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11.10.2013 Venturi: Elektro-Rakete aus Monaco jagt den Weltrekord

Monaco ist nicht gerade bekannt für eigene Automarken. Doch es gibt Venturi: Mit einem extremen Wagen will die Firma den eigenen Elektro-Weltrekord knacken. Das interessiert sogar Fürst Albert.

Denkt man an Monaco, kommen einem nicht unbedingt Automarken in den Sinn. Und doch gibt es in dem Fürstentum eine kleine, aber feine Manufaktur: Venturi. Gegründet im Jahr 1984 von ehemaligen Alpine-Mitarbeitern, setzt die Marke mittlerweile voll auf Elektroautos. Mit Erfolg: Ein Großauftrag der französischen Post für elektrische Umbauten von Peugeot- und Citroën-Kleintransportern sichert das Überleben von Venturi. Und ermöglicht Weltrekordversuche mit Strom. Fürst Albert von Monaco höchstpersönlich reiste jetzt samt Gattin in die USA, um die neueste Stromrakete namens VBB-3 zu begutachten.

Lang, aber schwer
Das Interesse des monegassischen Staatschefs für alternative Antriebe ist bekannt: Eigens für seine Hochzeit mit Charlène wurde ein Lexus LS 600h Landaulet gebaut. Im Venturi VBB-3 ist jedoch nur Platz für eine Person. Nach zweijähriger Entwicklungszeit soll das zigarrenförmige Gefährt über die Salzebenen von Bonneville (USA) rasen. Entstanden ist der VBB-3 in Zusammenarbeit mit der Ohio State University. Zu den technischen Details des Rekordwagens: Er ist 11,35 Meter lang, aber nur 1,06 Meter breit. Die Karosserie besteht aus Carbon und Aluminium. Das immense Gewicht von 3,2 Tonnen liegt an dem Lithium-Eisen-Phosphat-Batteriepack aus 2.000 Zellen. Allein hierauf entfallen 1,6 Tonnen.

Strom-Kraftwerk
Leistungsmäßig liegt der VBB-3 (cW-Wert 0,13) deutlich über seinen hauseigenen Vorgängern, die den bisherigen Rekord von 495 km/h halten. Maximal 2.200 Kilowatt, also knapp 3.000 PS werden auf vier Räder übertragen. Das maximale Drehmoment gibt Venturi mit 2.800 Newtonmeter an. Bis 2014 wollen die Monegassen mit dem VBB-3 die 600-km/h-Marke geknackt haben. Historisches Vorbild ist übrigens die "Jamais Contente" (Niemals Zufriedene), ein Weltrekordwagen von 1899. Mit damals 34 PS sauste der Belgier Camille Jenatzy auf damals unglaubliche 105 km/h. Für den aktuellen Weltrekord auf Rädern müsste der VBB-3 allerdings noch deutlich zulegen: Dieser liegt derzeit bei 1.227 km/h.

www.venturi.fr/www.venturi.fr/
 
 
 

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