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09.11.2015 Starrag Group: Weiterhin solider Auftragsbestand

Der Auftragsbestand für Neumaschinen lag Ende September 2015 bei 229 Mio. CHF oder 4.1% höher als Ende Juni. Mit dem verbundenen und bedeutenden zusätzlichen Dienst­leistungsgeschäft ist so eine Grundauslastung über rund drei Quartale gesichert.

Rückgang des Auftragseingangs abgeschwächt – steigende Volatilität
Wie für das Geschäft der Starrag Group charakteristisch, können Grossaufträge einzelne Quartale massgeblich prägen und lassen deshalb nur bedingt Schlüsse auf die längerfris­tige Entwicklung zu. Ausserdem zeigt sich im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld, dass die Kunden noch vorsichtiger vorgehen und entsprechend kurzfristiger bestellen. Die Volatilität im Bestellverhalten hat deshalb in letzter Zeit spürbar zugenommen.

In den ersten neun Monaten 2015 wurden Aufträge von 230 Mio. CHF gewonnen, 14 % weniger als in der Vergleichsperiode 2014. Damit fiel der Rückgang geringer aus als noch im Semestervergleich (minus 23 %). Währungsbereinigt lag die Abnahme bei noch 7.1 %. Stellt man aufgrund des längerfristigen Charakters des Anlagegeschäfts der Starrag Group auf die jüngsten zwölf Monate ab (Oktober 2014 bis September 2015), ergibt sich gegenüber der vergleichbaren Vorperiode ein Zuwachs in lokalen Währungen um 6.0 %.

Geografisch verlor der Auftragseingang im Neunmonatsvergleich in den europäischen und den asiatischen Märkten. Das galt ebenso, wenn auch in einem geringeren Ausmass, für Nordamerika. Nach Abnehmerindustrien betrachtet verbuchte Aerospace weniger Neuauf­träge als in der – allerdings starken – Vorjahresperiode. Diese Entwicklung dürfte sich an­gesichts der bekannten Investitionspläne von Grosskunden mittelfristig wieder ins Positive umkehren. Transportation spürte erneut den Aufschub von Kundenprojekten. Speziell im Automobilsektor fallen die aktuellen Wachstumsprognosen im Vergleich zum Jahresbe­ginn zurückhaltender aus. Im Bereich Industrial konnte sich der klassische Industriesektor als wichtigstes Segment halten, während der Auftragseingang im Luxussegment und spe­ziell mit Blick auf die Uhrenindustrie rückläufig war. Nach Jahren im Plus zeigen die Schweizer Uhrenexporte im gleitenden 12-Monatsdurchschnitt seit Juli vor allem aufgrund der tieferen Ausfuhren in asiatische Märkte eine rückläufige Tendenz. Der Bereich Energy schliesslich konnte erfreulich zulegen, dies allerdings immer noch auf tiefem Niveau.

Umsatz vor Währungsbereinigung im Plus
Zu konstanten Währungskursen übertraf der Umsatz der ersten drei Quartale 2015 von 270 Mio. CHF den Vorjahreswert um 1.2 %. Nach Währungseinflüssen ergab sich ein Rückgang um 6.4 %. Das Betriebsergebnis EBIT stellte sich auf 9.5 Mio. CHF (Vorjahres­periode 13.0 Mio. CHF) oder 3.5 Umsatzprozente (Vorjahr 4.5 %). Der Reingewinn betrug

5.5 Mio. CHF (Vorjahr 9.4 Mio. CHF) und lag damit mit 2.0 Umsatzprozenten leicht höher als im ersten Halbjahr (1.7 %). Der Rückgang zur Vorjahresperiode erklärt sich primär mit der Neubewertung nicht abgesicherter Europositionen. Pro Aktie erreichte der Reingewinn 1.60 CHF (Vorjahresperiode 2.76 CHF).

Limitierte Währungseinflüsse
Nach der Kursfreigabe des Schweizer Frankens durch die SNB im Januar 2015 hat die Starrag Group ihre Abhängigkeit von dieser Währung systematisch reduziert. Im Industrie­vergleich ist die Gruppe schon heute unterdurchschnittlich von Währungsschwankungen betroffen. Aktuell entfallen rund drei Viertel der Wertschöpfung auf ausländische Standor­te; Material wird soweit möglich im Euroraum beschafft. Der Anteil der Gesamtkosten in Schweizer Franken lag im Geschäftsjahr 2014 bei rund 22 %.

Hohe und stabile Eigenkapitalquote
Die Bilanzsumme lag Ende September 2015 aufgrund des schwächeren Euro mit 335 Mio. CHF um 6.0 % unter dem Wert Ende 2014 (356 Mio. CHF). Die Investitionen in das Anla­gevermögen von hohen 15 Mio. CHF in der Berichtsperiode übertreffen den Gesamtwert des Vorjahres. Sie erklären sich einerseits mit der im Bau befindlichen neuen Fabrik der Bumotec, andererseits mit den laufenden Innovationsbestrebungen mit Blick auf neue Technologien, Baugruppen, Automatisierungslösungen und Kostenreduktionen. Die Netto­liquidität von minus 24.9 Mio. CHF geht auf auftragsbedingte Vorfinanzierungen zurück. Die hohe Eigenkapitalquote von 54 % entsprach annähernd dem Stand von Ende 2014.

Starrag gewinnt Benchmarking für PC-24 der Pilatus Flugzeugwerke
Für die Herstellung ihres neuen Business Jet PC-24 suchten die Pilatus Flugzeugwer­ke in Stans nach der produktivsten und gleichzeitig vielseitig einsetzbaren Produktions­technik. Nach einem intensiven Prozess des Benchmarking fiel der Entscheid zuguns­ten des flexiblen Fertigungszentrums Ecospeed mit zwei verketteten Bearbeitungszen­tren der Gruppengesellschaft Dörries Scharmann. Für den flexibel einsetzbaren PC-24 liegen bereits vor der Produktionsaufnahme zahlreiche Bestellungen vor. Dieser Erfolg zeigt, dass man mit intelligenten, hoch produktiven Fertigungslösungen nach wie vor auch im Hochkostenland Schweiz erfolgreich produzieren kann.

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