechend einer Book-to-bill Ratio von 98,6% (im Vorjahr 99,6 %).

Der um Einmalaufwendungen bereinigte betriebliche Cashflow nahm um 15.6% von €47,2 Mio. auf €54,6 Mio. zu, das bereinigte Betriebsergebnis um 17,3% von €28,7 Mio. auf €33,7 Mio. Zum Halbjahr 2017 wurde ein Performancesteigerungspaket bei der Sparte ELCOM/EMS kommuniziert mit einem vorgesehenen Volumen von €8-9Mio. Dieses umfasst die Bereinigung des Produkteportfolios und der Produktionsinfrastruktur sowie Integration der akquirierten Ismet in die Sparte ELCOM/EMS. Einschliesslich des dritten Quartals wurden bisher insgesamt €7,5 Mio. an Einmalaufwendungen verbucht, für das vierte Quartal erwartet die Gruppe noch weitere ca. €1,5 Mio. Der nicht bereinigte betriebliche Cashflow (EBITDA) stieg um 2,1% von €47,3 Mio. auf €48,3 Mio. und das nicht bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) sank um 9,2% von €28,9 Mio. auf €26,2 Mio.

Das Periodenergebnis nach Steuern lag mit €17,4 Mio. um 9,9% unter dem Vorjahr (€19,2 Mio.). Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um €0,9 Mio. Die Steuerquote im Berichtszeitraum betrug 31,9% nach 29,2% im Vorjahr. Der Anstieg ist auf die nur begrenzt steuerwirksamen Einmaleffekte zurückzuführen.

Entwicklung der Sparten
In der Sparte Gehäusetechnik stieg der Bruttoumsatz von €132,1 Mio. auf €142,2 Mio. (+7,7%). Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 24,2% auf €19,2 Mio. Entsprechend erreichte die Betriebsergebnismarge 13,5% nach 11,7% im Vorjahr.

Die allgemein hohe Investitionsbereitschaft in Europa führte zu einer positiven Entwicklung in dieser weiterhin wichtigsten Marktregion der Sparte. Deutschland, der bedeutendste Markt, sowie Russland und Osteuropa wuchsen dabei überdurchschnittlich. Auch in Asien zeigte sich eine hohe Wachstumsdynamik durch intensive Projektaktivität im Öl & Gas-Sektor. Eine leicht rückläufige Tendenz registrierte die Sparte in Italien und im schweizerischen Markt.

Die Sparte Mechanische Komponenten steigerte den Bruttoumsatz um 10,8% auf €232,1 Mio. Das Betriebsergebnis erhöhte sich leicht überproportional um 11,6% auf €20.1 Mio. Die Marge lag bei 8,7% nach 8,6% im Vorjahr.

Beide Produktbereiche der Sparte trugen zu dieser positiven Entwicklung bei.

Rose+Krieger profitierte von reger Nachfrage im Sondermaschinenbau und nach Industriekomponenten für Automatisierungslösungen insbesondere in Deutschland und in Osteuropa. In Indien und China wurde das Wachstum vor allem durch Applikationen von Profilmontagesystemen im Bereich Lean Production und Logistiksysteme für den Handel getragen.

Bei DewertOkin setzte sich sowohl in Asien als auch in USA der Wachstumstrend bei ergonomischen, elektrisch verstellbaren Komfortmöbeln ungebrochen fort. In den vergangenen zwölf Monaten wurde deshalb in Kapazitätserweiterungen investiert. Die offizielle Einweihung des neuen Entwicklungs- und Produktionszentrums in Jiaxing (VR China) im September 2017 markierte einen weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte. Mit hocheffizienten Prozessen in modernster Infrastruktur werden dort Antriebssysteme der neuesten Generation für den Weltmarkt entwickelt, die entsprechenden Komponenten hergestellt, endmontiert und geprüft.

Die Sparte ELCOM/EMS steigerte den Bruttoumsatz um 8,5% auf €100,9 Mio. Akquisitionsbereinigt betrug das Wachstum 1,6 %. Das Betriebsergebnis belief sich auf €-10,3 Mio. (Vorjahr €-4,6 Mio.). Darin enthalten sind die vorgenannten Einmalaufwendungen in Höhe von €7,5 Mio. sowie Amortisationen auf akquisitionsbedingte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von €3,4 Mio. Der betriebliche Cashflow vor Einmalaufwendungen konnte weiter verbessert werden und betrug €4,9 Mio. nach €3,5 Mio. im Vorjahr.

Die ersten grossen Schritte der Umsetzung des einschneidenden Massnahmenpaketes zur spartenweiten Performancesteigerung und Kostenoptimierung wurden vollzogen. Rationalisierungsmassnahmen sowie Verlagerungs- und Integrationsarbeiten im Bereich Power Quality stehen dabei im Zentrum. Diese Aktivitäten werden zentral koordiniert und laufen zielstrebig an mehreren Standorten parallel. Bis zum Jahresende stehen weitere Teile des kommunizierten Paketes zur Realisierung an, sodass die Einmalaufwendungen das obere Ende der Bandbreite von €8-9 Mio. erreichen werden.

Bei den insgesamt profitablen Produktbereichen der Sparte waren positive Entwicklungen im Bruttoumsatz in Europa zu verzeichnen. Elektromechanische Komponenten erzielten in Asien Zuwächse, während der Bereich Electronic Packaging akquisitorisches Wachstum in Nordamerika (Akquisition Orion) verbuchen konnte.

Ausblick
In nahezu allen grossen Volkswirtschaften stehen die Zeichen nach Einschätzung der Experten des ifw (Institut für Weltwirtschaft) weiter auf Aufschwung. So ist auch der Indikator für die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Oktober wiederum gestiegen.

Mit ihrer globalen Aufstellung profitiert Phoenix Mecano von dieser positiven Weltmarktsituation. Sie wird den strategischen Fokus weiterhin auf den Ausbau ihrer Position in den angestammten Märkten sowie die Erschliessung von Zukunftsbranchen richten. Hierzu gehören schwerpunktmässig die Bahn-, Medizin-, Energie- und Automatisierungstechnik.

Die Sparte ELCOM/EMS steht im Zentrum der operativen Aufmerksamkeit der Unternehmensleitung. Im Rahmen der laufenden weltweiten Standortbereinigung werden Produktionskapazitäten angepasst, Fertigungstechnologien und Entwicklungsaktivitäten gebündelt, Logistik- und Vertriebsstrukturen verschlankt sowie Produktprogramme gestrafft. Nach erfolgreicher Transformation wird ELCOM/EMS mit einem gestrafften Produktportfolio an elektromechanischen Bauteilen, Komponenten für Hochleistungscomputersysteme und mit Induktivitäten verschiedenster Leistungsklassen positioniert sein um profitabel zu wachsen. Zukunftsträchtige Marktchancen bieten sich durch die technologischen Herausforderungen des Energiewandels, der Dezentralisierung in der Stromversorgung und bei Systemsteuerungen, sowie den unaufhaltsamen Trend der Digitalisierung.

Die Phoenix Mecano-Gruppe wird auch im laufenden Quartal weitere Fortschritte beim Umsatz erzielen, welche aber üblicherweise gegen Ende des Geschäftsjahres weniger schwungvoll ausfallen. Geschäftsleitung und Verwaltungsrat erwarten daher ein Betriebsergebnis vor Einmalaufwendungen für das Gesamtjahr im oberen Bereich der zu Jahresanfang in Aussicht gestellten Zielbandbreite von €36-40 Mio. Im Bestfall könnte dieser Wert auch leicht überschritten werden.

www.phoenix-mecano.comwww.phoenix-mecano.com
 

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