News drucken

Zurück zur Übersicht


20.03.2013 WAGO: Hält Umsatzniveau trotz Eurokrise

Trotz der anhaltenden Eurokrise, zunehmender konjunktureller Schwankungen und eines starken Preisdrucks aus Fernost hat sich die WAGO-Gruppe im Geschäftsjahr 2012 insgesamt gut behauptet. Der Umsatz des High-Tech-Unternehmens stieg im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um ein Prozent von 565 auf 570 Millionen Euro. Auf dem Heimatmarkt Deutschland reduzierte sich der Umsatzanteil von 34 auf 31 Prozent. Im übrigen Europa generierte das Unternehmen 40 Prozent seines Geschäftes (2011: 39 Prozent). Demnach bleibt Europa mit einem Umsatzanteil von insgesamt 70 Prozent weiterhin der wichtigste Markt, auch wenn das Volumen leicht rückläufig ist (2012: 73 Prozent). Während der global agierende Anbieter von Komponenten der elektrischen Verbindungstechnik und Automatisierungslösungen seinen Umsatz in Asien trotz des dort sehr starken Wettbewerbs mit einem Anteil von weiterhin rund 17 Prozent festigte, verzeichnete er in Amerika eine Steigerung von zehn auf zwölf Prozent. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 beschäftigte die WAGO-Gruppe weltweit ca. 5.800 Mitarbeiter, das bedeutet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 200. Mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter ist in Deutschland tätig: Am Stammsitz in Minden (Nordrhein-Westfalen) beschäftigt WAGO ca. 1.900 und im thüringischen Sondershausen ca. 1.000 Menschen. Darunter sind 147 Auszubildende in Minden und 64 in Sondershausen. Das sind 20 Auszubildende mehr als im Vorjahr.

55 Millionen Euro weltweit investiert
Nachdem WAGO im Jahr 2011 ungeachtet der gestiegenen konjunkturellen Unsicherheiten die Rekordsumme von über 90 Millionen Euro investiert hat, flossen im abgelaufenen Jahr weitere knapp 55 Millionen Euro in das Unternehmen – überwiegend in Gebäude sowie in Anlagen und Maschinen. Den Großteil der Investitionen – rund 33 Millionen Euro bzw. fast 60 Prozent – tätigte das in dritter Generation geführte, unabhängig am Markt agierende Familienunternehmen nach wie vor in Deutschland. In Minden wurden 26 Millionen Euro investiert, am zweiten deutschen Produktionsstandort in Sondershausen, an dem auch das weltweite Logistikzentrum angesiedelt ist, sieben Millionen Euro. "Obgleich Asien für uns als Markt und Produktionsstandort immer mehr an Bedeutung gewinnt, stärken wir weiterhin unsere europäischen Standorte in Deutschland, Polen und der Schweiz", unterstrichen die drei Geschäftsführer Sven Hohorst, Axel Börner und Ulrich Bohling. WAGO produziert seit 1951 am Stammsitz Minden, seit 1977 in Domdidier (Schweiz), seit 1979 in Milwaukee (USA) sowie seit 1990 im thüringischen Sondershausen, seit 1995 in Delhi (Indien) und seit 1997 sowohl in Tianjin (Volksrepublik China) als auch in Wroclaw (Polen). In China und in Polen hat WAGO im vorigen Jahr Erweiterungen der Fertigungsbereiche eingeweiht. Das Unternehmen hat seit 1995 insgesamt 22 Tochtergesellschaften gegründet und verfügt derzeit über ein eigenes Vertriebsnetz in rund 30 Ländern. Hinzu kommen Landesvertretungen in weiteren 42 Ländern. Im vorigen Jahr gesellte sich eine neue Vertriebstochtergesellschaft in Südkorea hinzu.

Energiesparende Produktionstechniken und intelligente Gebäudeautomatisierung – WAGO für Energiemanagement zertifiziert
WAGO möchte insbesondere zusätzliche Ingenieure für sich gewinnen, denen sich im Unternehmen die Perspektive bietet, neue Produkte und Lösungen für Zukunftsmärkte mitzugestalten. Eines der zentralen Zukunftsthemen für die WAGO-Entwickler ist die effiziente Nutzung von Energie – sowohl im eigenen Betrieb als auch bei der Entwicklung von individuellen Kundenlösungen. Die beiden deutschen Produktionsstandorte in Minden und Sondershausen sind jetzt nach der internationalen Norm für Energiemanagementsysteme, der DIN EN ISO 50001, zertifiziert worden. Die mit der Zertifizierung beauftragten Auditoren des TÜV Süd bescheinigten WAGO nicht nur die gelungene Einführung des Managementsystems, sondern darüber hinaus ein hohes Bewusstsein der Mitarbeiter für das Thema "Energieeffizienz". Das Unternehmen setzt auf innovative, energiesparende Produktionstechniken und auch in der Gebäudetechnik werden Einsparpotenziale unter anderem durch moderne Haustechnik-Konzepte mit Wärmerückgewinnung effektiv genutzt. Die im vorigen Jahr fertiggestellte neue "Denkfabrik" für 250 Mitarbeiter aus der Entwicklung am Standort Minden ist mit intelligenter Gebäudeautomation "made by WAGO" ausgestattet. Hier liegt der Energieverbrauch ganze 15 Prozent unter den Forderungen der EnEV (Energieeinsparverordnung). Die in Deutschland geltenden hohen Standards bei der Energieeffizienz werden auch international umgesetzt. Dabei ist ein intensiver abteilungs- und werksübergreifender Erfahrungsaustausch wichtig, denn Energiemanagement wird bei WAGO als Gemeinschaftsaufgabe verstanden. Trotz dieser erheblichen Bemühungen sieht sich das Unternehmen im Energiesektor aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) drastischen Kostensteigerungen ausgesetzt. Die Erhöhung der EEG-Umlage von 2012 auf 2013 um 47 Prozent wird für WAGO nach aktuellen Verbrauchsprognosen im laufenden Jahr Mehrkosten von rund 600.000 Euro bedeuten. Durch die neue, im Energiewirtschaftsgesetz verankerte Offshore-Haftungsumlage kommt eine zusätzliche Mehrbelastung von 22.000 Euro auf das Unternehmen zu. Geschäftsführer Axel Börner: "Entgegen der häufig in der Presse zu lesenden Aussage werden die meisten Unternehmen durch diese Gesetzgebung belastet und nicht entlastet. Vorteile bieten sich nur für wenige, sehr energieintensive Betriebe."

Geschäftsführung erwartet für 2013 ein moderates Wachstum
WAGO hält an seiner Wachstumsstrategie fest und sieht das Potenzial, um in der Verbindungstechnik ebenso wie in der Automation weitere Marktanteile im Weltmarkt erobern zu können. Angesichts der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfordere dies aber Geduld und Durchhaltevermögen. Für das Jahr 2013 erwartet die Firmenleitung ein moderates Wachstum.

www.wago.chwww.wago.ch
 
 
 

< News 1107/1218 >