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07.08.2017 Bucher Industries: Erstes Halbjahr 2017 mit verbessertem Geschäftsverlauf

Im ersten Halbjahr 2017 verbesserten sich der Geschäftsverlauf und vor allem die Aussichten 2017 von Bucher Industries. Zum deutlich gestiegenen Auftragseingang trugen alle Divisionen mit Ausnahme von Bucher Specials bei. Auch der Umsatz des Konzerns stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016. Die Betriebsgewinnmarge bewegte sich auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Verbesserte Marktstimmung
Der Konzern profitierte im ersten Halbjahr 2017 von einer positiveren Stimmung in den von ihm bedienten Märkten. In der Landwirtschaft war mehr Zuversicht spürbar. Die höheren Milch- und stabileren Fleischpreise hatten einen positiven Effekt auf die Milch- und Viehwirtschaft. Auch im Ackerbau festigten sich die Preise für Getreide, allerdings aufgrund der weltweit hohen Lagerbestände auf einem tiefen Niveau. In Europa erholte sich der Markt für Kehrfahrzeuge und in Australien erhöhte sich die Nachfrage nach Müllfahrzeugen. Bei den hydraulischen Systemlösungen und Komponenten sowie den Glasformungs- und Inspektionsmaschinen entwickelte sich die Nachfrage erfreulich. Die Situation in den Märkten von Bucher Specials zeigte sich unterschiedlich.

Ansprechender Geschäftsgang
Im ersten Halbjahr 2017 nahm der Auftragseingang von Bucher Industries erfreulich zu. Alle Divisionen trugen dazu bei, mit Ausnahme von Bucher Specials. Kuhn Group verzeichnete vor allem in Nordamerika eine deutliche Steigerung des Auftragseingangs. Das Geschäft mit Kommunalfahrzeugen von Bucher Municipal entwickelte sich in Europa, Australien und Russland ansprechend. Bucher Hydraulics verzeichnete in den Segmenten Baumaschinen, Industriehydraulik, Fördertechnik und Landtechnik mehr Aufträge. Die gute Entwicklung bei den Glasformungsmaschinen sowie deren Ersatzteilen förderte den Geschäftsverlauf von Bucher Emhart Glass. Die vier Geschäftseinheiten von Bucher Specials verhielten sich unterschiedlich. Der Auftragseingang des Konzerns verbesserte sich deutlich, die Zunahme des Umsatzes blieb noch unter derjenigen des Auftragseingangs. Die Betriebsgewinnmarge lag bei 8.7% und war insbesondere durch höhere Materialkosten bei Kuhn Group belastet. Zusätzlich enthielt das Betriebsergebnis einen positiven Einmaleffekt aus der Herabsetzung des Umwandlungssatzes der Schweizer Pensionskasse von CHF 5 Mio. Zusammen mit einem tieferen Finanz- und Steueraufwand stieg das Konzernergebnis deutlich an.

Finanzlage
Die saisonale Zunahme des Nettoumlaufvermögens sowie die Auszahlung der Dividende führte im ersten Halbjahr zu einem negativen Free Cashflow von CHF 79 Mio. Die Nettoliquidität reduzierte sich per 30. Juni 2017 auf minus CHF 16 Mio. Aus saisonalen Gründen wird sich diese gegen Ende 2017 wieder markant erhöhen. Der Konzern investierte in der Berichtsperiode CHF 25 Mio. in organisches Wachstum. Im Vordergrund stand ein Ausbau der Produktionsinfrastruktur sowie die Modernisierung und Automatisierung der Produktionsmittel. Zusätzlich wurde erneut grosser Wert auf die betrieblichen Nettoaktiven gelegt. Zusammen mit dem gestiegenen Betriebsergebnis verbesserte sich die Rendite auf den betrieblichen Nettoaktiven (RONOA) auf 13.6% (Vorjahresperiode 12.1%). Damit lag die Rendite weiterhin deutlich über den Kapitalkosten, jedoch unter dem langfristigen Zielwert von 16%. Mit einer Eigenkapitalquote von 52% und den hohen liquiden Mitteln bleiben die finanzielle Unabhängigkeit sowie das weitere Wachstum gesichert.

Verwaltungsra
Am 19. April 2017 wählte die Generalversammlung Philip Mosimann erneut zum Verwaltungsratspräsidenten. Alle zur Wiederwahl gestandenen Mitglieder des Verwaltungsrats und des Vergütungsausschusses wurden bestätigt. Ernst Bärtschi stellte sich nach zwölf Jahren nicht mehr zur Wiederwahl.

Aussichten 2017
Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem im Jahresvergleich verbesserten Geschäftsverlauf. Kuhn Group erwartet eine fortgesetzte Erholung des Markts für Landtechnik. Die Division geht für das zweite Halbjahr 2017 von stabilen und damit im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Milchpreisen aus, welche die Nachfrage im Markt für Futterernte und Fütterungstechnik weiterhin beleben könnten. Die Preise für Getreide sowie der Markt für Landmaschinen in diesem Bereich dürften volatil bleiben. Für 2017 rechnet die Division mit einer Zunahme des Umsatzes und trotz höherer Materialkosten mit einer im Jahresvergleich höheren Betriebsgewinnmarge. Bucher Municipal erwartet in der zweiten Jahreshälfte eine leicht tiefere Nachfrage nach Kommunalfahrzeugen. Die im laufenden Jahr abzuschliessende Konzentration der Kehrfahrzeugproduktion, der Wegfall der Einmalkosten sowie eine gute Kapazitätsauslastung sollten die Profitabilität begünstigen. Die Division geht deshalb für das gesamte Jahr 2017 von einem höheren Umsatz und einer positiven Entwicklung der Betriebsgewinnmarge aus. Bucher Hydraulics rechnet weiterhin mit einem günstigen Marktumfeld. Die Division dürfte im laufenden Jahr einen gestiegenen Umsatz und aufgrund eines erhöhten Entwicklungsaufwands eine Betriebsgewinnmarge in der Grössenordnung des Vorjahrs erzielen. Bucher Emhart Glass erwartet eine weiterhin gute Nachfrage im Projektgeschäft. Die Division setzt die Massnahmen zur Verbesserung ihrer Profitabilität fort und wird die Restrukturierung des chinesischen Joint Ventures weiterführen. Der hohe Auftragsbestand wird sich im zweiten Halbjahr positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken. Für das Jahr 2017 rechnet Bucher Emhart Glass mit einer Umsatzsteigerung und einer leicht höheren Betriebsgewinnmarge. Bucher Specials erwartet dank der Getränketechnologien und der Automationslösungen eine Verbesserung des Geschäftsgangs. Die Division geht für das Jahr 2017 von einem leicht steigenden Umsatz sowie einer leicht tieferen und von Einmalkosten belasteten Betriebsgewinnmarge aus. Insgesamt rechnet der Konzern für das laufende Jahr mit einer Umsatzsteigerung und einer verbesserten Betriebsgewinnmarge.

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