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15.08.2017 Phoenix Mecano: Zweistelliges Wachstum im ersten Halbjahr 2017

Phoenix Mecano, ein führendes Technologieunternehmen in den Bereichen der Gehäusetechnik und industrieller Komponenten, steigerte im ersten Halbjahr den Umsatz und den Auftragseingang je um rund 10%. Das Betriebsergebnis vor Einmalaufwendungen legte überproportional zu. In den wichtigsten Industriemärkten Europas konnte die Gruppe von der guten Konjunkturlage profitieren. Im Bereich der Antriebstechnik für den Möbel- und Pflegebereich setzte sich die hohe Wachstumsdynamik in Asien/Nordamerika fort, während in Europa die Sparzwänge im Gesundheitssektor die Nachfrage schwächten. In der Sparte ELCOM/EMS konnten Umsatz und betrieblicher Cashflow weiter gesteigert werden. Einmalaufwendungen für die Integration und Zusammenführung von Geschäftseinheiten und Kosten für den Aufbau neuer Geschäftsfelder lasten noch auf dem Ergebnis der Sparte. Der Verwaltungsrat hat für ELCOM/EMS ein Massnahmenpaket zur forcierten Bereinigung des Produkteportfolios und der weltweiten Produktionsinfrastruktur beschlossen.

Der konsolidierte Bruttoumsatz stieg im ersten Halbjahr 2017 um 10,1% von €292,4 Mio. auf €322,0 Mio. Bereinigt um Währungseinflüsse ergab sich eine Umsatzsteigerung von 10,4%. Das organische Wachstum betrug 8,3%. Der Nettoumsatz belief sich auf €319,0 Mio. (Vorjahr €289,7 Mio.). Der Auftragseingang nahm um 9,7% von €289,5 Mio. auf €317,4 Mio. zu, entsprechend einer Book-to-bill Ratio von 98,6% (Vorjahr 99,0%).

Im Vorjahresvergleich sind Einmalerträge und -aufwendungen mit einem Nettoertrag von €0,4 Mio. aus dem Verkauf eines Gebäudes sowie einer Rückstellung für die Standortschliessung bei Platthaus im 2. Quartal 2016 zu berücksichtigen. Im ersten Halbjahr 2017 erforderte die Integration der neu akquirierten Ismet in die ELCOM/EMS Sparte Einmalaufwendungen in Höhe von €1,5 Mio. Bereinigt um diese Effekte stiegen der betriebliche Cashflow überproportional um 11,2% von €32,0 Mio. auf €35,6 Mio. und das Betriebsergebnis um 11,5% von €20,2 Mio. auf €22,5 Mio.

Das Periodenergebnis nach Steuern lag mit €14,3 Mio. um 4,7% über dem Vorjahr (€13,7 Mio.). Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,5 Mio. Die Nettoverschuldung erhöhte sich wachstumsbedingt auf €45,1 Mio. (30. Juni 2016: €39,3 Mio.), entsprechend 16,8% des Eigenkapitals. Im ersten Quartal erfolgte die Aufnahme einer Schuldscheinfinanzierung über 35 Mio. EUR und 13,5 Mio. USD mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Damit und dank der Eigenkapitalquote von 55,8% verfügt die Gruppe weiterhin über erheblichen Spielraum für die strategische Entwicklung.

Entwicklung der Sparten
Die Sparte Gehäusetechnik steigerte den Bruttoumsatz um 7,7% auf €96,2 Mio. Das Betriebsergebnis stieg überproportional um 23,9% auf €12,9 Mio. Entsprechend erhöhte sich die Betriebsergebnismarge von 11,6% auf 13,4%. In einem investitionsfreundlichen wirtschaftlichen Umfeld mit robuster Nachfrage in wichtigen Kernmärkten Europas sowie in den USA konnten die Umsätze in Europa um 5,1% und in Nord- und Südamerika um 5,8% gesteigert werden. Das prozentual stärkste Wachstum wurde in Asien mit 23,2% erzielt. Treiber dafür waren Projekterfolge im fernöstlichen Öl- und Gasgeschäft.

Die Sparte Mechanische Komponenten steigerte den Bruttoumsatz um 10,9% auf €158,0 Mio. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 7,1% auf €13,6 Mio. Die Betriebsergebnismarge lag bei 8,6% nach 8,9% im Vorjahr. Im Industriesegment von Rose & Krieger setzte sich - getragen von hoher Investitionstätigkeit in die Erneuerung von Produktionsanlagen und in Automatisierungsprojekte - die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im 2. Quartal fort. Der volumenstärkere Produktbereich DewertOkin konnte die weiterhin hohe Wachstumsdynamik bei Komfort- und Liegemöbeln in Asien und Nordamerika nutzen. Die schwache Nachfrage in Europa und anhaltender Preisdruck im Möbel- und Pflegemarkt beeinträchtigten die Margenentwicklung der Sparte im 2. Quartal.

Die Sparte ELCOM/EMS verzeichnete beim Bruttoumsatz eine Steigerung um 12,0% auf €67,8 Mio. Akquisitionsbereinigt betrug das Wachstum 3,1%. Das Betriebs-ergebnis belief sich auf €-3,1 Mio. (Vorjahr €-3,0 Mio.). Darin enthalten sind Amortisationen auf akquisitionsbedingte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von €2,1 Mio. (im Vorjahr €1,3 Mio.). Der betriebliche Cashflow konnte weiter verbessert werden und betrug €1,8 Mio. nach €0,8 Mio. im Vorjahr.

Der Geschäftsbereich Power Quality belastete das Spartenergebnis durch Integrationskosten aus der mit Hochdruck vorangetriebenen Zusammenführung der defizitären Platthaus mit der in 2016 akquirierten Ismet-Gruppe. Neue Projektzusagen für Messwandler zum Ausbau von HVDC-Infrastruktur bestätigten positive Aussichten in diesem Wachstumsmarkt.

Die beiden profitablen Geschäftsbereiche Elektromechanische Komponenten und Electronic Packaging konnten ihre Ergebnisse leicht steigern. Letzterer hat durch die Übernahme der Kapitalmehrheit an der bisherigen Minderheitsbeteiligung Orion Technologies LLC in den USA sein Angebot an Komponenten für kundenspezifische Industriecomputersysteme erweitert.

Massnahmenpaket für die Sparte ELCOM/EMS
Der Verwaltungsrat der Phoenix Mecano-Gruppe hat am 14.8.2017 ein Massnahmenpaket zur forcierten Bereinigung des Produkteportfolios und der weltweiten Produktionsinfrastruktur der Sparte ELCOM/EMS beschlossen.

Unter Berücksichtigung der im ersten Halbjahr angefallenen einmaligen Integrationskosten bei Ismet (€1,5 Mio.) ist für das Gesamtjahr 2017 mit Einmalaufwendungen in der Grössenordnung von €8-9 Mio. zu rechnen, voraussichtlich €6-7 Mio. davon cashwirksam.

Das Management erwartet in den Folgejahren realisierbare Kostenentlastungen aus diesem Massnahmenpaket in der Höhe von €2-3 Mio. p.a..

Im Rahmen dieser weltweiten Standortbereinigung werden Produktionskapazitäten angepasst, Fertigungstechnologien und Entwicklungsaktivitäten gebündelt, Logistik- und Vertriebsstrukturen verschlankt sowie Produktprogramme gestrafft. Davon betroffen sind ausschliesslich ELCOM/EMS Geschäftsbereiche (insbesondere Power Quality und Elektromechanische Komponenten). Diese Massnahmen führen zu Produktivitätsfortschritten und Ergebnisverbesserungen und stellen die Erreichung der kurz- und mittelfristigen Profitabilitätsziele der Sparte sicher.

Ausblick
Die für Phoenix Mecano relevanten Konjunkturbarometer, wie Einkaufsmanagerindizes (IHS Markit PMI) oder der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex, stehen auf Aufschwung und versprechen weiterhin robustes Wachstum auf globaler Basis. Dieses dürfte die Nachfrage nach unseren Industriekomponenten und Systemlösungen, welche bei Investitionsgütern in diversen Anwendungsbereichen und Branchen zum Einsatz kommen, auch im 2. Halbjahr stützen. Bei Linearantrieben für industrielle Automatisierungen und den weltweit führenden elektrischen Antriebslösungen für die Komfortmöbel- und Pflegeindustrie (DewertOkin) stehen die Zeichen auf fortgesetztes Marktwachstum.

Management und Verwaltungsrat erwarten für die Gesamtgruppe im zweiten Halbjahr 2017 weitere Fortschritte beim Umsatz, welche aber aufgrund des robusten Vorjahresvergleichszeitraums weniger stark als im 1. Halbjahr ausfallen dürften.

Die erfolgreiche Transformation der Sparte ELCOM/EMS mit attraktiven Zukunftspotentialen in den Bereichen Strom- und Spannungsmessung, Industrial Computing und innovativen elektromechanischen Bauteilen wird durch die beschlossene Portfolio- und Standortbereinigung mit Hochdruck vorangetrieben. Die operativen Risiken dieser zukunftsträchtigen, einschneidenden Massnahmen sind nicht unerheblich und stehen in der Umsetzungsphase im Zentrum der Aufmerksamkeit von Gruppenmanagement und Verwaltungsrat.

Die Phoenix Mecano-Gruppe erwartet im derzeitigen Umfeld für 2017 weiterhin ein Betriebsergebnis in der Zielbandbreite von €36 bis €40 Mio. Die vorgenannten Einmalkosten zur Erreichung der ambitionierten Einsparungsziele ab 2018 sind dabei nicht berücksichtigt.

http://www.phoenix-mecano.comhttp://www.phoenix-mecano.com
 

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