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28.11.2013 Rofam GmbH: Feiert das 20-jährige Firmenjubiläum

Seit 20 Jahren beschriftet und schweisst die Firma Rofam Metalle und Kunststoffe mit Lasertechnik. Der Firmengründer Rolf Merz entdeckte das neue Geschäfsfeld schon früh.

Chirurgische Instrumente, Implantate mit feinsten Beschriftungen oder zusammengeschweisste Werkzeuge und Blechgehäuse sind in der ganzen Welt im Einsatz. Welcher Patient hätte gedacht, dass die Beschriftung auf seinem neuen Hüftgelenk möglicherweise bei der Rofam in Leimbach eingraviert wurde?

Die Geschichte und der Aufstieg des Beschriftungsspezialisten tönt fast amerikanisch. Vor 20 Jahren wagte Rolf Merz den Schritt in die Selbstständigkeit, setzte sein Erspartes ein und kaufte eine erste Laseranlage. "Im Keller führte ich die ersten Aufträge aus", sagt Merz und zückt aus seinem Schreibtisch ein laminiertes Exemplar der ersten Rechnung, die er als junger Unternehmer gestellt hatte: "An die ABB in Baden."

Merz hat vor zwanzig Jahren erkannt, dass sich mit der neuen Lasertechnologie ein Geschäftsfeld öffnet. Viele Firmen produzieren Teile, die zwecks Identifikation dauerhaft zu beschriften sind. Da bietet die Rofam massgeschneiderte Lösungen an.

"Wir unterscheiden heute zwischen Beschriften oder Gravieren mit dem Laserstrahl. Im ersten Verfahren verändert oder verfärbt der gebündelte Laserstrahl die Oberfläche des Materials. Computergesteuert können die von Spezialisten bedienten Maschinen praktische jede Schrift, jedes Logo auf die industriell hergestellten Werkstücke bringen.

Berührungslos und reproduzierbar
Der Laserstrahl kann auch zum Eingravieren von Schriften genutzt werden. Die Materialabtragung ist gering. Vorteile dieser Technik sind das berührungslose Arbeiten der Laser: ohne Werkzeuge, verschleissfrei. Selbst normierte Oberflächenstrukturen können hergestellt werden, zum Beispiel für Kunststoffformen.

Merz sagt, es sei egal, ob er Formbaustahl, Aluminiumlegierungen, reines Kupfer oder andere Metalle beschriften müsse. "Und die einmal programmierten Strukturen können wir beliebig oft abrufen." Ob ein Stück oder eine Serie von 1000, spielt auch keine Rolle.

1999 stieg die Firma aus dem Keller und bezog einen Neubau am heutigen Standort. Eine dritte Laseranlage wurde in Betrieb genommen, wenig später die vierte. "Dank steigender Aufträge investierte ich laufend in die Infrastruktur", sagt Merz, "die Anlagen werden mit neuester Technologie nachgerüstet oder ersetzt."

2009 hat die Rofam ein zweites Standbein installiert: Das hochpräzise Laserschweissen. Ganz unterschiedlich sind die geschweissten Teile, und sie sind international im Einsatz. Etwa Magnetgehäuse für die Steuerung von Erdölbohrköpfen und Blechförmli, die in amerikanischen Grossbäckereien maschinell Halloween-Motive ausstechen.
Ein KMU mit Nachfolge-Regelung

"Wir haben heute zwei Schwergewichte, Beschriften und Schweissen", sagt Merz, "ein Klumpenrisiko gibt es dank unsern fast 400 Kunden nicht. Und die Nachfolge der Firma ist auch schon vorgespurt. 2010 ist Sohn Andreas Merz eingestiegen und wird die Firma einst weiterführen.

"Für mich ist das motivierend", sagt der Vater, "als Unternehmer denke ich in Generationen, und jetzt weiss ich, dass es weiter geht. Die Rofam ist für jeden Bereich ISO-zertifiziert und beschäftigt heute 14 Mitarbeiter, Tendenz steigend. Die neuste Maschine, eine 3-D-Laser-Schweissmaschine ist bereits bestellt. Diese Investition von einer halben Million Franken bringt nochmals einen Technologievorsprung, sagen Vater und Sohn.

Quelle: www.aargauerzeitung.ch

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