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13.01.2017 Swiss Centers China: Wachsende Zuversicht von Schweizer Managern

Schweizer Manager in Fernost starten mit Zuversicht in das chinesische Jahr des Hahns. 68 Prozent der eidgenössischen Führungskräfte in China erwarten 2017 «höhere» oder «bedeutend höhere» Umsätze als 2016, während nur ein Prozent mit einem Umsatzrückgang rechnet. Vor einem Jahr erwarteten noch 58 Prozent höhere Umsätze, sieben Prozent befürchteten geringere Umsätze. Das sind die Ergebnisse der aktuellen «2017 Swiss Business in China» Umfrage, umgesetzt von der China Europe International Business School (CEIBS, eine führende Wirtschaftsschule Asiens), Swiss Centers China (SCC), der Schweizer Botschaft in China, Swissnex, SwissCham, Switzerland Global Enterprise und China Integrated. Die umfassende Befragung beinhaltet Antworten von 102 Schweizer Unternehmen, von KMU bis hin zu Grossunternehmen. Damit gilt die Umfrage als repräsentativ für die ungefähr 600 Schweizer Firmen, die in China den Betrieb aufgenommen haben. Neben Schweizer Unternehmen nahmen auch Firmen aus China (853), der EU (106) und den USA (105) an der Umfrage teil.

«Es sind nicht nur die Umsatzerwartungen sehr positiv, sondern auch die Gewinnerwartungen», berichtet Nicolas Musy, Mitbegründer und Delegierter des Verwaltungsrats des Swiss Centers China, einer Nonprofit-Organisation, die Markteintrittshürden für Schweizer Unternehmen in Asien beseitigt. 68 Prozent der Entscheidungsträger von Schweizer Unternehmen in China gaben an, dass ihre Geschäfte im Jahr 2016 «profitabel» oder «sehr profitabel» waren, während nur ein Prozent einen beträchtlichen Verlust vermeldet. Für 2017 erwarten 48 Prozent noch höhere Gewinne, nur 4,6 Prozent rechnen mit einem Gewinnrückgang.

61 Prozent der Schweizer Firmen wollen mehr investieren
Bei so grosser Zuversicht verwundert es nicht, dass die meisten Schweizer Unternehmen beabsichtigen, ihre Investitionen im chinesischen Markt zu verstärken. 61 Prozent der Befragten gaben an, die Investitionen erhöhen zu wollen. Nur drei Prozent wollen sie reduzieren. Für 57 Prozent der Befragten ist China ein Top-3-Markt für Investitionen.

Sehr positiver Trend
Die Umfrageergebnisse sind in allen Aspekten positiv: «Die Erwartung von Umsatzsteigerungen wuchs von 58 Prozent auf 68 Prozent. Statt 45 Prozent rechnen nun 48 Prozent mit höheren Profiten. Und die Pläne, verstärkt zu investieren, artikulierten statt 57 nun 61 Prozent der Befragten», fasst Musy zusammen. «Das zeigt, wie attraktiv der chinesische Markt für Schweizer Unternehmen ist, obwohl sich das BIP-Wachstum kontinuierlich verlangsamt hat und vom zweistelligen Bereich jetzt bei rund 6,5 Prozent angelangt ist. Allerdings ist das durchschnittliche Wachstum nicht so wichtig wie die Dynamik in den Sektoren, in denen Schweizer Unternehmen am besten zum chinesischen Wirtschaftswachstum beitragen können. Die chinesische Wirtschaft benötigt hoch technologische und qualitativ hochwertige Produkte. Das Wachstum in diesen Bereichen ist um vieles grösser als das durchschnittliche BIP-Wachstum.»

Der Zuversichtsindex von Schweizer Firmen in China ist höher als 2016. Befragt nach dem anstehenden Geschäftsjahr erreicht der Index den Wert von 6,7 – dabei steht null für absolut keine Zuversicht und zehn für extrem hohe Zuversicht. «Vor einem Jahr war dieser Index noch bei 5,9», berichtet Musy. «Mit einem Wert von 6,9 ist die Zuversicht für die kommenden fünf Jahre in China sogar noch grösser. Entscheidungsträger von Schweizer Firmen sehen die wachsenden Chancen, die die chinesische Wirtschaft auf lange Sicht bietet.»

Herausforderungen: Innovationsfähigkeit und Konkurrenzkampf
Fragt man nach den grössten internen Herausforderungen, ist die Antwort der Manager seit zehn Jahren dieselbe: Das Anstellen und Behalten von talentierten Mitarbeitern ist die grösste Hürde – und zwar sowohl für Schweizer, als auch für US-amerikanische, EU- und chinesische Unternehmen. Darauf folgen die Innovationsfähigkeit und Marketing. Unter den externen Herausforderungen gelten die relative Abkühlung der chinesischen Wirtschaft und der harte Konkurrenzkampf – vor allem mit privaten chinesischen Unternehmen - als schwerwiegendste Probleme.

Zhen Xiao, Geschäftsführer des Swiss Centers China: «Es ist interessant, dass die Innovationsfähigkeit als zweitgrösste Herausforderung genannt wurde – mehr als 61 Prozent der Befragten haben dieses Thema angesprochen. Schweizer Firmen in China scheinen in Sachen Innovation etwas besser gerüstet zu sein, da nur 43 Prozent der Schweizer Befragten die Innovationsfähigkeit als grosse Hürde sehen.»

Während des Staatsbesuchs von Präsident Schneider-Ammann in China im April 2016 starteten China und die Schweiz eine «Innovative Strategische Partnerschaft». Xiao: «China will von der Schweiz lernen, wie man eine von Innovation angetriebene Wirtschaft aufbaut, während Chinas Reform und Transformation der Wirtschaft modernste Technologien und innovative Lösungen benötigen. Das bringt also auch Chancen, im Speziellen in Sektoren, in denen Schweizer Unternehmen hervorragende Produkte und Know-how haben: zum Beispiel bei fortgeschrittenen Fertigungstechnologien, in der Pharmaindustrie, bei Medizingeräten sowie ökologischen und nachhaltigen Technologien.»

Über Swiss Centers China (SCC):
Im Jahr 2000 als gemeinnützige schweizerisch-chinesische Public Private Partnership gegründet, ist Swiss Centers China heute bei weitem das grösste Cluster von Schweizer Unternehmen in Asien. Mit fünf strategisch positionierten Standorten an Chinas dynamischer Ostküste (Shanghai, Peking und Tianjin) bietet das SCC nicht nur Büro-, Werkstatt- und Ausstellungsflächen, sondern unterstützt seine Mitgliedsfirmen auch mit Government Relations, Technologietransfer und mit einem breiten Netzwerk an Experten. Das SCC hat in China mehr als 300 Unternehmen unterstützt – sowohl KMU als auch Grossunternehmen. Unter anderem haben die Experten des Swiss Centers 30 Produktionsbetriebe und mehr als 50 Büros und Vertriebsfirmen aufgebaut. Zudem veröffentlicht das SCC umfassende Studien und Analysen über Chinas wirtschaftliche Chancen und Herausforderungen und fördert die Marke «Swiss Made» sowie die Sichtbarkeit der Schweiz als Land der Innovation und führender Wirtschaftsstandort.

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