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05.03.2013 Feintool: Steigert erneut Umsatz und Gewinn

Feintool setzt seine positive Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2012 fort: Der Umsatz stieg im dritten Jahr in Folge und im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf CHF 427 Millionen; das operatives Ergebnis nahm um ein Viertel auf CHF 23.4 Millionen zu. Alle Segmente und Regionen trugen zum positiven Ergebnis bei.

Erfolgreiche Spezialisierung und hohe Investitionsquote
In den vergangenen Jahren hat sich Feintool konsequent auf seine Kernkompetenzen Feinschneiden und Umformen fokussiert; sie machen heute rund 90% des Gruppenumsatzes aus. Als Partner globaler Automobilzulieferer und Hersteller ist Feintool auf hochwertige Lösungen im Bereich Feinschneidanlagen und auf die Grossserienproduktion von Präzisionsteilen für Sitzmechanismen, Antriebsstrang und Sicherheitssysteme spezialisiert. Konsequent fortgesetzt wurde die Internationalisierung der Feintool-Gruppe mit der Neustrukturierung des Werkes in Nashville (USA) sowie der Eröffnung eines Produktionsbetriebs in Taicang (CN) und eines dritten Werkes in Atsugi (J). Ebenso setzte Feintool 2012 seine umfassende Investitionsstrategie fort, dank derer die Gruppe inzwischen über einen der weltweit modernsten Maschinenparks im Bereich Feinschneiden am Markt verfügt.

Marktwachstum und Markanteile
Feintool produziert im Wesentlichen in den grossen Automobilmärkten Europa, USA, Japan und China, den unmittelbaren Absatzmärkten seiner Produkte. Sie stehen zusammengenommen für ein solides jährliches Wachstum von geschätzten 3% bis 2025. Die regionale Präsenz in starken Märkten schützt Feintool vor Wechselkursschwankungen und bietet solide Wachstumsperspektiven. Bereits 2012 hat die Strategie der Spezialisierung, Internationalisierung und Investition in hochproduktive Anlagen Früchte getragen: Feintool schloss Rahmenverträge über Neuproduktprogramme in Höhe von rund CHF 100 Mio. jährlichem Umsatz ab. Sie werden sich in den nächsten Jahren bei stabiler Konjunkturlage in weiterhin steigende Umsatzzahlen niederschlagen.

Teilefertigung und Automationstechnik erhöhen Umsatz
Feintool erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von CHF 427.0 Mio. (+15.2 Prozent). Das kurzfristige Serienteilegeschäft stieg um 27.6%, was zu einem Drittel auf organischem und zu zwei Dritteln auf akquisitorischem Wachstum (Kauf des Umformspezialisten Herzing + Schroth) beruht. Der Umsatz des Investitionsgütergeschäfts Fineblanking Technology sank um 15.5%, hauptsächlich verursacht durch weniger Aufträge innerhalb der Feintool-Gruppe. Das Segment Automation verzeichnete - unter Berücksichtigung des Verkaufs des Werkes in Berlin - ein Umsatzplus von 22.6%.

Gute Ertragslage
Alle Segmente und Regionen erwirtschafteten im Berichtsjahr ein positives Ergebnis. Die Feintool-Gruppe steigerte ihren EBIT um knapp ein Viertel auf CHF 23.4 Mio. Die EBIT-Marge erreichte 5.5%.
Das Serienteilegeschäft System Parts schloss mit einem EBIT von CHF 12.1 Mio. ab. Dieses Ergebnis beinhaltet Anlaufkosten für den neuen Produktionsbetrieb in China, hohe Vorlaufkosten im einstelligen Millionenbereich für Produktanläufe in den USA und in Europa sowie das negative operative Ergebnis im 2. Halbjahr der zum 1. Juni 2012 übernommenen Herzing + Schroth. Letzteres verursachten negative Effekte aus der Erstkonsolidierung und Umsatzausfälle mit einem französischen Kunden.
Das Pressengeschäft des Segments Fineblanking Technology erreichte dank der guten Auslastung ein Ergebnis von CHF 8.2 Mio. Im Segment Automation erwirtschaftete die IMA Automation in Amberg (D) ein Rekordergebnis von CHF 7.1 Mio. Weiterhin führten der Verkauf der IMA Automation in Berlin (D) und einer kleinen Liegenschaft in Lyss (CH) nach Abzug der Kosten für die Herzing + Schroth-Akquisition zu einem einmaligen Ergebnisbeitrag von CHF 2.0 Mio.

Differenzierter Auftragseingang
Weltweit hielt 2012 das Wachstum der Automobilbranche an, wobei sich die regionalen Märkte unterschiedlich verhielten. Asien und USA verzeichneten Zuwächse, in Europa dagegen gingen die Absätze insbesondere in Frankreich, Italien und Spanien zurück. Als Folge dieser Entwicklungen verringerte sich der Auftragseingang von Feintool insgesamt um 4.5% auf CHF 402.3 Mio. Im Serienteilegeschäft legte er, vor allem bedingt durch die Akquisition von Herzing + Schroth, um 14.1% zu. In den beiden Investitionsgütersegmenten Fineblanking Technology und Automation ging der Auftragseingang um 6.2% bzw. um ein Drittel zurück.

Nach wie vor hoher Auftragsbestand
Der Auftragsbestand erreicht insgesamt CHF 191.5 Mio. Davon entfallen auf das Segment System Parts dank der Akquisition von Herzing + Schroth CHF 138.1 Mio. Das Pressengeschäft Fineblanking Technology und das Segment Automation sind mit einem Auftragsbestand von CHF 45.6 Mio. bzw. CHF 25.8 Mio. bis weit in die zweite Jahreshälfte 2013 ausgelastet.

Solide Vermögens- und Finanzlage
Erwartungsgemäss erreichte die Eigenkapitalquote wegen der Akquisition von Herzing + Schroth und der dadurch gestiegenen Bilanzsumme einen im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Wert von 34.8 Prozent. Ebenfalls akquisitionsbedingt stieg die Nettoverschuldung auf CHF 75.3 Mio. Im Sommer 2012 wurde mit acht Banken eine neue Finanzierung über CHF 120 Mio. für fünf Jahre abgeschlossen, die das organische und akquisitorische Wachstum der nächsten Jahre absichert und eine bestehende Kreditlinie aus dem Jahr 2009 abgelöst hat.

Optimistischer Ausblick
Wir gehen insgesamt von einer stabilen weltweiten Branchenkonjunktur aus. Dem Geschäftsjahr 2013 sehen wir - ungeachtet der Unsicherheiten in Europa - deshalb verhalten optimistisch entgegen. Wir erwarten einen Gruppenumsatz in einer Grössenordnung von CHF 480 Millionen und - bedingt durch weitere Vorleistungen für den Anlauf von Neuprodukten - eine mit dem Geschäftsjahr 2012 vergleichbare operative Marge.

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