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22.11.2012 Siemens / Bentley Systems: Starten strategische Zusammenarbeit

Siemens und Bentley Systems starten strategische Zusammenarbeit zur Verbindung der Lebenszyklen von Produkt, Produktion und Fabrikinfrastruktur

Siemens und Bentley Systems gaben heute eine strategische Zusammenarbeit bekannt. Entsprechend der Vereinbarung wollen die Unternehmen die Durchgängigkeit zwischen digitaler Produktentwicklung, Fertigungsprozessplanung und Informationsmodellen für den gesamten Lebenszyklus von Fabrikanlagen erhöhen. Diese Zusammenarbeit erlaubt beiden Unternehmen, Produkte für die intelligente und nachhaltige, digitale Fabrikinfrastruktur anzubieten. Zunächst legen die Unternehmen den Schwerpunkt auf die digitale Fabrik für die Automobilindustrie und die diskrete Fertigung.

Vor dem Hintergrund ihres Engagements für offene Systeme in der Informationstechnologie werden die Siemens-Division Industry Automation und Bentley Systems zunächst gemeinsame Datenformate und -inhalte definieren sowie an durchgängigen Arbeitsabläufen und der Zusammenführung von Fertigungsprozess und Fabriklayout arbeiten. Die Zusammenarbeit setzt frühere gemeinschaftliche Projekte fort, als deren Ergebnis bereits jetzt jeder der Partner die vom anderen entwickelten Technologien nutzen kann. Das Ziel auf längere Sicht ist, gemeinsam entwickelte Technologien in branchenspezifische Lösungen zu überführen und die Interoperabilität zwischen der Teamcenter-Software von Siemens und der ProjectWise-Software von Bentley Systems auszubauen.

Die Product-Lifecycle-Management-Software Teamcenter unterstützt Unternehmen dabei, immer komplexer werdende Produkte herzustellen, dabei die Produktivität zu steigern und ihr weltweites operatives Geschäft zu optimieren. Teamcenter bietet die erforderlichen Informationen für die richtigen Entscheidungen - von der Produktplanung und Entwicklung über die Fertigung bis hin zum Support. Das ProjectWise-System mit seinen Collaboration-Servern und -Services ist die Basis für die Zusammenarbeit verteilter Teams. Es erleichtert die Zusammenarbeit von Mitarbeitern an verteilten Standorten, erlaubt die Wiederverwendung von Inhalten und ermöglicht Infrastrukturteams, Projektdaten dynamisch zu überprüfen und trägt so zur Verbesserung der Projektqualität bei.

Dick Slansky, Senior Analyst und PLM Research Director bei der ARC Advisory Group, erklärte dazu: "Die ARC Advisory Group hat sich schon lange für eine einheitliche, interoperable Umgebung eingesetzt, in der Informationen zu Anlagenkonstruktion und Fabrikentwurf gemeinsam genutzt und ausgetauscht werden. Wir glauben, dass die Ankündigung dieser strategischen Zusammenarbeit von Siemens und Bentley Systems einen großen Schritt auf dem Weg zur Integration von digitaler Anlagen- und Fertigungsprozessplanung mit Informationslösungen für AEC und Design/Build von Infrastrukturen bedeutet. Konkret ermöglicht diese Zusammenarbeit eine offene Interoperabilität zwischen den Design/Build-Lösungen von Siemens, wie Teamcenter, NX und Tecnomatix, und den Bentley-Lösungen, beispielsweise ProjectWise, MicroStation und AssetWise. ARC wird diese Zusammenarbeit aufmerksam verfolgen, um sich ein genaueres Bild von den gesamten, möglicherweise erheblichen Vorteilen für alle betroffenen Industriesektoren zu verschaffen."

"Zusammen werden wir den Paradigmenwechsel voranbringen, der einheitliche und voll durchgängige Produkt- und Produktionslebenszyklen für unsere Kunden schafft. Das wird unseren Anwendern eine deutliche Verbesserung der Effizienz der Arbeitsabläufe und einen signifikanten Produktivitätsanstieg bringen. Heute ist es wichtiger denn je, das Optimierungspotenzial über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine oder Anlage hinweg voll auszuschöpfen. Das erstreckt sich von Planung und Engineering über Betrieb und Wartung bis hin zur Erweiterung und Modernisierung. Dem wollen wir die Lebenszyklen von Fabrikinfrastrukturen hinzufügen. Mit Bentley Systems haben wir den richtigen Partner gewählt, mit dem wir unseren Kunden dieses neue Nutzenpotential eröffnen können", erklärte Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Industry Automation.

"Wir haben bei Bentley das Asset-Performance-Management durch die übergreifende Betrachtung von OPEX und CAPEX neu definiert und setzen unsere Technologien zur Informationsmobilität für einheitliche und voll durchgängige Projekt- und Anlagenlebenszyklen ein. Mit der von Siemens vorangetriebenen Verknüpfung der Lebenszyklen von Produkten und Fertigungsprozessen erscheint uns die digitale Fabrik als gemeinsame und erweiterte Integrationsaufgabe eine ideale, erste Zielapplikation zu sein", sagte Greg Bentley, CEO von Bentley Systems. "Durch die Zusammenarbeit von Bentley und Siemens nach dem Motto ,Working smarter, together.' können unsere gemeinsamen Anwender ihre Fertigungsinfrastruktur schneller aufbauen und ausstatten, den Termin für den Produktionsbeginn früher erreichen, die Aufwendungen für Entwurf, Bau und die Betriebskosten senken sowie die Betriebs- und Energieeffizienz ihrer Fabriken verbessern. Wir haben auch vielversprechende Möglichkeiten für die Zukunft eruiert, bei denen unsere Software AssetWise für das Informationsmanagement über den gesamten Lebenszyklus der Anlage, einschließlich unserer neuen Asset Performance Management Software Ivara EXP zum Einsatz kommt. Sie hilft Eigentümern und Betreibern, ihre Anlagen mit maximaler Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit zu betreiben."

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