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10.05.2016 Oerlikon: Fortschritte in schwierigem Marktumfeld

"Im ersten Quartal haben wir uns in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Makroökonomische Entwicklungen und geopolitische Spannungen sorgten für anhaltende Unsicherheiten. Dies äusserte sich in einer geringeren Investitions- und Handelstätigkeit zu Beginn des Jahres, mit einer zunehmenden positiven Dynamik gegen Ende des Quartals. Im Bereich der Oberflächenlösungen war im Servicegeschäft trotz der global rückläufigen Industrieproduktion ein positiver Trend festzustellen. Der geringere Umsatz des Segments Surface Solutions war hauptsächlich auf das Geschäft mit Dünnschichtanlagen und die Auswirkungen der Rohstoffpreise auf das Werkstoffgeschäft zurückzuführen. In den Segmenten Manmade Fibers und Drive Systems blieb die Investitionsbereitschaft von Kunden in den wichtigsten Schlüsselmärkten erwartungsgemäss verhalten", meint Dr. Roland Fischer, CEO des Oerlikon Konzerns.

"Die strategische Entwicklung des Konzerns kommt weiter voran, und wir verzeichnen messbare Fortschritte in der Stärkung und im Ausbau unseres Geschäfts mit Oberflächenlösungen. Zudem führen wir das Segment Manmade Fibers durch den aktuellen Marktabschwung und leiten die notwendigen strukturellen Anpassungen im Segment Drive Systems ein", so Dr. Fischer. "Die Investitionen in weitere Surface Solutions Servicezentren, erste Erfolge im Bereich der additiven Fertigung und die vor kurzem angekündigte Übernahme der Stapelfasertechnologien von Trützschler sind weitere Massnahmen mit dem Ziel, unsere Kerngeschäfte kontinuierlich zu stärken. Diese Strategie werden wir systematisch weiterverfolgen. Unsere Prioritäten sind zudem, den Kapitalumschlag zu verbessern, Innovationen noch besser zu kapitalisieren, widerstandsfähiger gegenüber Marktveränderungen zu werden, unsere Kundennähe zu verbessern und dafür zu sorgen, dass sich Oerlikon noch mehr durch Effizienz, Agilität und Produktivität auszeichnet."

Umsatz, Bestellungseingang und Profitabilität unter Vorjahresniveau
Wie erwartet blieben das globale Wirtschaftsumfeld und die Schlüsselmärkte von Oerlikon schwierig. Dies äusserte sich auch in einem zurückhaltenden Investitionsverhalten seitens der Kunden. Das Geschäft mit Oberflächenlösungen entwickelte sich, trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds, dank der positiven Entwicklung im Automobil- und Luftfahrtsektor stabil. Der Markt für Chemiefasern war nach wie vor von Überkapazitäten im Filamentmarkt geprägt, insbesondere in China. Das Segment Drive Systems litt weiterhin darunter, dass sich vier seiner Märkte – Landwirtschaft, Bau, Energie und Bergbau sowie Transport – immer noch in einem Abwärtstrend befinden. Dies ist zum Teil auf den anhaltenden Preisdruck bei den Rohstoffen zurückzuführen. Infolgedessen lag der Konzernumsatz im ersten Quartal bei CHF 592 Mio., was einem Rückgang von 14,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal mit CHF 691 Mio. entspricht. Bei konstanten Wechselkursen lag der Umsatz mit CHF 581 Mio. um 1,9 % tiefer.

Aufgrund des Umsatzrückgangs, der massgeblich durch die erwartete Schwäche des Manmade Fibers Marktes geprägt war, und trotz anhaltender Fortschritte bei den Operational-Excellence-Programmen ging das EBITDA des Konzerns auf CHF 77 Mio. zurück, was einer EBITDA-Marge von 13,0 % entspricht. Das EBIT betrug im ersten Quartal 2016 CHF 32 Mio. mit einer EBIT-Marge von 5,5 % (Vorjahresquartal: CHF 77 Mio., 11,1 %). Im ersten Quartal erzielte der Oerlikon Konzern eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE, rollierend über 12 Monate) von 9,0 % (auf normalisierter Basis; ohne Restrukturierungs- und Wertberichtigungseffekte), gegenüber 10,6 % (berichtet) im ersten Quartal 2015.

Fortschritte in der Strategieumsetzung, weitere Meilensteine erreicht
Die Umsetzung der Strategie schreitet weiter voran, und der Konzern vermochte im ersten Quartal weitere Meilensteine umzusetzen. Das Segment Surface Solutions hat sein Geschäft mit der Inbetriebnahme neuer Servicezentren für Oberflächenlösungen weiter ausgebaut und erste Erfolge im Bereich der additiven Fertigung erzielt. Das Segment Manmade Fibers ist sowohl mit der Umsetzung seiner Restrukturierungsmassnahmen auf Kurs und konnte zudem seine Marktposition im Bereich Stapelfasern mit der Übernahme des Technologieportfolios von Trützschler weiter stärken und somit das Produktportfolio auf ein breiteres Fundament stellen. Das Segment Drive Systems fuhr mit seinen Restrukturierungsmassnahmen fort, fokussierte sein Produktportfolio weiter auf Kerntechnologien und erschloss mit seinen jüngsten Technologien, wie etwa dem Hybrid Electronic Powertrain, angrenzende Märkte im Bereich Nutzfahrzeuge für Bau, Landwirtschaft und Bergbau.

Der Serviceanteil am Konzernumsatz stieg weiter auf 36,2 % des Gesamtumsatzes (Vorjahresquartal: 32,7%).

Ausblick für 2016 bestätigt
Oerlikon erwartet aufgrund der anhaltenden anspruchsvollen Situation in einigen seiner Endmärkte ein anspruchsvolles Jahr. Da sich die Marktzuversicht gegen Ende des ersten Quartals positiv entwickelte, bestätigt Oerlikon den Ausblick für 2016. Die operative Profitabilität steht dabei im Vordergrund. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet der Konzern mit einem Bestellungseingang bzw. einem Umsatz zwischen CHF 2,3 Mrd. und CHF 2,5 Mrd. und einer operativen EBITDA-Marge im mittleren Zehnprozentbereich.

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