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16.08.2016 Phoenix Mecano: Breit abgestütztes Wachstum im ersten Halbjahr 2016

Phoenix Mecano, der Spezialist für Gehäusetechnik und Industriekomponenten, konnte im ersten Halbjahr den Umsatz in allen drei Sparten steigern. Betriebsergebnis und Nettoresultat legten deutlich überproportional zu. Der Auftragseingang zeigte sich weitgehend stabil. Im Vorjahresvergleich resultierte allerdings ein Rückgang. Eine durch die Währungsturbulenzen 2015 erforderliche Preiserhöhungsrunde hatte damals zu einem Auftragsboom geführt. Zudem blieben die aktuellen geopolitischen Unsicherheiten nicht ohne Auswirkung auf das Investitionsverhalten in wichtigen Absatzregionen. Dazu gehören Teile Europas, Russland, Brasilien sowie gewisse Branchenin China und USA. Die Erschliessung neuer Absatzmärkte in der Sparte ELCOM/EMS wird nachdrücklich vorangetrieben. Mit dem im Juni kommunizierten und inzwischen abgeschlossenen Erwerb der ismet GmbH wird diese Sparte verstärkt.

Der konsolidierte Bruttoumsatz stieg im ersten Halbjahr 2016 um 3,8% von €281,6 Mio. auf €292,4 Mio. Bereinigt um negative Währungseffekte ergab sich eine Umsatzsteigerung von 5,6%. Unter Ausklammerung der Effekte aus Veränderungen im Konsolidierungskreis betrug das Wachstum 2,6%. Der Nettoumsatz belief sich auf €289,7 Mio. (Vorjahr €279,0 Mio.). Der Auftragseingang sank um 3,4% von €299,5 Mio. auf €289,5 Mio., entsprechend einer Book-to-bill Ratio von 99%.

Der betriebliche Cashflow (EBITDA) stieg um 11,7% von €29.0 Mio. auf €32,4 Mio. und das Betriebsergebnis (EBIT) um 25,0% von €16,5 Mio. auf €20,6 Mio. Betrachtet man nur das 2. Quartal erhöhte sich das Betriebsergebnis sogar um 38%. Darin enthalten sind ein einmaliger Buchgewinn aus dem Verkauf eines Gebäudes in Italien von €1,8 Mio. sowie eine Rückstellung von €1,4 Mio. für eine Standortschliessung der bestehenden Tochtergesellschaft Platthaus GmbH, welche im Juni 2016 im Zusammenhang mit der Akquisition ismet GmbH beschlossen wurde.

Das Periodenergebnis nach Steuern lag mit €13,7 Mio. um 35,1% über Vorjahr (€10,1 Mio.). Bei dieser deutlichen Steigerung ist zu berücksichtigen, dass sich das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr um €0,9 Mio. verbessert hat, in erster Linie bedingt durch tiefere Währungskursverluste. Das erste Halbjahr 2015 war durch die Aufhebung des Euromindestkurses gegenüber dem Schweizerfranken beeinträchtigt. Im ersten Halbjahr 2016 führte die Abschwächung des Britischen Pfundes zu Währungskursverlusten von €0,4 Mio. Die Steuerquote im Berichtszeitraum betrug 28,6% nach 28,4% im Vorjahr.

Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund der wachstumsbedingten Bilanzausweitung und der im zweiten Quartal geleisteten Dividendenzahlung sowie akquisitionsbedingt auf €39,3 Mio. (30. Juni 2015: €34,3 Mio.), entsprechend 15,2% des Eigenkapitals. In Verbindung mit der weiterhin hohen Eigenkapitalquote von 57,7% hat die Gruppe genügend Spielraum für die weitere strategische Entwicklung.

Entwicklung der Sparten
Die Sparte Gehäusetechnik erhöhte den Bruttoumsatz um 0,5% auf €89,4 Mio. Das Betriebsergebnis reduzierte sich um 4,7%, entsprechend verminderte sich die Betriebsergebnismarge von 12,3% auf 11,6%. In Südeuropa und den Benelux-Staaten konnte ein Umsatzwachstum erzielt werden, während in einzelnen anderen Märkten Europas Rückgänge zu verzeichnen waren, insbesondere in Grossbritannien und Russland. Einer verlangsamten Dynamik im amerikanischen Industrie- und Energiesektor steht eine anziehende Nachfrage in Asien gegenüber. Dort bieten die Entwicklung und Fertigung von Sondergehäusen für kundenspezifische Bedien- und Anzeigegeräte und das Projektgeschäft im Bereich explosionsgeschützter Anwendungen attraktive Wachstumschancen. Ergebnisbelastend wirkte die Umsetzung des neuen Produktionskonzeptes im Bereich Eingabesysteme der Tochtergesellschaft Kundisch.

Die Sparte Mechanische Komponenten steigerte den Bruttoumsatz um 4,6% auf €142,4 Mio. Das Betriebsergebnis erhöhte sich überproportional um 19,5%. Die Marge lag bei 8,9% nach 7,8% im Vorjahr. Im europäischen Industriesegment, in dem Rose & Krieger tätig ist, werden kundenseitig Investitionen in Modernisierungs- und Automatisierungsprojekte vorangetrieben, der Wachstumstrend in der Arbeitsplatzergonomie hält an. Im Bereich DewertOkin besteht eine weiterhin hohe Wachstumsdynamik bei Komfort- und Liegemöbeln in China als Produktionsstandort für den Endmarkt USA, dagegen blieb in Japan die Nachfrage rückläufig. In Europa ging der Umsatz leicht zurück.

Die Sparte ELCOM/EMS verzeichnete beim Bruttoumsatz eine Steigerung um 7,2% auf €60,6 Mio. Akquisitionsbereinigt betrug das Wachstum 1,2%. Das Betriebsergebnis belief sich auf €-3,0 Mio. (Vorjahr €-3,3 Mio.). Darin enthalten ist der erwähnte Sondereffekt von €1,4 Mio der Standortschliessungskosten von Platthaus (D). Zur Erreichung der Ertragsziele der Sparte steht der Geschäftsbereich Power Quality im Zentrum. Hier läuft die Integration verschiedener Einheiten, welche in den vergangenen Jahren akquiriert oder neu aufgebaut wurden, planmässig. Der Fokus liegt weiterhinauf dem Ausbau der Vertriebs- und Produktionsstrukturen zur Vermarktung und zur industriellen Herstellung der neu entwickelten, zertifizierten Produkte. Die positive Resonanz von Zielkunden, die Zulassungen zu Audits, erste Listungen und Aufträge bestätigen die eingeschlagene Produkt/Markt-Strategie. Die mit diesen Aktivitäten verbundenen Initialkosten sind in den Zahlen des ersten Halbjahres sichtbar.

Ausblick
Der Ausgang des Brexit-Votums, die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen, erhebliche Volatilität an den Finanzmärkten sowie geopolitische Risiken mit Blick auf Syrien, Russland und die Türkei haben im ersten Halbjahr für erhöhte Unsicherheit in unseren Hauptabsatzmärkten für Investitionsgüter gesorgt.

Positiv wirken weiterhin die konzertierten Anstrengungen der grossen Notenbanken zur Stimulierung der Investitionsbereitschaft, wenn auch deren potentielle langfristige Auswirkungen Sorge bereiten.

Im globalen Industriesegment und in unseren anwendungsspezifischen Zielmärkten erwarten wir aufgrund der getätigten Produktneuentwicklungen und der Investitionen in Produktions- und Vertriebskapazitäten für das zweite Halbjahr eine anhaltend stabile Nachfrage.

In unserem grössten Produktbereich, den elektrischen Antriebslösungen für die Komfortmöbel- und Pflegeindustrie (DewertOkin, Sparte Mechanische Komponenten) sehen wir weiterhin technologisch und demografisch getriebene Wachstumschancen.

Die Neuausrichtung der Sparte ELCOM/EMS bleibt für Verwaltungsrat und Geschäftsleitung im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die sich in der finalen Umsetzung befindlichen Turnaroundmassnahmen verbunden mit sich stetig füllenden Auftragsbüchern bilden die Basis für die angestrebte nachhaltig positive Ergebnisentwicklung. Aus heutiger Sicht erhalten wir unter Ausklammerung des Sondereffektes für die Integration Platthaus in die ismet das anspruchsvolle Ziel eines Breakeven der Sparte ELCOM/EMS für das Gesamtjahr aufrecht.

Für die Gesamtgruppe rechnen wir weiterhin, sofern keine aussergewöhnlichen Ereignisse eintreffen und unter stabilen Konjunkturbedingungen, mit einem Betriebsergebnis in der Grössenordnung von €34 bis €40 Mio.

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