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24.10.2016 ABB: Verleiht erstmals den ABB-Forschungspreis

Erster ABB-Forschungspreis zu Ehren von Hubertus von Grünberg geht an Dr. Jef Beerten

Dr. Jef Beerten von der Universität Leuven in Belgien erhält den mit 300'000 US-Dollar über die nächsten drei Jahre dotierten Preis für fortgesetzte zukunftsweisende Forschung in der Energietechnik.

Dr. Jef Beerten (31) von der Universität Leuven (KU Leuven) und EnergyVille, postdoctoral fellow der Research Foundation, Flanders in Belgien, hat den erstmals vergebenen ABB-Forschungspreis zu Ehren von Hubertus von Grünberg erhalten. Anlässlich einer Feier vor über einhundert Forschern aus aller Welt wurde er für seine Doktorarbeit mit dem Titel «Modellierung und Steuerung von Gleichstromnetzen» ausgezeichnet. Er wurde aus 69 Bewerbern von führenden Instituten mit unterschiedlichsten Disziplinen und Fachbereichen ausgewählt.

Der Preis wurde zu Ehren des früheren Vorsitzenden des Verwaltungsrats von ABB, Dr. Hubertus von Grünberg, ausgelobt und ist mit einem der höchst dotierten Forschungsstipendien weltweit verbunden. Die Auszeichnung würdigt herausragende akademische Arbeiten in der Energie- und Automationstechnik und fördert erstklassige Forschung in diesen Bereichen. Der Preis wird erstmals 2016 vergeben und im Turnus von drei Jahren verliehen.

«Als führendes Technologieunternehmen und globaler, digitaler Champion freuen wir uns, wegbereitende Forschungen verbunden mit der Energiewende und der Vierten Industriellen Revolution zu unterstützen», sagte Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB. «Ich beglückwünsche Jef Beerten, dessen Arbeit sich durch die Anwendbarkeit auf aktuelle Herausforderungen in Energie und Automatisierung auszeichnet.»

Peter Voser, Chairman of the ABB Board of Directors; Professor Ronnie Belmans, KU Leuven; Hubertus von Gruenberg, former ABB Chairman; Jef Beerten, recipient of the award, KU Leven; Ulrich Spiesshofer, ABB CEO; Bazmi Husain, ABB Chief Technology Officer (v.l.n.r.).

Die Dissertation von Jef Beerten liefert neue Erkenntnisse über Phänomene, die sich auf die Stabilität von Hochspannungs-Gleichstromübertragungsnetzen (HGÜ) auswirken, die mit bestehenden Hochspannungs- Wechselstromnetzen (HVAC) interagieren. Punkt-zu-Punkt HGÜ-Verbindungen sind bereits im Einsatz und stellen eine effiziente und kostengünstige Methode dar, um grosse Strommengen verlustarm über lange Distanzen zu übertragen. Vermaschte HGÜ-Netze, die mit bestehenden Wechselstrom-Infrastrukturen interagieren, bieten einen effizienten und kostengünstigen Weg, erneuerbare Energien dorthin zu transportieren, wo sie letztendlich genutzt wird.

Die aktuellen Verfahren zur Erforschung von gross angelegten Energietechniksystemenn (z.B. auf kontinentaler Ebene) sind jedoch in der Regel dafür ausgelegt, die spezifischen Eigenschaften und Verhaltensweisen von Wechselstromnetzen zu untersuchen. Jef Beerten hat neue Tools, Modelle und Methoden zur Konzeption und Steuerung von vermaschten HGÜ-Netzen entwickelt, bei denen schnell schaltende leistungselektronische Frequenzumrichter für die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom zum Einsatz kommen. Damit soll ein besseres Verständnis erreicht werden, wie die bestehenden Wechselstromnetze mit den künftigen HGÜ-Netzen interagieren.

Jef Beerten erhielt 2013 seine Promotion mit den besten Glückwünschen der Prüfungskommission (höchste Auszeichnung an der KU Leuven). Er arbeitet seit acht Jahren in der Forschungsgruppe seines Doktorvaters, Prof. Dr. Ronnie Belmans, und zählt zu den Kernmitgliedern des Teams.

Als er von der Preisträgerschaft erfuhr, sagte Dr. Beerten: «Ich bin stolz und freue mich, diese aussergewöhnliche Auszeichnung annehmen zu dürfen. Ich möchte mich bei ABB für das Stipendium und die einzigartige Gelegenheit, meine Forschungen im Bereich elektrischer Energiesysteme fortzusetzen, bedanken. Diese Forschungen ermöglichen uns neue Herangehensweisen an unsere bisherigen Ansätze bei der Modellierung, Steuerung und dem Betrieb von Stromversorgungsnetzen. Sie erinnert uns daran, dass wir uns diesen Veränderungen stellen, bestehende Paradigmen und Grundprinzipien überdenken und neue unkonventionelle Ansätze verfolgen müssen.»

Mit diesem Forschungspreis bietet ABB Nachwuchsforschern die Unterstützung, die sie benötigen, um ihre Ideen und Visionen zu verwirklichen und ihre Arbeiten und innovativen Ergebnisse Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu präsentieren.

Der Preisträger wurde von einer internationalen Jury bestimmt, der folgende Personen angehören: Prof. Robert Armstrong, Massachusetts Institute of Technology (MIT); Prof. Ulrike Grossner, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH Zürich); Prof. Nina Thornhill, Imperial College London; Prof. Zheyao Wang, Tsinghua University, Peking; Bazmi Husain, Chief Technology Officer von ABB und Dr. Hubertus von Grünberg, Vorsitzender des Verwaltungsrats der ABB-Gruppe von 2007 bis 2015.

Über ABB
ABB ist ein global führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, industrielle Automation und Stromnetze mit Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor. Seit über vier Jahrzehnten gestaltet ABB die Zukunft der industriellen Digitalisierung. Mit einer installierten Basis von mehr als 70 Millionen verbundenen Geräten und über 70'000 Steuerungssystemen in sämtlichen Industrien ist ABB optimal aufgestellt, um von der Energiewende und der vierten industriellen Revolution zu profitieren. ABB ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigt etwa 135'000 Mitarbeitende.

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