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19.06.2015 Swiss Medtech Day: Das Rezept heisst Innovation

Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann am ersten Swiss Medtech Day

Die Medizintechnik gehört zu den wertschöpfungsstärksten Branchen der Schweizer Wirtschaft. In Bern trafen sich Vertreter von Industrie, Hochschulen, Politik und Behörden.

Implantate, Mikropumpen für Diabetiker oder minimalinvasive Operationstechniken: Die Entwicklungen in der Medizintechnik beschleunigen die Rehabilitation nach Krankheit oder Unfall und steigern die Lebensqualität von Chronischkranken.

In der Schweiz beschäftigt die Branche 52 000 Mitarbeitende. Sie setzte 2014 rund 14 Milliarden Franken um und produzierte zu 90 Prozent für den Weltmarkt. Die Bedeutung der Medizintechnik für das Image des Industriestandortes Schweiz würdigte auch Wirtschaftsminister Johann N. Schneider-Ammann in seinem Referat auf dem Swiss Medtech Day: «Sie hat einen grossen Anteil am Ruf der Schweiz als High-Tech-Land, als Innovationsweltmeister und als exzellente Forschungs- und Wissenschaftsnation.»

Gleichzeitig zeigte Schneider-Ammann vor den anwesenden Unternehmern und Wissenschaftlern und Behördenvertretern Verständnis für die aktuellen Sorgen der Branche, die aufgrund ihrer hohen Exportorientierung von der Frankenaufwertung besonders stark betroffen ist. Er sei gewillt, die Rahmenbedingungen zu verbessern, die unternehmerische Initiative müsse aber von den Firmen ausgehen. «Der Ausweg führt über die Innovation».

Die Integration neuer Informationstechnologien – Stichwort eHealth - war denn auch eines der Schwerpunkthemen des Swiss Medtech Day. Daneben befasste sich die Tagung mit dem globalen Marktzugang für Schweizer KMU: Sei es über eine beschleunigte Zulassung neuer Produkte im Inland oder eine verstärkte Zusammenarbeit mit so genannten Global Playern im Ausland.

Der organisierende Fachverband Medical Cluster gab bekannt, dass der Swiss Medtech Day künftig jedes Jahr stattfinden wird. Das langfristige Ziel ist die Vernetzung der Branchenvertreter untereinander und mit den wichtigsten Partnern aus Politik und Wissenschaft.

Medizintechnik in der Schweiz
Die Schweiz ist ein attraktiver Standort für die Medizintechnik. In keinem anderen Land der Welt sind pro Kopf der Bevölkerung mehr Unternehmen angesiedelt: 1450 Hersteller, Zulieferer, Händlern und Dienstleister. Zusammen bieten sie 52 000 Vollzeitstellen, was 1,1 Prozent aller Erwerbstätigen entspricht. Mit einem Anteil von 2,3 Prozent am Bruttoinlandprodukt (BIP) liegt die volkswirtschaftliche Bedeutung der Medizintechnik knapp hinter jener der Pharmaindustrie, aber noch vor der Energiewirtschaft.

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