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16.08.2013 Phoenix Mecano: Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2013 gestoppt

Phoenix Mecano, ein führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Gehäusetechnik und industrielle Komponenten, verzeichnete im ersten Halbjahr 2013 leichte Rückgänge bei Auftragseingang und Umsatz. Das zweite Quartal hingegen zeigte erstmals einen Wendepunkt dieser seit rund einem Jahr andauernden Entwicklung. Dank den umgesetzten Verbesserungs­massnahmen konnte im Vorjahresvergleich sowohl im Auftragseingang als auch beim Umsatz in den Monaten April bis Juni erstmals wieder leichtes Wachstum ausgewiesen werden. Während die Sparten Gehäusetechnik und ELCOM/EMS weiterhin mit abgeschwächten Umsätzen und Erträgen konfrontiert waren, zeigte sich in der Sparte Mechanische Komponenten eine deutliche Trendwende. Hierzu beigetragen hat der Bereich DewertOkin mit den Zielmärkten Medizintechnik und Möbelindustrie.

Der konsolidierte Bruttoumsatz des ersten Halbjahres 2013 sank im Vorjahresvergleich um 3,9% auf €256,3 Mio. Unter Ausklammerung der Effekte aus Veränderun­gen im Konsolidierungskreis betrug der Rückgang 4,5%. Währungsbereinigt ging der Umsatz um 3,6% zurück. Der Nettoumsatz belief sich auf €253,9 Mio. Der Auftragseingang lag mit €262,7 Mio. um 3,3% ebenfalls leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Damit beträgt die Book-to-Bill-Ratio 102,5% und deutet eine leichte Wachstumstendenz für die kommenden Monate an.

Das Betriebsergebnis reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 16,5% auf €19,5 Mio. Dieser Rückgang war praktisch ausschliesslich auf das Ergebnis des ersten Quartals 2013 zurückzuführen, während im zweiten Quartal ein Ergebnis auf Vorjahresniveau resultierte. Dabei gab es jedoch Verschiebungen zwischen den Sparten. Die Sparten Gehäusetechnik und ELCOM/EMS spürten die schwache Industriekonjunktur in Europa und Asien. In der Sparte ELCOM/EMS kam der fortgesetzte Rückgang im Solarbereich hinzu. Die Sparte Mechanische Komponenten hingegen konnte deutlich zulegen. Der Abschluss der Integration Okin rund drei Jahre nach der Akquisition sowie der zunehmende Trend zu Komfortfeatures wie elektrische Verstellbarkeit, Massagefunktion oder USB-Schnittstellen in Betten und Sesseln sorgten für eine positive Entwicklung bei Umsatz und Margen.

Der betriebliche Cashflow reduzierte sich um 12,9% auf €29,7 Mio.

Das Periodenergebnis nach Steuern belief sich auf €13,8 Mio. nach €16,2 Mio. im Vorjahr. Die effektive Steuerquote lag bei 25,4%, leicht unter dem teilweise durch Sonderfaktoren erhöhten Vorjahreswert von 27,6%.

Die Nettoverschuldung erhöhte sich leicht von €7,1 Mio. im Vorjahr auf €12,4 Mio. Dazu führten der Aufbau des Nettoumlaufvermögens im Wachstumsbereich DewertOkin, die Akquisition Bond Tact (Sparte ELCOM/EMS) per März 2013 sowie die Ausschüttungen in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen.

Phoenix Mecano wird auch in Zukunft die langfristige Ausschüttungspolitik in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen fortsetzen und nicht für den Ausbau des Geschäfts benötigte Mittel konsequent an die Aktionäre zurückführen.

Entwicklung der Sparten
Die Sparte Gehäusetechnik behauptete sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Die Investitionsbereitschaft in allen drei Weltregionen lag unter dem Vorjahresniveau. Betroffen waren auch die wichtigen Heimmärkte Deutschland und Schweiz.

Der Bruttoumsatz sank um 4,1% auf €82 Mio. und das Betriebsergebnis um 24,3% auf €11,1 Mio. Der Rückgang in den etablierten Märkten in Verbindung mit den fortgesetzten Ausbauinvestitionen in neue Sektoren und geographische Märkte führten zu dem überproportionalen Rückgang der Erträge. Auch der Bereich Folientastaturen und Touchscreenintegration befindet sich zur Zeit in einer durch Technologiesprünge bedingten Neuausrichtungsphase. Diese wird noch zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Um dem Ergebnisrückgang kurz- und mittelfristig entgegenzutreten, werden innerhalb der Sparte derzeit verschiedene Projekte zur operational Excellence und Optimierung der logistischen Strukturen bearbeitet. Erste Resultate werden im Verlaufe des Jahres 2014 erwartet. Eine allfällige Erholung der europäischen Industriekonjunktur würde hingegen bereits kurzfristig zu einer spürbaren Margenerholung führen. Trotz positiver Frühindikatoren ist eine solche Erholung aber derzeit weiterhin unsicher und nicht Bestandteil der Kurzfristplanung.

Die Sparte ELCOM/EMS muss im laufenden Jahr den Verlust eines Grosskunden aus der Solarwechselrichterindustrie sowie den allgemeinen Volumenrückgang im Bereich Photovoltaik verarbeiten. Daraus resultierte ein Umsatzminus von 20,5% auf €54,2 Mio. Immerhin gelang es der Sparte, beim Betriebsergebnis in den schwarzen Zahlen zu bleiben. Der EBIT fiel auf €0,8 Mio., dies entspricht einem Minus von 79,6 %. Massnahmenpakete zur Senkung der Kosten und zur Kompensation der Umsatzverluste werden im laufenden Jahr umgesetzt und tragen zunehmend zur Verbesserung der Umsatz- und Ertragssituation bei.

Die Sparte Mechanische Komponenten erzielte erfreuliche Markterfolge, hauptsächlich in Asien. Aber auch in Europa konnten Umsätze und Margen ausgeweitet werden. Haupttreiber ist das Geschäft des Bereichs DewertOkin mit Antriebslösungen und Steuerungskomponenten für verstellbare Spital- und Komfortmöbel. Nach erfolgreichem Abschluss der Integration von Okin fokussiert die Sparte nun auf Produktinnovationen und eine weitere Verbesserung von Serviceangeboten. Hingegen war der Bereich Industriekomponenten (Marke RK Rose&Krieger) mit einem anspruchsvollen Marktumfeld aufgrund der allgemeinen Investitionszurückhaltung in den europäischen Märkten konfrontiert. Unter dem Strich konnte die Sparte den Bruttoumsatz um 6,3% von €113 Mio. auf €120,1 Mio. steigern. Der Betriebsgewinn stieg gleichzeitig um 51,4% von €6,5 Mio. auf €9,8 Mio.

Ausblick
Der konjunkturelle Verlauf im Jahr 2013 zeigt bisher keine klare Tendenz. Hoffnungen und Enttäuschungen lagen stets dicht beieinander. Insgesamt haben sich die Märkte jedoch auf tiefem Niveau halten können. Zuletzt haben einige industrielle Frühindikatoren auch für Phoenix Mecano‘s Hauptmarkt Europa in den positiven Bereich gedreht. Noch ist es zu früh, daraus einen Trendwechsel abzulesen. Die Phoenix Mecano-Gruppe wird daher weiterhin vorsichtig agieren. Langfristige Wachstumsinitiativen und Performance-Verbesserungsprogramme werden jedoch weiterhin konsequent umgesetzt. Der Verwaltungsrat und das Management der Gruppe sehen mittelfristig erhebliches Marktpotential in allen drei Sparten, insbesondere für die Marktregionen Amerika und Fernost. Die starke Bilanz und geringe Nettoverschuldung versetzen die Gruppe in die Lage, dieses Potential, auch unter Einbezug möglicher Ergänzungsakquisitionen, unabhängig von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen zu bearbeiten. Der Ausblick eines EBIT von €30-40 Mio. für 2013 bleibt unverändert.

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