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26.04.2016 Phoenix Mecano: Im Geschäftsjahr 2015 Umsatz um 10% gesteigert

Der konsolidierte Bruttoumsatz der Phoenix Mecano-Gruppe erhöhte sich deutlich von €505,6 Mio. auf €559,8 Mio (+10,7%), ebenso wuchs der Nettoumsatz von €500,3 Mio. auf €554,5 Mio (+10,8%). Ein Zuwachs von 5.2% resultierte aus Wechselkurseffekten. Veränderungen des Konsolidierungskreises trugen rund 1% zur Umsatzsteigerung bei. Hauptwachstumstreiber war die Sparte Mechanische Komponenten. Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen konnten auch die Sparten Gehäusetechnik und ELCOM/EMS Zuwächse verzeichnen. Letztere befindet sich auf der Zielgeraden einer umfangreichen Neuausrichtung, die 2015 zu erheblichen Ergebnisbelastungen aufgrund notwendiger Restrukturierungsmassnahmen und Wachstumsinvestitionen führte.

Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei €15,0 Mio. (Vorjahr €29,5 Mio.). Darin enthalten sind per Ende November 2015 bekanntgegebene Aufwendungen für die Restrukturierung der Sparte ELCOM/EMS sowie für die Schliessung eines Standortes des Produktbereichs Folientastaturen (Sparte Gehäusetechnik) in Höhe von €15,4 Mio. Dementsprechend resultierte ein Betriebsergebnis vor Sonderaufwendungen von €30,4 Mio. Das Wachstum der Sparte Mechanische Komponenten ermöglichte eine Verbesserung des Betriebsergebnisses, während der Gehäusebereich einen Margen- und Betriebsergebnisrückgang hinnehmen musste.

Umsatz der Sparten
Der Bruttoumsatz der Sparte Gehäusetechnik stieg um 2,8% auf €169,6 Mio. Währungsbereinigt musste ein Rückgang um 0,7% in Kauf genommen werden. Die Sparte Mechanische Komponenten fand nach dem Zwischenjahr 2014 im Berichtsjahr 2015 wieder auf ihren langfristigen Wachstumspfad zurück und steigerte ihren Umsatz um 16,7% auf €274,4 Mio, währungsbereinigt um 8,8%. Die beiden Sparten verzeichneten keine Konsolidierungseffekte. Die Sparte ELCOM/EMS verzeichnete 2015 einen Umsatzanstieg um 9,7% auf €115,9 Mio. Bereinigt um Konsolidierungseffekte stieg der Umsatz um 5%, währungsbereinigt um 7,7%.

Periodenergebnis
Das Periodenergebnis sank aufgrund der Belastungen durch die erwähnten Sonderkosten um 67% auf €6,7 Mio. (Vorjahr €20,0 Mio.).

Eigenfinanzierungsgrad und Nettoverschuldung
Die Eigenkapitalquote lag per Bilanzstichtag 31.Dezember 2015 mit 61,5% leicht unter dem Vorjahr (64,6%). Die Gründe liegen in der wachstumsbedingten Bilanzausweitung, dem niedrigeren Periodenergebnis und der unveränderten Dividende von CHF 15 pro Aktie.

Erstes Quartal 2016
Die Phoenix Mecano-Gruppe steigerte den Bruttoumsatz im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahr um 5% auf €146,8 Mio. Der Währungseinfluss betrug -0,9% und der Konsolidierungseinfluss lag bei 1,1%.Der Auftragseingang erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,4% auf €146,3 Mio. Damit liegt die Book-to-Bill Ratio aktuell bei 99,6%. Das Betriebsergebnis stieg überproportional um 12,7% auf € 9,8 Mio. nach €8,7 Mio. im Vorjahr. Die Betriebsergebnismarge erhöhte sich dementsprechend auf 6,7% (Vorjahr 6,2%).

In der Sparte Gehäusetechnik reduzierte sich der Bruttoumsatz um 0,3% auf €45,7 Mio. Das Betriebsergebnis sank um 15,6% auf €5,2 Mio. Die Sparte Mechanische Komponenten steigerte den Bruttoumsatz auf €71,4 Mio., entsprechend einem Anstieg um 9,1%. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 22,4% auf €6,3 Mio. Die Sparte ELCOM/EMS erzielte einen um 4,1% höheren Bruttoumsatz von €29,7 Mio. Der Betriebsverlust konnte auf €1,1 Mio. reduziert werden nach €1,5 Mio. im Vorjahr.

Langfristige Nachfolgeregelung frühzeitig eingeleitet - Kontinuität der Unternehmensführung sichergestellt
Benedikt Goldkamp, Delegierter des Verwaltungsrates und CEO der Phoenix Mecano AG, übernimmt, vorbehaltlich der Bestätigung durch die Generalversammlung am 20. 5. 2016, das Präsidium des Verwaltungsrates. Als exekutiver Verwaltungsratspräsident wird er der Gruppe weiterhin vollumfänglich zur Verfügung stehen. Ulrich Hocker, seit 2003 Präsident des Verwaltungsrates der Phoenix Mecano AG, wird die Rolle eines unabhängigen "Lead Directors" übernehmen und in dieser Funktion den Verwaltungsratspräsidenten bei allfälligen Interessenkonflikten vertreten. Neu wird ebenfalls ab diesem Zeitpunkt Dr. Rochus Kobler, COO und Direktionspräsident, die CEO-Position übernehmen. Die in diesem Zusammenhang notwendigen Neuwahlen werden anlässlich der Generalversammlung vom 20. Mai 2016 in Stein am Rhein stattfinden.

Die Position des Verwaltungsratsdelegierten wird nicht neu besetzt.

Nach den erfolgreichen strukturellen Anpassungen im vergangenen Jahr erfolgt diese frühzeitig eingeleitete Nachfolgeregelung im Zeichen der Kontinuität. Die Verjüngung der Unternehmensführung soll den Weg frei machen, das in den vergangenen Jahren aufgebaute Wachstumspotential dynamisch auszuschöpfen.

Aussichten
Die Investitionsgütermärkte in den drei Regionen Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika befanden sich zum Jahreswechsel in einer relativ stabilen Verfassung. Herausforderungen durch den Preisverfall bei Rohstoffen, insbesondere Rohöl, und die schwache Konjunktur der BRIC-Länder mit Ausnahme von Indien werden 2016 zu bewältigen sein. Günstige Zinsen, ein grosses Potential industrieller Automatisierung in Schwellenländern, die Integration erneuerbarer Energiequellen in die Stromversorgung Europas und Reallohnzuwächse in den meisten Ländern der Welt bilden aber ein solides Fundament für die mittel- und langfristig positive Entwicklung der Phoenix Mecano-Gruppe.

Trotz der massiven Verwerfungen an den Weltbörsen anfangs 2016 zeigt sich unser Geschäft zu Jahresbeginn relativ robust. Das Investitionsprogramm mit den Schwerpunkten Innovation, Produktivität und Erweiterung der globalen Präsenz wird daher fortgeführt.

Der Hauptfokus von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung wird im laufenden Jahr auf dem Abschluss der Ende 2015 beschlossenen und derzeit in Umsetzung befindlichen Restrukturierungs- und Turnaroundmassnahmen der Sparte ELCOM/EMS liegen. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Massnahmen wird die Voraussetzungen für eine nachhaltig positive Entwicklung schaffen.

www.phoenix-mecano.comwww.phoenix-mecano.com
 

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