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19.03.2014 Rieter: Deutliche Steigerung von Bestellungseingang und Umsatz

Rieter verzeichnete im Geschäftsjahr 2013 einen erfreulichen Geschäftsgang. Dank der verbesserten Marktposition steigerte das Unternehmen alle zentralen Kenngrössen –Bestellungseingang, Umsatz, EBIT und Konzerngewinn – gegenüber dem Vorjahr deutlich. Der Bestellungseingang wuchs um 50% auf 1 259.4 Mio. CHF an. Der Umsatz erreichte 1 035.3 Mio. CHF, was einem Plus von 17% entspricht. Überproportional zum Umsatz entwickelte sich das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Es stieg um 84% auf 60.2 Mio. CHF, was 5.8% des Umsatzes gleichkommt (2012: 3.7%). Rieter erwirtschaftete 2013 einen Konzerngewinn von 37.4 Mio. CHF bzw. 3.6% des Umsatzes. Dieser Wert liegt um 46% über dem Vorjahr (2012: 25.7 Mio. CHF bzw. 2.9%). Auch die Bilanz von Rieter entwickelte sich gut: Bei nach wie vor hohen Investitionsausgaben erzielte das Unternehmen einen Free Cash Flow von 61.1 Mio. CHF (2012: -32.3 Mio. CHF). Für das Geschäftsjahr 2013 beantragt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer Dividende von 3.50 CHF aus Kapitaleinlagereserven. Das für die Jahre 2012 und 2013 initiierte Investitionsprogramm für weiteres Wachstum war zum Jahresende weitgehend abgeschlossen. Es zeigte bereits positive Auswirkungen auf den Geschäftsgang.

Der Markt für Kurzstapelfasermaschinen und -komponenten zeigte sich im Jahr 2013 nach einem verhaltenen Start zunehmend dynamischer. Die Margen der Spinnereien entwickelten sich 2013 weiterhin gut, was die Investitionsbereitschaft der Kunden von Rieter förderte. Dieser positive Trend war regional breit abgestützt und in einer Vielzahl von Ländermärkten zu verzeichnen. Nach einem starken ersten Halbjahr stabilisierte sich die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte, blieb aber auf einem ansprechend hohen Niveau.

Die positive Entwicklung bei Bestellungseingang und Umsatz im Jahr 2013 verdeutlicht die Richtigkeit der Innovations- und Expansionsstrategie, die Rieter seit 2012 umsetzt. Das um wichtige Produkteinführungen erweiterte Angebot wurde sowohl in den traditionellen als auch in neuen Märkten sehr gut nachgefragt. Mit der Umsetzung des grossen Investitionsprogramms 2012/2013 für weiteres Wachstum und den drei Schwerpunkten Expansion in Asien, Innovation und Prozess-verbesserungen hat Rieter seine bereits starke Marktposition zusätzlich ausgebaut. Das Unternehmen ist mit seiner marktspezifisch ausgerichteten Produktpalette sowie mitneuen Werken weltweit hervorragend aufgestellt und vernetzt. In allen bedeutenden Märkten setzen die Spinnereien vermehrt auf Maschinen und Komponenten, die eine hohe Automatisierung sowie eine höhere Produktivität und Garnqualität bei niedrigerem Energieverbrauch erlauben. Rieter kann als einziger globaler Anbieter von Gesamtsystemen in allen vier Spinnverfahren den gesamten Spinnprozess nach den spezifischen Kundenbedürfnissen optimieren. Dies ist ein entscheidender und nachhaltiger Wettbewerbsvorteil.

Bestellungseingang und Umsatz
Rieter verzeichnete im Berichtsjahr eine Steigerung des Bestellungseingangs um 50% auf 1 259.4 Mio. CHF. Besonders lebhaft entwickelte er sich im ersten Halbjahr 2013. Im zweiten Halbjahr verlang-samte sich der Bestellungseingang leicht; er blieb jedoch über dem langjährigen Durchschnitt. Diese Entwicklung galt vor allem für die Türkei, wo die Nachfrage, unterstützt durch staatliche Förderprogramme, besonders rege gewesen war. In China erzielte Rieter dank der weiter ausgebauten Präsenz vor Ort insbesondere in der ersten Jahreshälfte bedeutende Bestellungseingänge. Allerdings liess angesichts hoher Rohmateriallager und zunehmender Schwierigkeiten, Investitionsprojekte zu finanzieren, die Investitionstätigkeit chinesischer Spinnereibesitzer gegen Jahresende nach. In verschiedenen asiatischen Ländern wie Pakistan, Usbekistan, Südkorea, Bangladesch, Indonesien und Vietnam setzte sich jedoch die gute Nachfrage nach Rieter-Produkten über das ganze Jahr fort. In den USA werden Spinnereikapazitäten erneuert, da die Branche von einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur profitiert. Hier entwickelte sich das Geschäft vor allem im zweiten Halbjahr rege, und Rieter konnte namhafte Aufträge für Rotorspinnmaschinen abschliessen. In Indien nahmen die Bestellungen in der zweiten Jahreshälfte zu, wenn auch noch auf bescheidenem Niveau. Rieter verzeichnete in beiden Business Groups einen Anstieg des Bestellungseingangs, wobei die ausgeprägte Dynamik im ersten Halbjahr insbesondere auf Bestellungen von Gesamtanlagen bei Spun Yarn Systems zurückzuführen war. Rieter verfügte am Jahresende 2013 über einen Bestellungsbestand von rund 765 Mio. CHF, was eine hohe Auslastung bis weit in das Jahr 2014 gewährleistet (31. Dezember 2012: rund 550 Mio. CHF). Auch der Umsatz von Rieter entwickelte sich 2013 sehr gut. Er lag mit 1 035.3 Mio. CHF um 17% über dem Vorjahr. Die Zunahme erfolgte in allen Regionen; einzig in Europa ging der Umsatz leicht zurück. Dank den erweiterten und modernisierten Fertigungskapazitäten konnte Rieter die Bestellungen zügig bearbeiten und den Umsatz im zweiten Halbjahr gegenüber dem ersten um 17% steigern.

Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte Rieter insgesamt 4 793 Mitarbeitende, gegenüber 4 720 am Stichtag des Vorjahrs. Die grossen Bestellmengen bewältigte Rieter im Wesentlichen durch gesteigerte Produktivität und mit einer grösseren Anzahl von Temporären; zum Jahresende waren dies 1 210 Personen bzw. 20% der Belegschaft (2012: 985 Temporäre bzw. 17%). Der Aufbau von festen Stellen erfolgte ausschliesslich an den neuen Standorten in Asien. Der im Frühjahr 2013 bekannt gegebene, strukturell bedingte Stellenabbau im administrativen Bereich wurde trotz der hohen Bestellvolumen planmässig umgesetzt.

Betriebsergebnis und Konzerngewinn
Der EBITDA von Rieter belief sich zum Jahresende 2013 auf 95.2 Mio. CHF (9.2% des Umsatzes). Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Berichtsjahr um 84% auf 60.2 Mio. CHF an, was 5.8% des Umsatzes entspricht. Vor allem im zweiten Semester erhöhte Rieter den EBIT überproportional zum Umsatz, dies durch eine bessere Auslastung der Kapazitäten, einen günstigeren Produktmix mit höheren Margen im Maschinengeschäft sowie dank der Dynamik im Komponentengeschäft. Der Stellenabbau zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität unterstützte die positive Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr mit rund 6 Mio. CHF.

Im EBIT enthalten sind Kosten von 23.7 Mio. CHF für das strategische Investitionsprogramm 2012/2013. Der EBIT vor strategischen Projekten belief sich somit auf 83.9 Mio. CHF bzw. 8.1% des Umsatzes.

Rieter tätigte 2013 Investitionen für insgesamt 55.0 Mio. CHF (5.3% des Umsatzes). Dieser Wert liegt planmässig um 33% unter jenem des Vorjahrs. Davon fielen 35.7 Mio. CHF für das strategische Investitionsprogramm an; 19.3 Mio. CHF bzw. 1.9% des Umsatzes flossen in operative Investitionen (2012: 30.0 Mio. CHF bzw. 3.4% des Umsatzes).

Für Forschung und Entwicklung investierte Rieter mit 45.0 Mio. CHF bzw. 4.3% des Umsatzes einen leicht höheren Betrag als im Vorjahr (2012: 42.7 Mio. CHF bzw. 4.8% des Umsatzes).

Rieter steigerte 2013 den Konzerngewinn um 46% auf 37.4 Mio. CHF, was 3.6% des Umsatzes gleichkommt (2012: 25.7 Mio. CHF bzw. 2.9% des Umsatzes). Darin enthalten ist ein Gewinn aus dem Verkauf von Beteiligungen von 0.3 Mio. CHF. Der Vorjahresgewinn war mit 17.6 Mio. CHF aus dem Verkauf von Beteiligungen begünstigt worden. Die Steuerquote lag 2013 aufgrund einer unausgeglichenen Länderverteilung bei 28.8%. Das Finanzergebnis beinhaltet einen einmaligen Gewinn von 5.2 Mio. CHF im Zusammenhang mit der Umbewertung einer Put-Option von Minderheitsaktionären sowie Fremdwährungsgewinne von 1.1 Mio. CHF (2012: Fremdwährungsverluste von 2.9 Mio. CHF). Das Ergebnis pro Aktie stieg auf 8.56 CHF (2012: 6.24 CHF). Die Rendite auf dem eingesetzten Kapital wuchs 2013 auf 8.5% (2012: 6.7%) an.

Ausblick
Das Geschäft von Rieter ist weltweit breit abgestützt. Rieter hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 weiterhin eine gute Nachfrage nach Textilmaschinen und -komponenten verzeichnet. Die Nachfrage hängt unter anderem von der Entwicklung der Garn- und Rohmaterialpreise, der Wechselkurse, der Finanzierungskosten und der weltweiten Konsumentenstimmung ab.

Abgestützt auf den aktuellen Bestellungsbestand – der bereits ins Jahr 2015 reicht – erwartet Rieter für 2014 ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich mit einem stärkeren zweiten Semester. Die operative Marge (EBIT) wird vom Volumenwachstum profitieren. Demgegenüber werden zusätzliche Kosten fürden Abschluss des Projekts zur Verbesserung der IT-unterstützten Prozesse im Umfang von 10 Mio. CHF, eine niedrige Auslastung der Kapazitäten für Luftspinnmaschinen sowie Margen im Auftragsbestand, die tiefer liegen als im zweiten Halbjahr 2013, die Profitabilität belasten. Rieter erwartet für das Jahr 2014 ein höheres Betriebsergebnis (EBIT) als 2013.

Rieter fokussiert sich 2014 verstärkt auf die Kunden und damit auf die zeitgerechte Auslieferung des Bestellungsbestands sowie auf einen profitablen künftigen Bestellungseingang. Weitere Schwerpunkte bilden der Abschluss der Aktivitäten aus dem Investitionsprogramm 2012/2013 und die konsequente Nutzung der getätigten Investitionen.

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