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04.04.2014 Metall Zug Gruppe: Umsatz- und Gewinnwachstum im 2013

Die Metall Zug Gruppe schliesst das Geschäftsjahr 2013 mit einem erfreulichen Ergebnis ab. Das innovative Produkte- und Dienstleistungsangebot sowie die Effizienzsteigerungsprogramme in allen drei Geschäftsbereichen führten zu einer signifikanten Stärkung der Metall Zug. Der Konzernumsatz stieg um 6.1% auf CHF 908.6 Mio. Das Betriebsergebnis verbesserte sich auf CHF 69.8 Mio.

Die Metall Zug Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2013 gut behauptet und trotz anspruchsvollen Rahmenbedingungen mit anhaltend hohem Preisdruck weiter an Stärke zugelegt. Der Konzernumsatz stieg um 6.1% auf CHF 908.6 Mio. (Vorjahr: CHF 856.4 Mio.). Ohne Berücksichtigung des Beitrags von Akquisitionen (+1.4%) und des Währungseinflusses (-0.1%) erhöhte sich der Konzernumsatz um 4.8%. Die Geschäftsbereiche Infection Control und Wire Processing konnten beachtliche Ergebnisverbesserungen erzielen, obwohl Sonderkosten im Zusammenhang mit der laufenden Restrukturierung bei Infection Control und einer Akquisition bei Wire Processing entstanden sind. Insgesamt erzielte die Metall Zug Gruppe mit CHF 69.8 Mio. (Vorjahr: CHF 66.6 Mio.) ein erfreuliches Betriebsergebnis (EBIT). Unter Ausschluss des Sondereffekts bei den Personalkosten von CHF 6.3 Mio. im Vorjahr sowie des im Vorjahr noch enthaltenen Beitrags des Geschäftsbereichs Immobilien von CHF 7.5 Mio. entspricht dies einer Steigerung um 32.0%. Das Finanzergebnis stieg im Berichtsjahr auf CHF 70.2 Mio. (Vorjahr: CHF 8.4 Mio.), und das Konzernergebnis verdoppelte sich auf CHF 124.1 Mio. (Vorjahr: CHF 61.5 Mio.). Die Metall Zug Gruppe verfügt über eine solide Bilanz. Das Eigenkapital erhöhte sich auf CHF 747.8 Mio. bzw. 75.3% der Bilanzsumme (Vorjahr: CHF 692.0 bzw. 72.5%), und die Net Cash Position betrug per Jahresende 2013 CHF 415.8 Mio. (Vorjahr: CHF 349.6 Mio.).

Beim Vergleich mit dem Vorjahresergebnis der Geschäftsbereiche ist zu berücksichtigen, dass erstmals «Corporate» als neues Berichtssegment ausgewiesen wird, das neben den bisher vom Geschäftsbereich Haushaltapparate getragenen Kosten der Konzernzentrale auch die bislang zum Geschäftsbereich Haushaltapparate gehörende V-ZUG Immobilien AG enthält.

Haushaltapparate: Marktführerschaft gefestigt
Das Jahr 2013 war für den Geschäftsbereich Haushaltapparate, zu dem die in der Schweiz produzierende V-ZUG gehört, wiederum von einem hohen Margen- und Preisdruck geprägt. Dank zahlreichen ressourcenschonenden und mit zusätzlichen Funktionalitäten ausgestatteten Produktinnovationen konnte V-ZUG ihre Marktführerschaft im Heimmarkt weiter festigen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten erneut mehr Apparate verkauft werden.

Der fortgeführte Aufbau des internationalen Geschäfts stand im Berichtsjahr im Zeichen der Konsolidierung in den bisher bearbeiteten Ländern sowie der Vorbereitung für den Markteintritt in der Türkei und in China. In den kommenden Jahren wird die Erschliessung ausgewählter ausländischer Märkte weiter vorangetrieben. Auch SIBIRGroup ist wiederum gewachsen und Gehrig Group ist es nach dem schwierigen Vorjahr gelungen, das Betriebsergebnis zu verbessern. Der Bruttoumsatz des Geschäftsbereichs Haushaltapparate stieg um 4.0% auf CHF 579.4 Mio. (Vorjahr: CHF 556.9 Mio.). Unter Ausschluss der Akquisition des Kühlgerätegeschäfts (1.6%) entspricht dies einem organischen Wachstum von 2.4%. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde durch Investitionen in die Internationalisierung der V-ZUG belastet. Es erreichte CHF 54.2 Mio. und verbesserte sich damit gegenüber dem zu Vergleichszwecken bereinigten Vorjahresergebnis (CHF 52.1 Mio.) um CHF 2.1 Mio. Diese Vergleichsbasis berücksichtigt den Sondereffekt im Jahr 2012 bei den Personalkosten der V-ZUG AG von CHF 6.3. Mio. sowie die Erhöhung des Mietzinses auf Marktmiete bei der V-ZUG AG um CHF 3.8 Mio. im Jahr 2013 für die von ihr genutzten Liegenschaften der V-ZUG Immobilien AG. Letztere war bisher im Geschäftsbereich Haushaltapparate und ist neu im Berichtssegment «Corporate» enthalten.

Infection Control: Neuausrichtung auf Kurs
Der strukturelle Umbau von Belimed ist im Berichtsjahr weiter vorangekommen. Belimed verfügt heute mit den Segmenten Medizin, Pharma und Service über drei Geschäftseinheiten, die ideal auf ihre Kunden ausgerichtet sind.

Mit dem Werk in Slowenien wurden signifikante Produktivitätssteigerungen erzielt. Die laufenden Programme zur Effizienzsteigerung in der Wertschöpfungskette und die Überarbeitung verschiedener Produkte werden konsequent vorangetrieben, das Ergebnis von Belimed aber weiterhin belasten. Der Bruttoumsatz stieg um 10.8% auf CHF 221.1 Mio. (Vorjahr: CHF 199.6 Mio.). Unter Berücksichtigung des Währungseinflusses von 0.6% erhöhte sich der Bruttoumsatz in Lokalwährungen um 10.2%. Trotz Belastungen durch laufende Projekt- und Restrukturierungskosten hat Belimed das Betriebsergebnis (EBIT) mit CHF 0.7 Mio. (Vorjahr: CHF – 8.8 Mio.) deutlich verbessert.

Wire Processing: überproportionales EBIT-Wachstum
Die im Vorjahr eingeleiteten Massnahmen zur Verbreiterung der Kundenbasis und zur Erweiterung des Produktsortiments sowie zur Prozessoptimierung haben Wirkung gezeigt. Zudem wurden im Werk Radevormwald in Deutschland bedeutende Produktivitätsverbesserungen und mit einem Effizienzsteigerungsprogramm in den verschiedenen Geschäftsprozessen Kostenreduktionen erzielt. In den Kernmärkten für Kabelverarbeitungsmaschinen hat sich Schleuniger gut behauptet. Erfreulich war die Entwicklung des Geschäfts mit Grosskunden der Automobilindustrie. Zudem hat Schleuniger dank der Zusammenarbeit mit TELSONIC, Bronschhofen (Schweiz), ihre Kompetenz im Bereich Ultraschallschweisslösungen gestärkt und mit der Akquisition des Geschäfts von Tianjin Haofeng Electrical Equipment Co., Ltd. einen bedeutenden Schritt im Zielmarkt China gemacht.

Gesamthaft steigerte Schleuniger den Bruttoumsatz um 7.6% auf CHF 110.9 Mio. (Vorjahr: CHF 103.0 Mio.). Ohne Berücksichtigung der Akquisition (+2.7%) und des Währungseinflusses (-1.7%) entspricht dies einer Erhöhung um 6.6%. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich überproportional um 70.1% auf CHF 15.0 Mio. (Vorjahr CHF 8.8 Mio.).

Hohes Finanzergebnis
Im Rahmen der Abspaltung des Geschäftsbereichs Immobilien im Jahr 2012 wurde den Aktionären pro Metall Zug Holding AG Aktie eine Aktie Zug Estates Holding AG ausgeschüttet. Darüber hinaus erhielt die Metall Zug AG als Folge einer Kapitalerhöhung bei der Zug Estates Holding AG 60 000 Namenaktien B der Zug Estates Holding AG, um die Abspaltung mit einer Barkomponente ausstatten zu können. Der dementsprechend erfolgte Verkauf des grösseren Teils dieser Aktien im Berichtsjahr sowie die Aufwertung der noch verbleibenden Aktien trugen als Sondereffekt wesentlich zum Finanzergebnis von CHF 70.2 Mio. bei. Die im Mai 2013 anlässlich des Doppeljubiläums ausbezahlte Sonderdividende an die Aktionäre widerspiegelt diesen der Abspaltung des Geschäftsbereichs Immobilien zuzurechnenden Sondereffekt. Daneben haben auch die Erträge und Kursgewinne der im Rahmen von Vermögensverwaltungsaufträgen angelegten liquiden Mittel dank der guten Entwicklung an den Kapitalmärkten einen erfreulichen Beitrag zum Finanzergebnis geliefert.

Ausblick
Für 2014 geht die Metall Zug Gruppe von einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld aus. Insbesondere dürfte der Druck auf die Preise nicht nachlassen. Die Metall Zug Gruppe wird im 2014 ihre Wachstums- und Internationalisierungsstrategie weiter umsetzen und ihre Geschäftsprozesse weiterhin konsequent optimieren. Sofern sich das Marktumfeld und die Währungssituation nicht wesentlich verändern, dürfte für das Jahr 2014 mit einem gegenüber dem Jahr 2013 leicht höheren Betriebsergebnis gerechnet werden.

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