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20.11.2013 SCHMOLZ + BICKENBACH: Erreicht solides operatives Ergebnis

SCHMOLZ + BICKENBACH erreicht im dritten Quartal 2013 solides operatives Ergebnis

SCHMOLZ + BICKENBACH AG, ein weltmarktführendes Unternehmen für Spezialstahl (u.a. Werkzeugstahl; Rost-, säure- und hitzebeständiger (RSH-)Stahl; Edelbaustahl) konnte in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld ein solides operatives Ergebnis erzielen. Das bereinigte EBITDA lag im dritten Quartal 2013 mit EUR 39.8 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 20.6 Mio., aber saisonal bedingt unter den ersten beiden Quartalen 2013. Für die ersten drei Quartale 2013 wurde ein bereinigtes EBITDA von EUR 135.8 Mio. (01.01.–30.9.2012: EUR 152.4 Mio.) erreicht.

Während in der ersten Jahreshälfte der Absatz noch deutlich unter den Vorjahreswerten lag, konnte dieser im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 6.6% auf 500 Kilotonnen (Q3 2012: 469 Kt) gesteigert werden. Der Umsatz sank hingegen um 5.7% auf EUR 784.2 Mio. (Q3 2012: EUR 832.0 Mio.), was im Wesentlichen auf die niedrigeren Rohmaterialpreise, die über Schrott- und Legierungszuschläge an die Kunden weiterbelastet werden, zurückzuführen ist. In den ersten drei Quartalen 2013 sind der Absatz um 40 Kilotonnen bzw. 2.5% auf 1 563 Kilotonnen (01.01.–30.09.2012: 1 603 Kt) und der Umsatz um 10.1% auf EUR 2 524.7 Mio. (01.01.–30.09.2012: EUR 2 806.9 Mio.) zurückgegangen. Der Auftragsbestand per 30. September 2013 beläuft sich auf 410 Kilotonnen (31.12.2012: 351 Kt, 30.9.2012: 337 Kt) und liegt damit deutlich über dem des dritten Quartals 2012.

Der Netto-Finanzaufwand des dritten Quartals 2013 ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 39.3% bzw. EUR 7.9 Mio. auf EUR 28.0 Mio. (Q3 2012: EUR 20.1 Mio.) angestiegen. Für die ersten drei Quartale 2013 betrug der Netto-Finanzaufwand EUR 73.0 Mio. (01.01.–30.09.2012: EUR 53.4 Mio.). Unterm Strich fiel im dritten Quartal 2013 ein Konzernverlust von EUR 25.6 Mio. (Q3 2012: Konzernverlust von EUR 43.0 Mio.) und in den ersten neun Monaten 2013 von EUR 44.5 Mio. (01.01.-30.09.2012: Konzernverlust von EUR 27.2 Mio.) an.

Die eingeleiteten Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsprogramme werden weiterhin konsequent umgesetzt. Neben bereits in 2012 eingeleiteten Kosteneinsparungen werden künftig auch die Effekte aus dem neuen Ergebnisverbesserungsprogramm 2016 greifen. In den ersten neun Monaten 2013 reduzierte sich der Personalaufwand um 6.8% auf EUR 438.6 Mio. (01.01.-30.09.2012: EUR 470.4 Mio.).

Ausblick
Wir sind mit einem zufriedenstellenden Auftragsbestand in das vierte Quartal gestartet, der Auftragseingang ist weiterhin stabil. Aufgrund der gesunkenen Rohmaterialpreise, die in Form von Zuschlagssätzen an unsere Kunden weiter berechnet werden, sowie weiter unter Druck stehenden Basispreisen erwarten wir für das Gesamtjahr nunmehr um 6–8% unter dem Vorjahr liegende Umsatzerlöse. Beim Absatz hingegen werden wir das Vorjahresniveau erreichen oder sogar leicht übertreffen. Für das bereinigte EBITDA erwarten wir vor dem Hintergrund des niedrigeren Preisniveaus nunmehr einen Wert innerhalb einer Bandbreite von EUR 155-175 Mio. Die Investitionen werden, nach Abzug von staatlichen Förderungsbeträgen, leicht unter EUR 100 Mio. liegen.

Nach der erfolgreichen Umsetzung der Kapitalerhöhung im Oktober 2013 wurde ein Teil des Mittelzuflusses bereits zur teilweisen Rückzahlung von Finanzkrediten verwendet. Ein weiterer Teil wird zur Ablösung von 35% des Nominalwerts der Anleihe genutzt werden (Equity Clawback). Diese Massnahmen zum Schuldenabbau werden ab dem Folgejahr den Finanzaufwand nachhaltig reduzieren. Im vierten Quartal ist aufgrund der Einmalkosten in Zusammenhang mit der vorzeitigen Teilrückzahlung der Anleihe in Höhe von EUR 14 Mio. allerdings nochmals mit einem deutlichen Anstieg des Finanzaufwands zu rechnen.

Diese Prognose gilt unter den Prämissen, dass sowohl die konjunkturellen Aussichten, die Rohmaterialpreise als auch die Fremdwährungskurse in den für uns wichtigen Währungsrelationen CHF/EUR und USD/EUR im vierten Quartal stabil bleiben und keine sonstigen unvorhergesehenen Ereignisse die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen.

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