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12.05.2016 Schaffner Gruppe: Intensiviert Kostensenkungsprogramm in schwierigem Marktumfeld

Die Schaffner Gruppe hat im ersten Halbjahr 2015/16 die Umsetzung von Massnahmen intensiviert, um das in der Strategie 2020 festgelegte operative EBITA-Margenziel von mindestens 8% zu erreichen. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Schaffner derzeit mit ungefähr CHF 4 Mio. Restrukturierungskosten aus der Umsetzung dieser Massnahmen, wovon CHF 0,7 Mio. im Ergebnis des ersten Halbjahres enthalten sind. Bereits ab dem zweiten Semester wird die Zusammenlegung der beiden amerikanischen Werke am Standort Wytheville (Virginia) zu deutlichen Einsparungen führen.

Der Nettoumsatz der Schaffner Gruppe hat im ersten Halbjahr 2015/16 (per 31. März) aufgrund eines markanten Rückgangs in der Division Power Magnetics um 9,7% auf CHF 92,6 Mio. abgenommen (1. Semester 2014/15: CHF 102,5 Mio.). In Lokalwährungen betrug die Veränderung -9,2%. Beeinflusst von den niedrigen Umsätzen mit Power Magnetics sowie Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Personalabbau ging das operative Ergebnis vor akquisitionsbedingten Amortisationen und Restrukturierungsaufwendungen (operatives EBITA) auf CHF 2,2 Mio. (CHF 4,8 Mio.) zurück. Die operative EBITA-Marge betrug 2,3% (4,7%). Das Unternehmensergebnis lag bei CHF -0,3 Mio. (CHF 1,9 Mio.) bzw. CHF -0.53 (CHF 3.02) pro Aktie.

Das Marktumfeld in den Kernmärkten der Schaffner Gruppe blieb auch im Berichtszeitrum mit Ausnahme des Sektors Automotive äusserst schwierig. Ein wesentlicher Grund dafür ist die derzeit tiefe Nachfrage in der Antriebstechnik unter anderem aufgrund des Einbruchs im Öl-, Gas- und Bergbaugeschäft als Folge der anhaltend niedrigen Rohstoffpreise. Gegen den Trend konnte mit Power-Quality-Filtern ein Umsatzzuwachs um mehr als einen Drittel realisiert werden, getragen von Erfolgen in Asien und Europa. Regional hat sich China erneut positiv entwickelt und ist mit einem Umsatzanteil von 25% aktuell der wichtigste Ländermarkt der Schaffner Gruppe. Insgesamt verzeichnete die Gruppe im ersten Halbjahr 2015/16 einen Auftragseingang von CHF 94,2 Mio. (CHF 101,4 Mio.). Das Book-to-Bill-Verhältnis betrug 1,02 (0,99) und hat sich damit sowohl sequenziell wie auch gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Divisionen der Schaffner Gruppe: Automotive erneut margenstark, Power Magnetics mit Umsatzeinbruch
Der Umsatz der Division EMC verminderte sich im ersten Semester 2015/16 leicht um 3% auf CHF 45,4 Mio. Das Segmentergebnis von CHF 3,1 Mio. (CHF 3,6 Mio.) war geprägt von hohen Aufwänden für den Ausbau des Power-Quality-Geschäfts, vor allem durch Entwicklungskosten für die nächste Gerätegeneration der ECOsine Oberwellenfilter.

Der Umsatz der Division Power Magnetics brach mit einem Rückgang um 24% auf CHF 25,2 Mio. ein. Wachstum konnte in China erzielt werden, in den anderen Regionen litt die Division unter schwacher Nachfrage aus der Antriebstechnik, der Fotovoltaik und der Bahntechnik. Das negative Segment­ergebnis von CHF -3,0 Mio. (CHF 1,8 Mio.) resultiert aus der niedrigen Auslastung unserer Werke in Europa und Nordamerika. Jedoch deutet eine positive Entwicklung des Auftragseingangs darauf hin, dass die Talsohle erreicht ist.

Der Umsatz der Division Automotive lag im ersten Semester mit CHF 22,0 Mio. (CHF 22,6 Mio.) leicht unter der Vorjahresperiode, wobei mit Komponenten für schlüssellose Zugangssysteme erneut Wachstum erzielt wurde. Das Segmentergebnis konnte aufgrund weiterer Verbesserungen der operativen Exzellenz sowie einer guten Auslastung der Produktion auf CHF 4,7 Mio. (CHF 2,8 Mio.) deutlich gesteigert werden.

Kostensenkungsprogramm intensiviert
Das in der Strategie 2020 definierte operative EBITA-Margenziel von mindestens 8% soll innerhalb von 24 Monaten durch beschleunigt umgesetzte Massnahmen erreicht werden. Dazu gehören die Werkszusammenlegung in USA, zusätzliche geplante Produktionsverlagerungen sowie nachhaltige Materialkostensenkungen. Die Fixkostenstrukturen werden durch den Abbau von 5% der Stellen verschlankt. Insgesamt werden Kostensenkungen von mehr als CHF 6 Mio. jährlich angestrebt, wovon der grösste Teil bereits im Geschäftsjahr 2016/17 wirksam werden soll. Ausgenommen von diesen Massnahmen ist die Division Automotive, die ihre Mittelfristziele bereits heute übertrifft.

Ausblick
Die wirtschaftlichen Aussichten in den Kernmärkten von Schaffner bleiben unsicher. Aufgrund der im Vergleich zum Umsatz positiven Auftragseingänge rechnet Schaffner hingegen mit sequenziell anziehenden Umsätzen, die zusammen mit ersten Erfolgen aus den Kostensenkungsmassnahmen zu einer Verbesserung des operativen EBITA gegenüber der ersten Jahreshälfte führen sollten. Die Aufwände für die Umsetzung des Kostensenkungsprogramms werden das Resultat der Schaffner Gruppe jedoch auch noch im zweiten Halbjahr 2015/16 prägen, weswegen für das gesamte Geschäftsjahr 2015/16 sowohl das operative EBITA als auch das Unternehmensergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau erwartet werden.

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