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18.02.2013 Swiss Center Shanghai: Schweizer Handel mit China ist stabil

Prosperität - das erwarten sich die Chinesen vom Jahr der Schlange. Und die Schweizer Unternehmen in China erwarten genau dasselbe: Wie eine aktuelle Umfrage der Nonprofit-Organisation Swiss Center Shanghai (SCS) zusammen mit China Integrated und der China Europe International Business School (CEIBS) ergab, sind eidgenössische Unternehmen in Fernost bedeutend zuversichtlicher über ihre wirtschaftliche Entwicklung als ihre Kontrahenten aus der EU und den USA. "71% der Schweizer Firmen erwarten bessere Geschäfte als im Vorjahr, nur 9% gehen von einem Rückgang aus. Über einen längeren Zeitrum sind die befragen Schweizer Führungskräfte sogar noch optimistischer”, erklärt SCS Managing Director Nicolas Musy. "Es ist interessant, dass Schweizer Firmen im Durchschnitt zuversichtlicher sind als Unternehmen aus der EU, von denen nur 60% bessere Geschäfte im Jahr der Schlange erwarten." Entscheidungsträger von 446 ausländischen Unternehmen nahmen an der internationalen Befragung teil, darunter 68 Führungskräfte von Schweizer Firmen.

65% wollen die Investitionen verstärken
Zwei Drittel der befragten Schweizer Firmen betrachten ihr operatives Geschäft im abgelaufenen Jahr als "profitabel” oder "sehr profitabel”, 58% berichten von einem Anstieg der Einnahmen und die Hälfte der Befragten gab an, dass China auch bei den globalen Einkünften ihres Unternehmens immer wichtiger wird. Musy: "Für fast ein Drittel der Befragten ist China der Zielmarkt Nummer 1 für Investitionen. Ein weiteres Viertel sieht das Reich der Mitte als Priorität 2 oder 3 in den weltweiten Investitionsplänen für 2013.”

Schweizer Handel mit China ist stabil
Nachdem im vergangenen Jahrzehnt durchwegs Rekordzahlen von Schweizer Exporten nach Fernost gemeldet wurden, waren die Ausfuhren nach China und Hongkong im Jahr 2012 stabil – insgesamt wurden Waren im Wert von 14,39 Milliarden Schweizer Franken in diesen Markt exportiert. Damit ist China der drittgrösste Markt für Schweizer Waren, hinter Deutschland, den USA und Italien, aber noch vor Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Im selben Zeitraum nahmen die Schweizer Importe aus China um 60% zu. Dieser Anstieg ist vor allem einer neuen Berechnungsmethode der Eidgenössischen Zollverwaltung geschuldet, die nun das Ursprungs- statt dem Erzeugerland in die Statistiken aufnimmt. Das Ergebnis sind nicht nur höhere Importe aus China, sondern auch niedrigere Importe aus Ländern wie Deutschland und den Niederlanden.[1] Dennoch kann die Schweiz nach wie vor auf einen bemerkenswerten Handelsbilanzüberschuss mit China und Hongkong verweisen: 2,77 Milliarden Schweizer Franken. Nur der Handel mit den USA und mit Japan zeitigte höhere Überschüsse. "Wenn wir die hohe Zuversicht der Schweizer Unternehmen aus der Befragung in Betracht ziehen, müssen wir für 2013 einen weiteren beachtlichen Anstieg an Schweizer Exporten nach China erwarten”, erklärt Musy.

Positive Trends für die chinesische Wirtschaft
Die ersten Wirtschaftsdaten lassen erahnen, dass sich Chinas Wirtschaft 2013 sehr positiv entwickeln wird. Die chinesischen Januar-Exporte nahmen im Vergleich zu Vorjahr um beeindruckende 25% zu, wie die Chinesische Zollverwaltung kürzlich bekanntgab. Importe legten sogar um 28,2% zu. Analysten erwarten, dass das chinesische Bruttoinlandsprodukt 2013 und 2014 jeweils um mindestens 8% wachsen wird.[2] "Es ist offensichtlich, dass ausländische Unternehmen in China sehr optimistisch darüber sind, welchen Weg die chinesische Wirtschaft eingeschlagen hat. Daran hat auch die Initiative der kommenden Regierung, die Korruption zu bekämpfen, einen Anteil – laut Schätzungen absorbiert die Korruption bis zu 17% des Bruttoinlandproduktes. Dazu unterstützt die Regierung zusehends auch kleinere und private Unternehmen. Solche Verbesserungen lassen erwarten, dass das Wachstum auch langfristig anhalten wird”, analysiert Musy

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